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Kiel und Hamburg : Demonstrationen für Solidarität mit Kurden

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Aus der Onlineredaktion

Bei Protestmärschen in der Nacht forderten die Demonstranten von der Bundesregierung, die bedrängten Kurden in Syrien mehr zu unterstützen. In Hamburg bleibt die Kundgebung nicht ganz friedlich.

Hamburg/Kiel | Mehrere hundert Menschen haben am Montagabend in Hamburg und Kiel für Solidarität mit den Kurden in der umkämpften syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane demonstriert. In Hamburg versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 200 überwiegend kurdischen Demonstranten zu einem unangemeldeten Protestmarsch vom Hauptbahnhof zum Rathausplatz. Dem Zug folgten vereinzelt auch Teilnehmer linker Gruppierungen.

Vor dem Rathaus projizierten die Demonstranten Nachrichtenbilder aus den umkämpften Krisenregionen an die Wand. Dabei schwenkten sie Fahnen und riefen Parolen zur Unterstützung der Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Auf einigen Fahnen war Abdullah Öcalan abgebildet, der Chef der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Die Demonstration sei zunächst weitgehend friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Erst nachdem sich die Gruppe vom Rathausplatz zurück zum Hauptbahnhof bewegte, wurden mehrere Autos und ein türkischer Imbiss demoliert. Insgesamt 14 Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Auch in Kiel versammelten sich rund 200 Menschen am Abend zu einer Demonstration am Hauptbahnhof. Von dort aus zog ein unangemeldeter Protestzug lautstark und friedlich zum Landesfunkhaus des Norddeutschen Rundfunks. Einige Teilnehmer gelangten in den Eingangsbereich des Landesfunkhauses, verließen das Gebäude nach Polizeiangaben aber nach kurzer Zeit wieder freiwillig.

Eine NDR-Sprecherin sagte am Dienstag, wegen eines zu der Zeit erfolgten Wachwechsels habe es kurz vor Mitternacht zwar kurzfristig etwas Aufregung gegeben. Die Demonstranten seien aber nach kurzer Zeit wieder ganz friedlich aus dem Funkhaus herausgekommen.

Konsequenzen aus dem Vorfall will der Sender nicht ziehen: „Wir werden keine Sicherheitsvorkehrungen verschärfen.“

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erstellt am 07.Okt.2014 | 08:07 Uhr

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