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Glinde im Kreis Stormarn : Drei-Stunden-Rettung: Kormoran hält Feuerwehr auf Trab

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Tier hatte sich in einer Angelschnur verheddert. Die Einsatzkräfte mussten tricksen.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2016 | 07:13 Uhr

Glinde | Voller Körpereinsatz von der Feuerwehr – und ein Happy End für den Pechvogel: In einer Drei-Stunden-Aktion haben Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Glinde (Kreis Stormarn) am Dienstag einen Kormoran gerettet, den Passanten am Morgen auf einer Birke in misslicher Lage entdeckt hatten: Der Fischfresser hatte sich in 15 Metern Höhe in einer Angelschnur verheddert und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei.

Die Rettung des Vogels gestaltete sich schwieriger als zunächst gedacht: „Es gab vor Ort fünf Möglichkeiten, wie der Kormoran befreit werden könnte. Vier davon schlugen fehl“, berichtete Feuerwehr-Sprecher Tom Reher dem sh:z.

Die erste Idee der neun Einsatzkräfte: „Mit einem Wasserwerfer haben sie versucht, die Angelschnur vom Boden aus loszuschießen – vergeblich“, so Reher. Nächster Versuch. „Von der Drehleiter aus hat ein Kamerad erneut versucht, die Angelschnur mit einem Wasserstrahl aus dem Baum zu entfernen – vergeblich“. Doch die Kameraden hatten noch weitere Tricks in petto – und versuchten nun, mit Seilen vom Boden aus die Angelsehne zu packen zu kriegen – wieder blieb der Erfolg aus.

Mit bewundernswerter Hartnäckigkeit holten die Feuerwehrleute jetzt tragbare Leitern aus den Fahrzeugen – doch der Ast mit dem Kormoran war vom Stamm aus nicht zu erreichen. Gemeinsam mit Stadtvertretern entschlossen sich die Retter zum Äußersten: In Abstimmung mit der Stadt wurde entschieden, die Birke zu fällen. Das Ergebnis: „Der gefällte Baum krachte auf den Boden, der Kormoran befreite sich selbstständig und flog einige Meter weiter in den Mühlenteich.

Nach drei Stunden war die Aktion beendet – ohne Verletzte, „aber mit einigem Flurschaden“, wie Reher berichtet. Und damit meint er nicht nur die Birke: „Der Wanderweg zum Teich war reinster Morast. Erst fuhr sich die Drehleiter fest. Beim Versuch sie herauszuziehen, steckte dann auch ein Löschfahrzeug fest. Erst ein drittes Fahrzeug konnte die beiden wieder herausziehen.“

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