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Mehrere Sperrungen und ein Toter : Der krasse Stausamstag auf der A7

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Aus der Onlineredaktion

Wegen einer vermeintlichen Rohrbombe musste die A7 voll gesperrt werden. Doch das war bei Weitem noch nicht alles.

Auf der A7 in Schleswig-Holstein wurden die Autofahrer am Samstag auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Gleich an mehreren Stellen gab es Staus und zähen Verkehr. So musste die A7 zwischen dem Kreuz Rendsburg und Warder wegen einer vermeintlichen Rohrbombe voll gesperrt werden. Bei Quickborn starb ein Mann, als er unvermittelt auf die Fahrbahn lief.

Nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstands hatte die Polizei die A7 bei Emkendorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) am Samstagmittag gut zwei Stunden lang voll gesperrt. Betroffen war die Strecke zwischen dem Kreuz Rendsburg und der Anschlussstelle Warder. Auf dem Seitenstreifen sei ein etwa 35 Zentimeter langer Kunststoffkörper entdeckt worden, der wie eine Rohrbombe gewirkt habe, sagte ein Polizeisprecher. Der Kampfmittelräumdienst gab schließlich Entwarnung. Allein in Richtung Norden staute sich der Verkehr nach Angaben des Sprechers auf rund 13 Kilometern.

Ein Sattelzug wurde in gehörigem Abstand zur mutmaßlichen Bombe auf der Fahrbahn als Barriere und Deckung quergestellt.

Ein Sattelzug wurde in gehörigem Abstand zur mutmaßlichen Bombe auf der Fahrbahn als Barriere und Deckung quergestellt.

Foto: J. Krüger
 

Weiter südlich ereignete sich auf der A7 bei Quickborn (Kreis Pinneberg) ein Zusammenstoß zwischen einem 33-Jährigen und einem Sattelzug, der für den Mann tödlich endete. Nach Angaben der Polizei hatte er sein Auto in einer Nothaltebucht abgestellt und war unvermittelt vor das Fahrzeug gelaufen. Der 47 Jahre alte Fahrer des Sattelzugs konnte den Zusammenprall nicht mehr verhindern. Die A7 wurde in Höhe Raststätte Holmmoor in Fahrtrichtung Hamburg gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Auch in der Gegenrichtung stockte der Verkehr ab Hamburg-Schnelsen-Nord Richtung Norden auf neun Kilometern.

Auch Grenzkontrollen verursachten Stau. So gab es am deutsch-dänischen Grenzübergang bei Ellund am Sonnabendnachmittag einen Rückstau auf etwa vier Kilometern Länge, weil die dänische Polizei dort nur auf einem Fahrstreifen die Fahrzeuge kontrollierte. Dänemark-Reisende musste Wartezeiten von 30 bis 50 Minuten einplanen.

Vor dem deutsch-dänischen Grenzübergang bei Ellund bildete sich ein etwa vier Kilometer langer Stau.

Vor dem deutsch-dänischen Grenzübergang bei Ellund bildete sich ein etwa vier Kilometer langer Stau.

Foto: Karsten Sörensen
 

Am Samstagabend sollte die A7 zwischen Quickborn und Hamburg-Schnelsen-Nord in beiden Richtungen wegen eines Brückenabriss ab 21 Uhr voll gesperrt werden. Autofahrern wurden empfohlen, der Umleitungsbeschilderung zu folgen. Die Vollsperrung sollte bis zum Sonntagmorgen um 9 Uhr bestehen.

Bereits am späten Freitagnachmittag war der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Schuby und Jagel für Asphaltierungsarbeiten gesperrt worden. Erst am Sonntag gegen 21 Uhr soll die Strecke dort wieder freigegeben werden. Wegen dieser Sperrung der A7 im Raum Schleswig kann das Autofahren in Richtung Süden über das ganze Wochenende zur Nervenprobe werden.

Die A7 ist von Schuby Richtung Jagel wegen Asphaltierungsarbeiten gesperrt.

Die A7 ist von Schuby Richtung Jagel wegen Asphaltierungsarbeiten gesperrt.

Foto: W. Borm
 

Wegen des Beginns der Sommerferien in Dänemark wurde für das Wochenende auch stärkerer Verkehr aus dem Nachbarland erwartet. Reisenden, die nach Hamburg oder noch weiter südlich wollen, wurde die Umleitung ab der Anschlussstelle Flensburg über die Westküstenroute (B200, B5, A23) via Husum und Heide empfohlen. Für Ziele weiter nördlich bot sich eine kürzere Umleitung von Tarp bis Jagel an.

Alle aktuellen Informationen erhalten Sie auch über unseren Verkehrsmonitor.

(mit dpa)

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erstellt am 24.Jun.2017 | 17:05 Uhr

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