Müllerhaus : Düppels Wahrzeichen wieder wie neu

 Foto: Karin Riggelsen
Foto: Karin Riggelsen

Müllerhaus auf den Düppeler Schanzen restauriert. Einweihung am Donnerstag. Platz für Mitarbeiter des Historiecenter.

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12. Februar 2013, 11:18 Uhr

Sonderburg | Vom Sommer 2011 bis Herbst 2012 war das alte Müllerhaus auf der Düppeler Höhe gut verpackt in weißem Plastik. Von Grund auf wurde alles erneuert: Stein- und Holzböden, Türen, Fenster und das Dach. Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Heim des Müllers wurde natürlich auch isoliert. Das schön hergerichtete Haus wird am Donnerstag, 14. Februar, eingeweiht. 5,5 Millionen Kronen hat die umfangreiche Totalsanierung gekostet. Der Betrag wurde vom "A. P. Møller og Hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Fond" für allgemeine Zwecke gespendet.

Bis auf einige Änderungen in der Aufteilung der Räume wurde alles wie im ursprünglichen Müllerhaus von 1840 errichtet. So weit möglich wurden auch die ursprünglichen Materialien wiederbenutzt. Das gilt unter anderem für die Dachsparren. "In einigen von ihnen stecken sogar noch Granatsplitter", berichtet der Leiter des Historiecenters, Bjørn Østergaard.

Müllers Haus ist eine Perle, und die neuen "Bewohner" - die acht festen Mitarbeiter des Historiecenters auf Düppel - haben ihre Plätze gefunden. "Früher saßen wir zu den Öffnungszeiten wie in einer Sardinendose", erklärt Angelika Nissen, die nun mit Steen Jørgensen ein weiträumiges Büro teilt - wie für ihre anderen Kollegen mit einer phänomenalen Aussicht über die ehemaligen Schlachtfelder von 1864.

Als das Historiecenter seinerzeit gebaut wurde, bestand die Belegschaft aus drei Angestellten. Die Mitarbeiterzahl wuchs und zuletzt wurde es sehr eng. "Und da hatten wir auch keine Fenster", so Angelika Nissen. Was Fenster und Aussicht angeht, bekommen sie und ihre Kollegen nun eine erstklassige Entschädigung.

Das Müllerhaus bietet außerdem Platz für die vielen Freiwilligen, die bei verschiedenen praktischen Aufgaben zur Hand gehen: die Flaggengilde, die Kanonengilde und neuerdings auch die Pussel-Gruppe "nørkle-pigerne", die für das Historiecenter strickt und näht und Ausbesserungen an den historischen Kleidungsstücken vornimmt. Im Augenblick sind die zehn Frauen mit dem Annähen von Uniformknöpfen beschäftigt. 50 nagelneue Uniformen hat das Historiecenter erworben - ohne Knöpfe. Und mit 30 Knöpfen an einer dänischen und 22 Knöpfen an einer preußischen Uniform hat die Gruppe, die sich sechs- bis achtmal im Jahr zusammensetzt, erst einmal alle Hände voll zu tun.

Der Konferenzraum mit Bibliothek wird außerdem für die regelmäßigen Seminare der 15 festen Erzähler des Historiecenters genutzt. Eine gute Seele näht im Augenblick auch Gardinen für den ersten Stock, wo zwei Zimmer eingerichtet wurden. Dort können künftig ein Praktikant und ein Forscher während ihrer Beschäftigung im Historiecenter unterkommen. Im ersten Stock gibt es außerdem zwei Arbeitsplätze und ein Lager. Auch für den 1864-Ausschuss, der die Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum im kommenden Jahr vorbereiten soll, ist ein Arbeitsraum gefunden worden. "Aber dann ist auch alles vergeben", erzählt Bjørn Østergaard.

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