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Sicher durch die eisige Jahreszeit : Der erste Frost: Kein Grund für kalte Füße

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Kratzen, rutschen, frieren bei Frost. shz.de hat Tipps und Tricks zusammen gestellt, um stressfrei die Probleme der kalten Jahreszeit zu umgehen.

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2014 | 19:23 Uhr

Jeder kennt ihn, jeder erwartet ihn, und doch kommt er alle Jahre wieder überraschend: Der erste Frost. Unvorbereitet in diese Zeit rein rutschen muss jedoch keiner. Bereits Kleinigkeiten helfen dabei, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, die bereits vor der Tür steht.

Das Auto

Ein absolutes Muss in der winterlichen Autoausrüstung: der Eiskratzer.
Ein absolutes Muss in der winterlichen Autoausrüstung: der Eiskratzer. Foto: Armin Weigel
 

Wer sich das lästige Kratzen ersparen will, legt abends einfach eine Alufolie über die Scheibe. So wird die Eisbildung auf der Windschutzscheibe verhindert und man kann morgens mit freier Sicht durchstarten.

Wer keine Abdeckfolie parat hat, sollte abends die Scheibenwischanlage laufen lassen, um die Scheibe von Schmutz zu reinigen. So entfernt man Streusalzpartikel, die beim morgendlichen Kratzen die Scheibe beschädigen können. Anschließend sollte man die Scheibenwischer hochklappen. Das verhindert das Festfrieren des Gummis an den Scheiben.

Ein Tipp für Autofahrer mit offen liegenden mechanischen Tür- und Klappschlössern: diese abends mit Klebeband abkleben. So wird das Eindringen von Wasser verhindert, was später gefrieren könnte. Wenn dies bereits passiert ist, hilft Enteisungspray.

Gegen das Gefrieren der Scheibe von Innen hilft Lüften. Die Türen für ein paar Minuten offen stehen zu lassen, lässt die warme Luft von Innen gemeinsam mit der Feuchtigkeit entweichen. Sollte dies nicht reichen, kann man auch hier zum Kratzer greifen. Herab fallendes Eis fängt der Autofahrer auf und entfernt es aus dem Fahrzeug.

Auch volle Wasserflaschen sollten nicht im Fahrzeug liegen bleiben. Frost lässt das Wasser gefrieren, wodurch es zum Platzen der Flasche kommen kann.

Das Fahrrad

Wer in der kalten Jahreszeit weiterhin Fahrradfahren will, sollte besonders auf seine Bremsen achten. Ein Bremstest vor dem Antritt der Fahrt kann einem zeigen, ob sie funktionieren oder durch eingedrungenes Wasser gefroren sind.

Auch ein Lichttest ist wichtig. Neben der Kälte wird es in dieser Jahreszeit zunehmend dunkler. Man sollte also darauf achten, helle Kleidung zu tragen, und ein funktionierendes Lichtsystem am Fahrrad zu haben.

Ein weiterer Schutz gegen Nässe, Schmutz und das Streusalz ist, alle beweglichen Teile zu schmieren. So kann das Ansetzen von Rost an der Kette verhindert werden.

Vor allem in der kalten Jahreszeit sollte man auf den Abstand und ein angemessenes Tempo achten. Glatte Straßen und noch immer auf dem Boden liegendes Laub machen die Straßen rutschig.

Rutschpartie für Fußgänger

Der Frost macht es nicht nur dem Auto- und Radfahrer schwer, sondern auch den Fußgängern. Glatte Straßen und liegengebliebenes Laub können für Rutschpartien sorgen. Vom Vorteil sind hier Schuhe mit Profil. Diese verhindern das Ausrutschen auf glatten Straßen.

Wer nicht frierend von A nach B kommen möchte, der sollte auf den sogenannte Zwiebellook (viele Klamotten übereinander) umsteigen. So bleibt man warm und kann den Spaziergang gemütlich angehen lassen, anstatt einen Dauerlauf zu absolvieren.

Helle Kleidung ist auch hier angebracht, da andere Verkehrsteilnehmer Fußgänger damit besser und frühzeitiger wahrnehmen können.

Der Garten

Auch im Garten hält der Frost Einzug. Die Pflanzen sollten ebenfalls vorbereitet werden. Empfindliche Pflanzen werden mit einer Mulchschicht abgedeckt.

Anders als viele vermuten, erfrieren die Pflanzen nicht in der kalten Jahreszeit, sondern verdursten. Bei Sonnenschein verdunstet das Wasser über die Blätter, doch der gefrorene Boden verhindert eine Neuaufnahme. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, empfindliche Pflanzen, wie zum Beispiel Rosen, im Schatten zu halten.

