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Joshua Bluhm im Viererbob : Ein Schleswig-Holsteiner bei Olympia

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Heute gilt es: Die Viererbobs sollen die Ehre der deutschen Bobfahrer retten. Dabei: Joshua Bluhm aus Nortorf.

Die Viererbobs sollen’s wieder einmal richten: Die Teams von Maximilian Arndt, Thomas Florschütz und Francesco Friedrich sollen die bisher eher magere Medaillenbilanz des deutschen Olympia-Teams am Final-Wochenende von Sotschi aufpolieren. Mittendrin statt nur dabei ist auch Schleswig-Holsteins erster und einziger Teilnehmer bei olympischen Winterspielen. Der 19-jährige Joshua Bluhm (Foto), geboren in Kiel und aufgewachsen in Nortorf, wird im Bob von Florschütz für den nötigen Schub sorgen.

Für Bluhm ist nicht nur Olympia sondern eigentlich auch der Bobsport noch Neuland. Erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres sammelte der Holsteiner Jung erste Erfahrungen in dieser Disziplin. Seinen ersten Weltcup absolvierte der Senkrechtstarter sogar erst am 4. Januar diesen Jahres in Winterberg. Selbst sein Chef muss da manchmal noch staunen: „Mit nur vier Weltcups zu Olympia, das hat noch kein Anschieber geschafft“, schwärmte Florschütz.

Joshua Bluhm, der eigentlich Profi-Fußballer werden wollte und sogar einige Probetrainings beim Hamburger SV absolvierte, freut sich riesig auf seinen Olympia-Auftritt. „Mir geht es sehr gut. Ich bin in Topform und noch gar nicht nervös, das wird wohl erst losgehen, wenn ich morgen oben am Start stehe“, sagte das nordische Kraftpaket gestern unserer Zeitung.

Mit seinen rund 100 Kilogramm Körpergewicht und dem enormen Antritt muss er am Samstag (ab 17 Uhr) und am Sonntag (ab 10.30 Uhr) je zwei Mal den Bob auf Touren bringen und sich dann möglichst schnell in den Schlitten quetschen. „Die Fahrt an sich ist zwar nicht das Angenehmste, aber es ist absolut auszuhalten“, sagte der ehemalige Sprinter, der eine Bestzeit von 10,95 Sekunden auf 100 Meter vorweisen kann.

Jede Fahrt sei für ihn ein Abenteuer: „Man muss einiges einstecken können, wenn man sich so in diesen Schlitten wirft. Das ist, als ob man sich auf den Boden kauert und verhauen wird. Es schüttelt, es rappelt und geht zur Sache.“ Sollte er am Ende dafür mit einer Medaille belohnt werden, wird er diese Unannehmlichkeiten gerne aus sich genommen haben.

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erstellt am 21.Feb.2014 | 19:11 Uhr

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