Bei Bargteheide : Drei Tote bei Unfall auf der A1

Ein Sachverständiger soll die Unfallursache klären.
Ein Sachverständiger soll die Unfallursache klären.

Zwei Autos verunglücken. Weitere Autofahrer können nicht mehr bremsen und krachen in die Unfallstelle.

shz.de von
28. Januar 2018, 13:13 Uhr

Bargteheide | Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A1 bei Bargteheide  sind in der Nacht zu Sonntag drei Männer aus Wismar ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden verletzt. Beim mutmaßlichen Unfallverursacher besteht Verdacht auf Alkoholkonsum.

Nach Angaben der Polizei fuhr ein 24-jähriger Hamburger mit einem VW Golf die BAB 1 auf dem mittleren Fahrstreifen Richtung Norden. Zeugenaussagen zufolge überfuhr der 24-jährige dabei bereits vor dem eigentlichen Unfall wiederholt unkontrolliert die Fahrbahnbegrenzung zum rechten Fahrstreifen. Dort fahrende Fahrzeuge mussten auf den Seitenstreifen ausweichen, um einen Unfall zu vermeiden.

Zur Unfallzeit kollidierte der Hamburger bei einem solchen „Manöver" mit einem rechts neben ihm fahrenden Skoda. In dem Skoda befanden sich drei Männer aus Wismar (40 und 28 Jahre, die Identität des dritten Mannes ist gegenwärtig noch nicht bestätigt.) Der Skoda kam durch die Kollision nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach und wurde dabei, auf dem Dach liegend, zurück auf die Fahrbahn geschleudert.

Der 24-jährige Hamburger verlor ebenfalls die Kontrolle über seinen Golf und prallte  gegen die Mittelschutzplanke. Im weiteren Verlauf kollidierten noch zwei weitere Fahrzeuge mit dem auf dem Dach liegenden Skoda. Hierbei handelte es sich um einen Jeep Cherokee, dessen Fahrer war ein 49-jähriger Mann aus dem Raum Rostock, sowie ein VW Golf , dessen 38-Jähriger Fahrer aus dem Raum Bad Oldesloe kommt.

Die drei Insassen des Skoda erlagen noch am Unfallort ihren Verletzungen. Der 24-Jährige sowie der Fahrer des Jeeps wurden leicht verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Der 38-jährige Golffahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von ca. 100.000 Euro.

Im Rahmen der Unfallaufnahme stellten die Beamten bei dem Unfallverursacher eine Alkoholfahne fest. Darauf wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Lübeck ordnete diese für die Unfallaufnahme zudem die Hinzuziehung eines Gutachters an.

Die A 1 musste für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie der Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Norden bis 7.30 Uhr voll gesperrt werden.

Die Staatsanwaltschaft hat am Montag einen Sachverständigen mit der Klärung des genauen Unfallgeschehens beauftragt. Dabei gehe es auch um die Frage nach der Unfallursache, sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck am Montag. Neben Alkohol am Steuer könnten auch ein technischer Defekt oder das Wetter eine Rolle gespielt haben, sagte er.

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