Der Gartenteich

Ein Styroporring verhindert das komplette Zufrieren der Wasseroberfläche.
Ein Styroporring verhindert das komplette Zufrieren der Wasseroberfläche. Foto: imago/imagebroker
 

Auch der Gartenteich muss winterfest gemacht werden. Abgestorbene Pflanzenteile und Laub sollten aus dem Teich entfernt werden. Fäulnisgase, die sich durch zu viel Schlamm auf dem Boden entwickeln, sind für die Lebewesen im Teich schädlich. Das Absaugen von Schlamm sollte deshalb auch gemacht werden, um das Leben der Wasserbewohner leichter zu machen.

Sauerstoff ist auch für die Wasserbevölkerung wichtig. Eine zugefrorene Wasserdecke ist aus diesem Grund nach Möglichkeit zu vermeiden. Kleine, schwimmende Styroporringe auf der Wasseroberfläche verhindern stellenweise das Zufrieren.

Winterfütterung der Vögel

Vögel haben es in der kalten Jahreszeit nicht so leicht. Durch Verschlechterung der Umweltbedingungen fällt das Futterangebot für die hiesigen Vögel gering aus. Wer dazu füttern will, sollte drauf achten, das richtige Futter hinzulegen.

So gibt es nicht nur die Körnerfresser, sondern auch die Weichfutterfresser, wie die Amsel. Diese bevorzugen Futter, welches Wasser enthält, zum Beispiel Äpfel. Dass Weichfutter muss frisch sein, da diese Nahrungsmittel schnell gefrieren können und somit schädlich für das Tier sind.

Das Haus

Das Haus schützt vor Wind und Frost. Damit das auch so bleibt, muss Einiges getan werden. Unter anderem sollte man das Dach inspizieren. Bereits kleine Schäden an Ziegeln können Wasser das Eindringen erleichtern und am Haus Frostschäden verursachen.

Das Reinigen der Dachrinne vom herbstlichen Laub sollte auch nicht vernachlässigt werden. Wasser kann bei Verstopfungen nicht abfließen und Frostschäden an der Regenrinne verursachen.

Die außenliegenden Wasseranschlüsse müssen entleert werden. Dafür stellt man die im Haus liegenden Absperrhähne ab und lässt das sich noch in der Leitung befindende Wasser raus. Dafür müssen die Wasserhähne geöffnet werden, bis nichts mehr herauskommt.

Auch die Fenster- und Türdichtungen sollten überprüft und bei Bedarf gereinigt und repariert werden. So verhindert man das Festfrieren der Dichtungen, was beim Öffnen des Fensters zu Schäden des Gummis führen kann.

Wenn der Frost im Land Einzug gehalten hat, vermeidet man nach Möglichkeit, die Fenster zu öffnen. Doch um Schimmelbildung vorzubeugen, sollten man auch in dieser Zeit lüften. Vermeiden sollte man jedoch das energieverschwendende Kippen des Fensters. Stoßlüften ist in dieser Jahreszeit das Zauberwort. Am besten die Fenster mehrmals täglich für ein paar Minuten ganz aufmachen.

Camping

Wenn der erste Frost einkehrt, sollte man das Wohnmobil für den Winter rüsten.
Wenn der erste Frost einkehrt, sollte man das Wohnmobil für den Winter rüsten. Foto: imago/rech
 

Wenn der Frost naht, bevorzugen viele lieber das Haus Stein und Holz. Das Wohnmobil kommt dann in den wohlverdienten Winterschlaf. Das Winterquartier sollte überdacht und gut geschützt sein.

Eine Außenreinigung ist Pflicht. Zeitgleich können Schrammen und Schäden gefunden und repariert werden. Anschließend ist es ratsam, vor allem Fahrzeuge, die draußen stehen, mit Wachs zu versiegeln. Das schützt vor der frostigen Zeit.

Wie beim Haus muss auch beim Wohnmobil die Dichtung von Tür und Fenster überprüft, gereinigt und eventuell repariert werden. Ebenso sind die Wasserleitungen zu entleeren und gegebenenfalls zu reinigen. Im inneren Bereich sollten alle Schränke offen gelassen werden, um einer Schimmelbildung entgegen zu wirken.

Bewegliche Teile, vor allem die Kurbelstützen, müssen gefettet werden, bevor sie mit einer Deichselhaube überstülpt vor der Kälte gesichert werden.

Befindet das Wohnmobil sich in seinem Winterquartier, geht es darum, die Reifen zu entlasten. Durch Herausdrehen der Stützen erhöht man den Reifendruck um 0,3 bis 0,5 bar. Die Feststellbremse sollte nicht angezogen werden. Es ist besser, den Wagen mit Keilen gegen das Wegrollen zu sichern.

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