Praxen für Psychotherapie : Der Zulassungsausschuss entscheidet

Die Psychotherapeuten-Kammer kritisiert die Planung des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen. Sie lassen demnach zu wenig Praxen zu.

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14. April 2013, 10:10 Uhr

"Zur Beschlussfassung und Entscheidung in Zulassungsangelegenheiten bilden KVSH (Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, d. Red.), die Landesverbände der Krankenkassen und die Verbände der Ersatzkassen einen Zulassungsausschuss für Ärzte", heißt es auf der Seite des KVSH und zur Reform der Bedarfsplanung zum 1. Januar 2013: "Die Bedarfsplanung soll gewährleisten, dass eine ausreichende Zahl an Haus- und Fachärzten sowie Psychotherapeuten in einer bestimmten Region vorhanden ist. Dies dient der Erfüllung des sogenannten Sicherstellungsauftrags, den der Gesetzgeber den Kassenärztlichen Vereinigungen übertragen hat. Wie viele Ärzte einer Arztgruppe für wie viele Einwohner zur medizinischen Versorgung erforderlich sind, legt der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (GBA) mit der Bedarfsplanungs-Richtlinie fest."

Die Bundes-Psychotherapeuten-Kammer kritisiert die Reform allerdings "Der GBA geht weiterhin davon aus, dass in Deutschland nur rund 15.000 psychotherapeutische Praxen notwendig sind. Tatsächlich sind aber bereits fast 22.000 Praxen zugelassen. Der Versorgungsbedarf liegt deutlich höher, als der GBA 1999 unterstellt hat."

Für die Versorgung in Schleswig-Holstein mit Psychotherapeuten bringt die Reform auf dem Land wahrscheinlich 44 zusätzliche Zulassungen. In den Städten sieht die Psychotherapeutenkammer viele Praxen bedroht.

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