Nach trockenem Sommer : Eichhörnchen finden wenig Futter – So können Sie ihnen helfen

Eichhörnchen haben es im Winter immer schwer. Doch man kann einiges dafür tun, um den Nagetieren zu helfen.
Eichhörnchen haben es im Winter immer schwer. Doch man kann einiges dafür tun, um den Nagetieren zu helfen.

Die Nuss-Ernte ist in diesem Jahr deutlich schlechter. Den Nagetieren droht ein harter Winter.

<p>Anna-Kathrin Gellner</p> von
03. September 2018, 11:02 Uhr

Eckernförde | Was viele Menschen gefreut hat, wird für Eichhörnchen zum Problem: Wegen des langen und trockenen Sommers dürften es die kleinen Tiere im Winter schwer haben – weil sie nicht genug Futter finden. „Dieses Jahr ist es schon extrem“, sagt die Leiterin der Eichhörnchen-Schutzstation Eckernförde, Moni Rademacher. Aufgrund der anfänglichen Nässe und der darauffolgenden Dürre sei die Ernte der Strauchhaselnuss in diesem Jahr deutlich schlechter als sonst. Die Folge: Die Eichhörnchen finden keine Nüsse mehr, um sich für den kommenden Winter ihre Vorräte anzulegen.

Ein weiteres Problem seien die Menschen, die ihre Hecken vorzeitig schneiden. „Damit schneiden sie die ganzen Nüsse weg, bevor die Eichhörnchen sie ernten“, sagt Rademacher, die sich ehrenamtlich für die Nagetiere einsetzt. Doch auch unabhängig davon kann man etwas dafür tun, dass es die Eichhörnchen zumindest etwas leichter haben. „Man sollte Walnüsse und Haselnüsse mit Schale auslegen“, sagt Rademacher. „Am besten ganzjährig.“ Auch Sonnenblumenkerne seien hilfreich: Sie liefern schnelle Energie.

Keine Eicheln und Kastanien

Wer Vogelfutter auslegt, sollte also auch die Eichhörnchen daran knabbern lassen. Wichtig ist, es nicht dort hinzulegen, wo beispielsweise Katzen direkt drankommen. Eicheln und Kastanien – außer Esskastanien – fressen Eichhörnchen entgegen der landläufigen Meinung übrigens nicht. „Sie enthalten zu viele Bitterstoffe“, erklärt die Tierschützerin.

Die Eichhörnchen-Schutzstation in Eckernförde wurde 2006 gegründet, sie ist die einzige in Schleswig-Holstein. Die Station kümmert sich um verwaiste und verletzte Eichhörnchen. Bis zu zehn Tiere, die nicht ausgewildert werden können, leben dauerhaft dort. Weitere Informationen gibt es auf der Website der Station.

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