Insolvente Reederei : Elb-Link-Fähre könnte demnächst mit nur einem Schiff fahren

Die Fähre „Grete“ von der Reederei Elb-Link hat den Fährbetrieb auf der Elbe aufgenommen.
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Die Fähre „Grete“ könnte demnächst wieder im Einsatz sein.

Nach dem Aus der Elbfähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel soll es Ende der Woche eine Erklärung zum weiteren Betrieb geben.

shz.de von
28. März 2017, 12:26 Uhr

Brunsbüttel | Hoffnung für die Elbfähre: Es soll Überlegungen geben, den Fährbetrieb mit nur einem Schiff zu betreiben. Die „Grete“ soll einen neuen Propeller bekommen und so rund 16 Knoten fahren können. Das berichtet die Dithmarscher Landeszeitung am Dienstag. Ein genauer Zeitpunkt für den Beginn der neuen Verbindung wurde nicht genannt. Weiter hieß es, dass es Ende dieser Woche eine Erklärung zum Betrieb mit einer Fähre geben könnte.

Die Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven fährt seit dem 1. März nicht mehr. Die Betreibergesellschaft, die Reederei Elb-Link, befindet sich im Insolvenzverfahren.

Bereits Anfang März gab es Berichte, wonach ein erneuter Fährbetrieb ab April wieder möglich sein könnte. Aus Sicht des vorläufigen Insolvenzverwalters Jan Antholz wurden die Grundlagen gelegt, die eine Wiederaufnahme des Betriebs im April möglich machen sollen. Das Land Niedersachsen bekräftigte zudem seine grundsätzliche Bereitschaft für eine Landesbürgschaft. Jan Antholz, sagte, die Gespräche mit verschiedenen Investoren liefen. „Es geht voran“, betonte er, ohne aber Details zu nennen.

Das Land Niedersachsen betonte die Bedeutung der Linie. Die Fährverbindung sei vor allem für Gütertransporte und die touristische Entwicklung Niedersachsens und Schleswig-Holsteins wichtig, sagte Verkehrsstaatssekretärin Daniela Behrens (SPD). „Wenn die Grundlagen stimmen, könnten wir eine Landesbürgerschaft übernehmen.“

Bisher wurde die Fährverbindung zwische Cuxhaven und Brunsbüttel mit zwei Schiffen betrieben. Das zweite, die „Anne-Marie“ ist nach Angaben von Christian Schulz, einem Vertreter der Schiffseigner, nach Norwegen verchartert.

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