Unwetter in SH : Der Sturm ist zurück

St. Peter-Ording: Auf dem Meer sind meterhohe Wellen, die Pfahlbauten stehen weit im Wasser auf dem völlig überfluteten Strand.
St. Peter-Ording: Auf dem Meer sind meterhohe Wellen, die Pfahlbauten stehen weit im Wasser auf dem völlig überfluteten Strand.

Es geht wieder los: Im Nordwesten Schleswig-Holsteins ist es erneut sehr stürmisch. Nach Orkan „Christian“ müssen vor allem die Menschen auf den Nordfriesischen Inseln mit schweren Sturmböen mit mehr als 100 Stundenkilometern rechnen. Der Zugverkehr ist eingeschränkt.

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03. November 2013, 12:35 Uhr

Die Spuren von Orkantief „Christian“ sind noch nicht beseitigt, da erreicht schon der nächste Sturm das Land. Für den Nordwesten Schleswig-Holsteins warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag vor schweren Sturmböen, die Windstärke 10 erreichen (102 km/h) können. Kurze Gewitter an der Nordsee seien zudem nicht ausgeschlossen.

Am stärksten seien die Nordfriesischen Inseln betroffen, in den weiteren Landesteilen muss mit Sturmböen (Windstärke 9) und im Bereich Lauenburg lediglich mit stürmischen Böen gerechnet werden. „Das Maximum erwarten wir in den Mittagsstunden bis zum frühen Nachmittag“, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried. Auslöser ist das Tief Friedrich, das über die Nordsee zieht.

Die Feuerwehren haben viel zu tun: Die Einsatzkräfte rücken am Nachmittag in Nordfriesland und Flensburg an. Bäume stürzen um, Dachteile müssen befestigt werden.

Wegen des starken Windes ist der Betrieb des Sylt-Shuttle am Sonntag vorübergehend eingeschränkt worden. Der Autozug dürfe zeitweise aus Sicherheitsgründen keine größeren Fahrzeuge transportieren, sagte ein Bahn-Sprecher in Berlin. Auf Helgoland wurde der Betrieb der Fähre unterbrochen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Helgoland mitteilte.

Außerdem teilte die Bahn mit, dass sie ihre Aufräumarbeiten nach Orkan „Christian“ zwar weitgehend abgeschlossen hat. Weiterhin beeinträchtigt sei jedoch die Fernverkehrstrecke von Hamburg über Flensburg nach Padborg (Dänemark). Im Nahverkehr zwischen Neumünster und Rendsburg würde zudem weiterhin ein Schienenersatzverkehr mit Bussen verkehren.

Bereits am Montag folgt das nächste Tief, dann soll es auch deutlich kühler werden. Die Temperaturen fallen auf sechs bis sieben Grad. Am Dienstag wird es etwas ruhiger, wenn auch offenbar nur vorübergehend: „Die Windvorhersagen zeigen in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochschon wieder sehr starke Signale für Sturm“, so DWD-Meteorologe Trippler. 

Einen Überblick über die Situation auf den Strecken der Nord-Ostsee-Bahn gibt es unter: http://www.nob.de/strecken-fahrplaene/linien-ubersicht/1-bahn-nord-ostsee-bahn

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