Wettervorhersage : „Der Herbst kommt brachial“: Ab Freitag wird es stürmisch in SH

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Ein Spaziergänger ist bei Sturm am Strand von St. Peter-Ording unterwegs. /Archiv
Ein Spaziergänger ist bei Sturm am Strand von St. Peter-Ording unterwegs. /Archiv

Ab Freitagvormittag drohen an der Nordsee schwere Sturmböen. Dazu gibt es Gewitter und Starkregen bis zur Ostsee.

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19. September 2018, 11:24 Uhr

Kiel | „Der erste Herbststurm kommt am Wochenende brachial“, sagt Sebastian Wache von der „Wetterwelt“ in Kiel. Und damit meint er nicht nur kühlere Temperaturen und viel Regen – sondern vor allem Wind.

Mit bis zu 27 Grad im südlichen Schleswig-Holstein wird es bis zum Freitag noch recht sommerlich. Dann schwenkt das Wetter am Freitagvormittag von der Nordsee her allerdings schnell um. Grund ist eine Kaltfront über Großbritannien und später auch Skandinavien, die am Wochenende von Westen her über den Norden hinweg zieht.

Das noch unbenannte Tief hat Regen, Gewitter und Sturmböen im Gepäck. „An der Nordseeküste kann es schon mal bis Windstärke 11 gehen“, sagt Wache. Vereinzelt seien auch Orkanböen möglich.

Grafik: dpa
Grafik: dpa
 

Dort wo sich lokale Gewitterzellen bilden, könne es auch im Binnenland sehr stürmisch werden. Mit starken Winden sei aber ohnehin im ganzen Land zu rechnen. Die Temperaturen liegen dann an der dänischen Grenze nur noch bei rund 13 bis 14 Grad, im Süden ist es etwas wärmer.

Zweites Sturmtief am Montag

„Die zweite Runde startet dann am Montag“, sagt Wache. Dann soll ein weiteres Tief laut den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle mit seinem Kern über Dänemark in Richtung Osten hinwegziehen und so in Schleswig-Holstein für Sturm sorgen. „An der Nordseeküste muss dann mit Böen in Orkanstärke gerechnet werden“, sagt Wache. Allerdings sei die genaue Zugrichtung derzeit noch unklar, weshalb sich die Prognose noch ändern könne.

„Gerade weil die Bäume noch Laub tragen, sollten Menschen im Freien besonders vorsichtig sein“, sagt Wache. Wer wegen des aktuell noch guten Wetters Gartenmöbel rausstellt oder vor seinem Geschäft Aufsteller stehen hat, sollte diese bis Freitagvormittag besser sichern, rät der Meteorologe. Denn „erst Mitte nächster Woche ist mit einer Wetterberuhigung zu rechnen“. Unter Hochdruckeinfluss werde es dann wieder freundlicher. Deutlich mehr als 15 Grad seien aber im nördlichen Schleswig-Holstein dann nicht mehr drin.

Erster Bodenfrost möglich

Und Wache denkt schon jetzt an den Räderwechsel. „Möglicherweise ist ab Mitte der nächsten Woche, wenn es windstill und sternenklar ist, schon mit den ersten Bodenfrösten zu rechnen.“ Gebiete wie Quickborn seien da prädestiniert, sagt der Meteorologe. „Es kann mit den Temperaturen auf nur noch drei oder vier Grad runtergehen.“

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