Lübeck : Ein neues Zuhause für den alten Bären Bruno

Muss umziehen: Bär Bruno.  Foto: kröger
Muss umziehen: Bär Bruno. Foto: kröger

Der Lübecker Tierpark ist geschlossen. Der in die Jahre gekommene Bär Bruno soll bald umziehen. Tierschützer wollten ihn schon einschläfern lassen.

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16. Mai 2011, 11:56 Uhr

Lübeck | Bär Bruno (34) soll in diesem Monat ein neues Zuhause bekommen. Noch wohnt Bruno im Lübecker Tierpark. Der Mietvertrag für das städtische Gelände läuft aber Ende des Jahres aus. Im vergangenen Oktober war der Park schon für den Publikumsverkehr geschlossen worden.
Immer wieder war der 1950 gegründete Park in die Kritik geraten. Auch um den betagten Bären war Anfang des Jahres ein heftiger Streit entbrannt. Eine von der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) beauftragte Tierärztin war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Bär eingeschläfert werden müsse. Tumore am Maul und Arthrose in den Gelenken würden das unheilbare Tier zu sehr quälen. Weil die Stadt Lübeck nicht entsprechend reagierte, erstattete die DJGT Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft.
Über diese Vorwürfe kann Marc Langentepe, Pressesprecher der Stadt Lübeck, heute nur lächeln. "Die DJGT dachte, Bruno würde den Winter nicht überstehen. Tatsächlich ist er munter aus seinem Winterschlaf aufgewacht." In seinem Maul wuchere nichts, stattdessen sei Bruno für sein hohes Alter erstaunlich gut beieinander. Die Strafanzeige sei im Sande verlaufen. "Das waren Behauptungen militanter Tierschützer", so Langentepe. Der Bär soll in einen anderen Tierpark in Deutschland umgesiedelt werden. Wohin genau, will die Stadt noch nicht sagen.
(heg, shz)

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