Eisschollen in Geesthacht : Die Elbe steht still

Die Schleuse in Geesthacht ist seit Freitag für die Schifffahrt gesperrrt, etwa 30 Binnenschiffe liegen hier fest.

Die Schleuse in Geesthacht ist seit Freitag für die Schifffahrt gesperrrt, etwa 30 Binnenschiffe liegen hier fest.

Bei Geesthacht treibt eine Eisschicht auf der Elbe. Die Schleuse ist gesperrt.

Avatar_shz von
04. März 2018, 15:11 Uhr

Geesthacht | Die Elbe bei Geesthacht ist am Sonntag zur Hälfte zum Stillstand gekommen. Auf dem etwa 300 Meter breiten Fluss haben sich Eisschollen aneinandergereiht und sind zusammengefroren. Auf der anderen Hälfte trieben teilweise mehr als 20 Quadratmeter große Eisschollen flussabwärts.

Das Wasserstraßen und Schifffahrtsamt (WSA) hat vorsorglich sechs Eisbrecher im Hamburger Hafen in Bereitschaft, die bei einer Blockade elbaufwärs, die sich durch das Treibeis bilden könnte, eingreifen könnten. Das ist wichtig, um den Abfluss des Treibeises und des Wassers zu gewährleisten.

Stillstand auch auf dem Elbe-Lübeck-Kanal

Die Schleuse in Geesthacht ist seit Freitag für die Schifffahrt gesperrrt, etwa 30 Binnenschiffe liegen hier fest. Hintergrund: Die Schleuse lässt sich aufgrund des Eisgangs nicht sicher betreiben. Die Schleusenkammern und der Obere sowie der Untere Schleusenkanal sind ebenso wie der Hafen von Geesthacht komplett gefroren. Stillstand herrscht auch weiterhin auf dem seit vergangener Woche gesperrten Elbe-Lübeck-Kanal. Auch der Elbe-Seitenkanal wurde bereits gesperrt. Jeder Tag Stillstand kostet die Schiffer etwa 1000 Euro Einnahmeverlust.

Wann sich die Lage entpannen wird, ist noch unklar. Zwar ist der extreme Frost der vergangenen Woche vorüber, doch es bleibt zumindest nachts bei Minustemperaturen, obwohl es tagsüber in Plusbereiche gehen soll. Ehe das stellenweise mehr als zehn Zentimeter dicke Eis taut beziehungsweise durch Eisbrecher gebrochen werden kann und die Verkehrswege für die Schifffahrt wieder freigegeben werden können, dürfte es noch bis zum kommenden Wochenende dauern.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker