S-Bahn nach Bad Oldesloe : Eckpunkte für die S4-Finanzierung stehen – Kosten für SH „überschaubar“

Bereits vor mehreren Jahren hatte die Bahn zur Probefahrt einer S4 nach Oldesloe eingeladen.
Bereits vor mehreren Jahren hatte die Bahn zur Probefahrt einer S4 nach Oldesloe eingeladen.

Der Bund zahlt mehr als die Hälfte der Kosten. Die Strecke soll 2027 ausgebaut sein.

shz.de von
25. Oktober 2018, 16:16 Uhr

Bad Oldesloe | Für die Finanzierung der geplanten S-Bahn 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe stehen nach Angaben der Hamburger Verkehrsbehörde die Eckpunkte fest. Offen sei noch die Aufteilung der Investitionen zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und dem Bund, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag. Sie solle bis Jahresende geklärt werden. Die Bahn als Betreiber der S-Bahn hat die Kosten bislang mit gut einer Milliarde Euro angegeben.

Ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Verkehrsministeriums in Kiel berichtete von „guten Gesprächen“ am Rande der jüngsten Verkehrsministerkonferenz. „Einen Durchbruch gebe es aber noch nicht“, sagte er zur Finanzierung. Nach Angaben der Hamburger CDU-Fraktion, die eine Einigung bei der Finanzierung mitteilte, kommt mehr als die Hälfte der Finanzmittel aus Berlin.

Baubeginn 2020 ist möglich

Nach einer Mitteilung der SPD-Fraktion, die von einer bevorstehenden Einigung schrieb, bleiben die Kosten für die Länder überschaubar: „Der Bund beteiligt sich finanziell in hohem Maße am Ausbau.“ Bei der S4 geht es um eine 36-Kilometer-Strecke von Hamburg-Hasselbrook über Ahrensburg-Gartenholz bis Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein). Weil der Nah-, Regional- und Fernverkehr bisher dieselben Gleise nutzen, kommt es nach früheren Bahn-Angaben zu Behinderungen, Verspätungen und Zugausfällen. Daher soll die S-Bahn eigene Gleise bekommen.

Der Baubeginn könnte 2020 erfolgen, die Strecke 2027 ausgebaut sein. Ziel ist, Pendler aus der Metropolregion besser an die Stadt anzubinden und den Hamburger Hauptbahnhof zu entlasten.

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