Ein grenzenlos fruchtiges Vergnügen

Traditionssegler des Flensburger Museumshafens schippern deutsche und dänische Äpfel zum Markt am Bohlwerk

shz.de von
14. Oktober 2011, 05:35 Uhr

Flensburg/Glücksburg/Kollund | Rote Segel, kühler Wind, mit Glück strahlender Sonnenschein und knackig-saftige Äpfel: Die Saison für die Museumssegler der Flensburger Förde geht zu Ende. Offizieller Schlusspunkt ist ab heute die Apfelfahrt - der klassische Transport der Früchte auf dem historischen Seeweg und ihr Verkauf am Bohlwerk des Flensburger Museumshafens.

Von den Apfelplantagen dies- und jenseits der Grenze werden am Wochenende die knackigen Früchte von einer Flotte traditioneller Segelschiffe aus Glücksburg sowie Kollund-Mole über die Flensburger Förde in den Flensburger Hafen geschippert.

Das Verladen der Äpfel wird zu einem Ereignis: Um 13 Uhr legen die Segler vom Museumshafen Flensburg ab - Kurs Glücksburg. Hunderte Kisten mit Angelner Kernobst werden heute ab 14 Uhr mit einer Menschenkette vom Pferdefuhrwerk über die Glücksburger Anlegebrücke auf die Boote verladen. "Wir greifen uns jeden, der da rumsteht", droht Martin Schulz, Geschäftsführer des Museumshafens. "Da verschwindet schon mal der eine oder andere Apfel in der Tasche. Das gehört dazu."

Nicht nur für das Auge ein appetitliches Ereignis, denn das Programm sieht außerdem die Verkostung von Apfel-Leckereien vor. Erstmals dabei ist auch die Glücksburger Rosenkönigin, die bereits seit Wochen an der Entwicklung eines Rosenapfelkuchens tüftelt.

Zwischen 16 und 17 Uhr treten die Museumssegler abhängig von Wind und Wetter die Rückfahrt nach Flensburg an.

Kollund steigt in diesem Jahr in die Reihe der Apfelfeste mit ein. Das Programm auf Kollund-Mole wird um 13 Uhr vom Flensburger Stadtpräsidenten Christian Dewanger sowie der Apenrader Bürgermeisterin Tove Larsen eröffnet. Die Ergebnisse eines Apfelkuchen-Backwettbewerbes werden verkostet, dann wird auf der Mole Unterhaltung geboten. Auch in Kollund ist das Verladen von Äpfeln vorgesehen. Bis 14.30 Uhr sollen die Lüttfischer - die historischen Jollen des Flensburger Museumshafens - in Kollund eingetroffen sein. Die Äpfel von den Obstplantagen aus dem Hinterland werden mit historischen Fahrzeugen des "Mechanischen Museums" in Hokkerup zu den Schiffen gebracht. Außerdem sind die Segler aus Glücksburg von Kollund aus zu sehen. Sie werden gegen 17.30 Uhr an Kollund-Mole vorbei fahren.

An den Stegen des Flensburger Museumshafens wird das ganze Wochenende über das Apfelfest gefeiert. Am Sonnabend und Sonntag werden dann deutsche und dänische Äpfel von den Schiffen aus am Bohlwerk verhökert.

Für das leibliche Wohl sorgen Arved Fuchs und die Crew der "Dagmar Aaen" und der "Frieda" höchstpersönlich: Siebraten Wurst für die Besucher. Es gibt überall "Variationen an Apfelgelee", die Schotten kommen und bringen Apfelwein mit. Die Besatzung der "Olga von Skagen" betreut das Apfelcafé. Helfer holen die Bratäpfel aus den Öfen. Und dann gibt es noch "Günthis Punsch", Martins Maronen, Michaels Apfelsaft, Gerds Schmalzbrot. Der Markt endet mit gefüllten Bäuchen am Sonntag Nachmittag.Kostenfreier Shuttle: heute ab Flensburg Schiffbrücke (gegenüber Schifffahrtsmuseum): stdl. von 12.30 - 17.30 Uhr / ab Kollund: stdl. von 13 - 18 Uhr. Die Fahrtzeit beträgt etwa 25 Minuten. Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Öffentliche Busverbindung: Flensburg - Kruså mit Linie 1 (nach Kruså): .05/.25/.45; Kruså - "Kollund Fjordvejen" mit Linie 10 (nach Sønderborg): stdl. .49.

Für die Anreise mit dem PKW gibt es Parkplätze an der Einfahrt zum Molevej sowie am Kollund Lillestrand.

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