zur Navigation springen

NDR-Comedy : Die Freeses beerben Frühstück bei Stefanie

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fünf Jahre lang weckten Stefanie und die Besucher des Schlemmerbistros Hunderttausende Radiohörer im Norden. Am Montagmorgen starten Steffis Erben.

1066 Mal erklang früh morgen kurz nach 7 Uhr die Filmmusik „Moon River“. Doch dann ging es in Norddeutschland nicht um den Audrey Hepburn-Klassiker „Frühstück bei Tiffany“, sondern Bistro-Besitzerin Stefanie „Steffi“ Prigge („Es iss’ ja wie’s iss’“) und ihre Gäste, der besserwisserische vorzeitig pensionierte Postbeamte Herr Ahlers („Ja, dat tut ja nix zur Sache“), Profischnorrer und Lebenskünstler Udo („Joah … das kanns’ ham!“) und Senior-Casanova Franz „Opa“ Gehrke („Steffi, machs’ mir’n Mettbrötchen?“) philosophierten über Alltagsprobleme. Die Macher Andreas Altenburg („Wer piept denn da?“, „Detzer & Nelling“) und Harald Wehmeier („Neues aus Stenkelfeld“, „Münte aktuell“) kassierten für die Kult-Comedy einen Radiopreis; Stars wie Til Schweiger, Sky du Mont, Olli Dietrich oder Andrea Berg gaben Gastrollen. Zum Abschluss-Gottesdienst des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags im Hamburger Stadtpark zitierte der anglikanische Bischof Nicholas Baines in seiner Predigt zum Bibeltext „Unter Feigenbaum und Weinstock“ sogar Steffis geflügelten Satz „ Es is´ja wie es is´…“.

Als Harald Wehmeier den NDR verließ, war das Ende gekommen und Steffi-Macher Andreas Altenburg hatte ein Jahr Zeit, ein neues Format zu entwickeln. Ab morgen versucht er mit seinem Team an den Erfolg von Steffi & Co. anzuschließen – jedoch ohne Kreuzworträtsel, ohne Schlemmerbistro, aber in der Tradition des feinsinnigen norddeutschen Humors des preisgekrönten Vorgängers: „Wir sind die Freeses“ eine Serie über eine außergewöhnliche Familie im Mehrgenerationen-Haushalt. Alle Figuren werden von Altenburg gesprochen und auch wenn der Fokus auf dem turbulenten Familienalltag liegt, werden natürlich auch die beim Vorgänger so lieb gewonnenen Auseinandersetzungen über tagesaktuelles Geschehen, Zeitgeist und philosophische Extrempositionen weiter im Mittelpunkt stehen.

Für die Titelmelodie wurde Nathalie Dorra, Sängerin u. a. bei Udo Lindenberg, verpflichtet. Und das sind die Freeses: Die alleinerziehende Bianca ist schon vor Jahren mit ihrem Sohn „Svenni“ im Haus von Oma Rosi untergekommen. Rosi ist wohlhabend, großzügig und hat das Herz am rechten Fleck. Sie ist mittlerweile bei Mitte 60 angekommen und genießt das Leben der Golden Ager. Nicht zuletzt durch ihre laszive Unbekümmertheit hat sie sich über die Jahre ein Taxi-Unternehmen zusammengeerbt. Die Chefin fährt nur noch selten und verbringt ihre „Quality time“ stattdessen mit ihrer Familie oder in der „Eule“, einer Eckkneipe, in der man das Rustikale, Zulangende noch zu schätzen weiß – das Schlemmerbistro lässt grüßen.

Ihre romantisch-naive Tochter Bianca ist da schon wesentlich defensiver und träumt mit Ende 30, angefeuert von Büchern für Lebensberatung, vom großen Glück. Ihr Svenni ist nun schon zehn Jahre alt und kommt aufs Gymnasium. Zu Hause ist er der Star, auch wenn er im Haushalt nicht immer eine Stütze ist. Aber dafür sind ja Mama und Oma da. Für die wirklich wichtigen Sachen hat Svenni echte Inselbegabungen. Immer wieder verblüfft er Familie und Lehrer mit seinen exklusiven Beobachtungen in Naturwissenschaften, Politik und Technik. Und obwohl er nicht mal die Gläser richtig rum in den Geschirrspüler stellen kann, ist er im Internet ein Speed Stacking-Star – was immer das auch ist. Abgerundet wird das Ensemble durch Omas Untermieter Heiko. Er wohnt in der oberen Einliegerwohnung und ist ständig zu Besuch, weil der Haushalt der Freeses ja quasi mit zum Treppenhaus gehört. Er hat immer was zu sagen, immer eine Meinung, nicht zuletzt wegen seines ausgeprägten Verschwörungsgespürs. Er weiß alles und kennt alles – auch sind Ähnlichkeiten mit Besserwisser Ahlers bestimmt nicht zufällig.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Sep.2014 | 09:27 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen