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Regionaler Jahresrückblick : Das hat uns in SH 2016 bewegt - von Oktober bis Dezember

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Horrorclowns treiben ihr Unwesen. Schloss Gottorf soll schöner werden. Und immer wieder Bahnchaos auf Sylt.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2016 | 19:08 Uhr

7. Oktober: Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler ist tot

Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) stirbt nach langer Krankheit im Alter von 67 Jahren. „Unsere Kultursenatorin hat bis zum Schluss dafür gekämpft, sich schon bald wieder mit voller Kraft für diese Stadt und ihre Kultur einsetzen zu können. Auch ich habe gehofft, dass sie diesen Kampf gewinnen wird“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Kisselers Arbeit war untrennbar mit der Fertigstellung der Elbphilharmonie verbunden, deren Eröffnung sie jedoch nicht mehr miterlebte.

10. Oktober: Dorschfang-Quote in der Ostsee um 56 Prozent gekürzt

Die EU-Fischereiminister einigen sich auf eine Kürzung der EU-Dorschfang-Quote - und das ist für die schleswig-holsteinischen Fischer ein Riesenproblem. Im Westen der Ostsee sinkt die Fangmenge um 56 Prozent gegenüber 2016, in der östlichen Ostsee um 25 Prozent. Sollten der Bund und die EU nicht schnell zusätzliche Hilfen bereitstellen, müssten viele Fischer aufgeben, so die Befürchtung des Landesfischereiverbandes. Erstmals bekommen auch Freizeitfischer Obergrenzen. Umweltverbänden geht die Einigung nicht weit genug.

12. Oktober: BGH kassiert Freisprüche gegen sechs Ex-HSH-Manager

Dirk Jens Nonnenmacher.
Freigesprochen: Dirk Jens Nonnenmacher im Hamburger Landgericht. Foto: dpa

Im Fall um komplizierte Geschäfte mit Millionenverlusten der HSH Nordbank kassiert der Bundesgerichtshof (BGH) die Freisprüche gegen sechs frühere Manager. Der Fall muss neu aufgerollt werden und wird dafür an eine andere Strafkammer an das Hamburger Landgericht zurücküberwiesen. Vorstände der Landesbank, darunter auch die ehemaligen Chefs Hans Berger und Dirk Jens Nonnenmacher, werden sich erneut wegen Untreue und in zwei Fällen auch wegen Bilanzfälschung verantworten müssen.

16. Oktober: 16-Jähriger an der Hamburger Alster getötet

Am ersten Wochenende der Herbstferien tötet ein Unbekannter einen 16-jährigen Schüler an der Hamburger Alster mit mehreren Messerstichen. Die Begleiterin des Jugendlichen stößt der Angreifer an der Kenndybrücke ins Wasser. Die 15-Jährige kann sich unverletzt ans Ufer retten. Zwei Wochen später bekennt sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu der Tat. Am 4. November meldet sich die Terrormiliz erneut über Twitter und korrigiert einen Fehler in ihrer ersten Meldung. Die Polizei erklärt am 7. November, sie halte einen Zusammenhang zwischen dem IS und der Tat für wenig wahrscheinlich. Für Hinweise auf den Täter setzen die Ermittlungsbehörden eine Belohnung von 5000 Euro aus. Das bereits am 2. November herausgegebene Phantombild des Täters wird auf mehrsprachigen Plakaten auch in Flüchtlingsunterkünften aufgehängt. Die Ermittler prüfen inzwischen eine Verbindung zum Täter vom Breitscheidplatz in Berlin, Anis Amri: Der fuhr am 19. Dezember mit einem Lkw in einen Weihnachtsmarkt. Zwölf Menschen starben bei dem Anschlag.

16. Oktober: Familiendrama in Wedel - Kinder, Mutter und Vater tot

<p>Ermittler untersuchen das Wohnhaus in Wedel, in dem zwei tote Kinder aufgefunden wurden.  </p>

Ermittler untersuchen das Wohnhaus in Wedel, in dem zwei tote Kinder aufgefunden wurden. 

Foto: Hamburgnews
 

In einem Haus in Wedel bei Hamburg werden die Leichen von zwei Kleinkindern entdeckt. Wenig später wird in Hamburg die Leiche des Vaters gefunden. Die Mutter wird tags darauf ebenfalls tot aufgefunden - vergraben in einem Gebüsch direkt hinter dem Bungalow der vierköpfigen Familie. Die Ermittler gehen davon aus, der 49 Jahre alte Mann seine Ehefrau sowie das fünfjährige Mädchen und seinen zwei Jahre alten Bruder getötet und dann Suizid begangen hat. Als Auslöser der Gewalttat wird eine möglicherweise bevorstehende Trennung des Paares vermutet.

18. Oktober: Der Sylt Shuttle der Deutschen Bahn bekommt Konkurrenz

Nach monatelangen Verzögerungen schickt der private Bahnbetreiber RDC erstmals seinen auffällig blau lackierten Sylt-Autozug auf die Reise. Mit Beginn des Winterfahrplans ab 11. Dezember soll der reguläre Betrieb mit täglich 14 Fahrten über den Hindenburgdamm angeboten werden. Wegen Gleisbauarbeiten pendelt der Autozug zunächst nur mit einem eingeschränkten Angebot zwischen dem Festland und der Nordseeinsel. Im Dezember meldet das Unternehmen enttäuscht: Die Züge sind nicht ausgelastet.

21. Oktober: Erster Horror-Clown taucht in Schleswig-Holstein auf

Nachrichten von Horrorclowns, die mit gruseligen Masken und Baseballschlägern Angst und Schrecken verbreiten, gehen um die Welt. Der Trend kommt auch nach Europa - und nach Schleswig-Holstein: Ein kostümierter Mann erschreckt zahlreiche Passanten mit einem Baseballschläger in Morsum auf Sylt. Er soll an das Fenster eines Hauses geklopft und dadurch die Bewohnerin schockiert haben, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion in Flensburg. Mehrere verängstigte Sylter hatten demnach die Polizei gerufen. Auf Facebook machen Fake-News über einen Vorfall in Neumünster die Runde - dort trieben aber keine Horrorclowns ihr Unwesen. Eine Übersicht über Horrorclown-Meldungen in Deutschland und Dänemark finden Sie hier.

25. Oktober: Annie Bøgild von „Annies Kiosk“ in Sønderhav ist tot

<p>Annie Bøgild vor ihrem Imbiss in Sønderhav. (Archiv).</p>

Annie Bøgild vor ihrem Imbiss in Sønderhav. (Archiv).

Foto: DN

Die Betreiberin des Kult-Imbiss an der Flensburger Förde stirbt im Alter von 66 Jahren. Annie Bøgild leitete 50 Jahre lang den legendären Hotdog-Stand „Annies Kiosk“ vor den Ochseninseln. Den vor allem von Motorradfahrern viel frequentierten Imbiss, der eine Sehenswürdigkeit in der deutsch-dänischen Grenzregion ist, hatte Bøgild seit 1974 zunächst als Miteigentümerin und später eigenständig betrieben. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel war bei Annie zu Gast, die angeblich den „weltbesten Hotdog“ brutzelte. Wie es mit der Hotdog-Bude weitergeht, ist auch Ende des Jahres noch nicht klar.

26. Oktober: Timmendorfer Edel-Disko „Nautic geht in Flammen auf

Im Zentrum von Timmendorfer Strand brennt die Edel-Disko „Nautic“ ab. Auch der „Nautic Garden“ und sechs weitere Geschäfte werden durch das Löschwasser zerstört. Für Aufsehen sorgte nach dem Einsatz ein Feuerwehrmann: Er beklagte sich bei Facebook über die vielen Gaffer, die die Arbeiten der Feuerwehr behindert hätten. Sie hätten sogar die Brötchen der Retter gegessen.

28. Oktober: Ingbert Liebing verzichtet auf CDU-Spitzenkandidatur für Landtagswahl

<p>Daniel Günther (Mitte) soll die Nord-CDU aus der Krise führen. Ingbert Liebing (r.) tritt als Landeschef und Spitzenkandidat zurück. Johannes Wadephul (l.) bleibt stellvertretender Parteivorsitzender.  </p>

Daniel Günther (Mitte) soll die Nord-CDU aus der Krise führen. Ingbert Liebing (r.) tritt als Landeschef und Spitzenkandidat zurück. Johannes Wadephul (l.) bleibt stellvertretender Parteivorsitzender. 

Foto: Peter Höver

Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein verkündet der CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing unerwartet den Verzicht auf die Spitzenkandidatur. Auch für den Landesvorsitz will der 53-Jährige nicht wieder kandidieren. Der Bundestagsabgeordnete zog damit die Konsequenz aus schlechten Umfragewerten und innerparteilicher Kritik. Zum Nachfolger als Landeschef wird am 19. November Landtagsfraktionschef Daniel Günther (43) gewählt. Zum Spitzenkandidaten soll er am 4. Februar 2017 gekürt werden.

4. November: Plaza der Hamburger Elbphilharmonie eröffnet

Zwei Monate vor der Eröffnung der Elbphilharmonie wird die öffentliche Plaza in 37 Metern Höhe mit einem Festakt eingeweiht. Nach knapp zehnjähriger Bauzeit und einer Kostenexplosion übergab der Baukonzern Hochtief das spektakuläre Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron an die Stadt. Auch das Hotel und die Gastronomie auf drei Etagen öffneten für die Besucher. Ursprünglich sollte die Elbphilharmonie bereits 2010 eröffnet werden. Die Kosten stiegen von 77 auf 789 Millionen Euro.

8. November: Tote Wasservögel in Plön gefunden - Geflügelpest bricht in SH aus

<p>Die Funde der Reiherente konzentrieren sich anfangs auf drei Seen rund um Plön. Mittlerweile sind alle Kreise und kreisfreien Städte betroffen.</p>

Die Funde der Reiherente konzentrieren sich anfangs auf drei Seen rund um Plön. Mittlerweile sind alle Kreise und kreisfreien Städte betroffen.

Foto: NABU / Carsten Pusch

Mehr als hundert verendete Wasservögel werden an mehreren Seen bei Plön gefunden. Ausgelöst wurde das Vogelsterben durch die Geflügelpest. Das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat aggressive Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen. In den kommenden Wochen werden bundesweit und auch im Ausland immer mehr Fälle von Vogelgrippe auch bei Hausgeflügel nachgewiesen. Tausende Tiere müssen gekeult werden. Ende des Jahres sind folgende Wildvögel in SH betroffen: Reiher-, Stock-, Eiderente, Säger, Gans, Möwe, Schwan, Seeadler, Bussard und Eule.

10. November: 15,6 Millionen Euro für das Landesmuseum Schloss Gottorf

Anbau: So soll die Ostseite von Schloss Gottorf in Zukunft aussehen.
Anbau: So wird die Ostseite von Schloss Gottorf in Zukunft aussehen. Foto: Holzer/Kobler
 

Der Haushaltsausschuss des Bundestagstags gibt dem Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig überraschend eine Zusage über 15,6 Millionen Euro. Mit dem Geld soll das Museum unter anderem ein neues Eingangs- und Veranstaltungsgebäude erhalten und barrierefrei werden. „Damit wird nun - vorzeitiger als bisher gedacht - ein moderner Anbau für Schloss Gottorf ermöglicht“, sagte Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW). Über den geplanten gläsernen Anbau entzündet sich daraufhin eine öffentliche Debatte. Baubeginn könnte 2018 sein.

29. November: Frauenleiche im Sachsenwald gefunden

Tagelang sucht die Polizei Hamburg im Sachsenwald im Kreis Herzogtum Lauenburg nach einer vermissten Kollegin, schließlich finden die Beamten eine Frauenleiche. Der Körper lag in der Nähe des Mühlenteichs, sagte ein Polizeisprecher shz.de. Die Obduktion der Leiche ergibt am nächsten Tag, dass es sich um die Vermisste handelt.

1. Dezember: Dr. Oetker verkauft Hamburg Süd an Maersk

<p>Bei der Reederei Hamburg Süd stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel.</p>

Bei der Reederei Hamburg Süd stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Foto: dpa
 

Der Backwarenproduzent Dr. Oetker trennt sich von seiner Schifffahrtssparte und verkauft die Reederei Hamburg Süd an den dänischen Branchenführer Maersk. Oetker verliert damit rund die Hälfte seines Umsatzes von 12 Milliarden Euro. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll der Verkauf bis Ende 2017 umgesetzt werden. Zu den Gründen des Verkaufs verweist das Management auf den Konsolidierungsprozess in der Branche. Um mithalten zu können, so Dr. Oetker, sei ein höherer Kapitalbedarf notwendig geworden.

7. Dezember: Frau vor Klinik in Kronshagen angezündet

Auf offener Straße wird in Kronshagen bei Kiel eine Frau angezündet. Als mutmaßlicher Täter wird der Ehemann verhaftet. Er gesteht die Tat. Das Opfer, das am ganzen Körper gebrannt hatte, stirbt noch am Abend. Die aus Togo in Westafrika stammende 38-Jährige hatte sich stark in deutsch-afrikanischen Frauenprojekten engagiert. Im Januar sollte die Mutter von zwei kleinen Jungen eine Arbeit beim Flüchtlingsbeauftragten des Landes aufnehmen. Die Tat löst im ganzen Land Entsetzen und Trauer aus.

8. und 9. Dezember: OSZE-Treffen in Hamburg

<p>Die Messehallen sind am 9.12.2016 in Hamburg hinter einem Kontrollposten zu sehen. Die Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) findet am 8. und 9. Dezember in den Messehallen in Hamburg statt.</p>

Die Messehallen sind am 9.12.2016 in Hamburg hinter einem Kontrollposten zu sehen. Die Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) findet am 8. und 9. Dezember in den Messehallen in Hamburg statt.

Foto: dpa

Rund 50 Außenminister, 1300 Delegierte, mehr als 13.000 Landes- und Bundespolizisten: Mitten in Hamburg - in der Nähe des Schanzenviertels - findet unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen eine Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) statt. Die Demos verlaufen ruhig, die Delegierten können sich auf keine gemeinsame Abschlusserklärung einigen.

11. Dezember: Neuer Fahrplan soll Sylter Bahnchaos bändigen

Volle Bahnsteige wie dieser: Seit Mitte November auf der Strecke nach Sylt Alltag.
Volle Bahnsteige wie dieser: Seit Mitte November auf der Strecke nach Sylt Alltag. Foto: Bonnichsen

Seit Mitte November herrscht Ausnahmezustand an den Bahnhöfen an der Westküste, weil die Nord-Ostsee-Bahn auf einen Schlag ihre Flotte an Personenwaggons stilllegen musste. Alle Wagenkupplungen der Reisezugwagen des kanadischen Herstellers Bombardier müssen einer Revision unterzogen werden. Die Bahn-Tochter DB Regio übernimmt die 238 Kilometer lange Strecke von Hamburg-Altona bis Westerland auf Sylt im Dezember. Die Nord-Ostsee-Bahn hatte die Marschbahn-Linie nach einer europaweiten Ausschreibung des Landes Schleswig-Holstein im September 2015 an die DB Regio verloren. Die Bahn verspricht: Mit dem Fahrplanwechsel wird alles besser. Mit dem Hauptproblem der kaputten Wagen hat aber auch die DB Regio AG als neuer Betreiber künftig zu kämpfen. Das Unternehmen, das sich in der Ausschreibung des Landes gegen die NOB und die Firma Abellio hatte durchsetzen können, will die Waggons vom Konkurrenten NOB übernehmen. Bis dahin fahren alte Wagen nach Sylt.

16. Dezember: A7 erstmalig sechsspurig

Auf der Autobahn A7 in Schleswig-Holstein rollt der Verkehr auf einem ersten Teilstück sechsspurig. Die letzten Baken für die dritte Fahrspur werden weggeräumt, Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) schaut zu. Das Teilstück zwischen Neumünster-Nord und dem Bordesholmer Dreieck ist 6,5 Kilometer lang. Der sechsspurige Ausbau der A7 auf insgesamt 65 Kilometern vom Bordesholmer Dreieck bis zum Autobahndreieck Hamburg Nordwest dauert bereits zwei Jahre und soll bis Ende 2018 fertig sein. Bereits im Frühjahr sollen drei weitere Bauabschnitte sechspurig ausgebaut sein. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Auf shz.de berichten wir über die Anfänge der A7.

19. Dezember: Baby zu Tode geschüttelt - elf Jahre Haft

Ein Schild mit der Aufschrift „Ruhe infrieden kleiner Engel. R.I.P. Tayler', Kerzen und ein Plüschtier stehen in Hamburg vor einem Wohnblock im Stadtteil Altona-Nord.

Ein Schild mit der Aufschrift „Ruhe infrieden kleiner Engel. R.I.P. Tayler", Kerzen und ein Plüschtier stehen in Hamburg vor einem Wohnblock im Stadtteil Altona-Nord.

Foto: Daniel Bockwoldt

Im Prozess um das zu Tode geschüttelte Baby Tayler verurteilt das Hamburger Landgericht den Stiefvater zu elf Jahren Haft wegen Totschlags. Der 13 Monate alte Tayler sei von dem Angeklagten massiv und gewaltsam „zehn bis 15 Mal geschüttelt“ worden, begründet die Vorsitzende Richterin ihr Urteil. Tayler war am 12. Dezember 2015 mit schwersten Hirnverletzungen und einem Schütteltrauma in die Notaufnahme des Universitätsklinikum Eppendorf gebracht worden. Er starb eine Woche später. Das Kind stand zum Tatzeitpunkt unter Betreuung des Jugendamtes.

25. Dezember: Sturmtief „Barbara“ wirbelt durch Schleswig-Holstein

Eine Tanne flog kurz vor Ahrensburg in den Lärmschutzwall der A1.

Eine Tanne flog in den Lärmschutzwall der A1.

Foto: Peter Wüst

An Weihnachten bricht Sturmtief „Barbara“ über Schleswig-Holstein herein. Ein umgestürzter Baum erschlägt während des Sturms eine Autofahrerin bei Kiel. Der 24 Jahre alte Freund der 34-Jährigen wird lebensgefährlich verletzt. Der Baum hatte das Auto während der Fahrt auf einer Landstraße bei Westensee getroffen. Überall im Land stürzen Bäume um und werden Häuser abgedeckt. Auf Sylt kommt der Abreiseverkehr ins Trudeln, das Weihnachtsbaden fällt aus. Sturm „Urd“ setzt am 2. Weihnachtstag in Schweden, Norwegen und Dänmark Straßen unter Wasser, verursacht Stromausfälle und stürzte Bäume um.

28. Dezember: Tödlicher Unfall an unbeschranktem Bahnübergang

Das Auto fanden die Rettungskräfte 40 Meter von der Unglücksstelle entfernt.

Das Auto fanden die Rettungskräfte 40 Meter von der Unglücksstelle entfernt.

Foto: Sebastian Iwersen

Am unbeschrankten Bahnübergang Heidbergweg in Süderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg kollidert ein Auto mit einem Zug. Bei dem Unfall auf der Bahnstrecke zwischen Flensburg und Kiel kam ein 18-jähriger Beifahrer ums Leben, der Fahrer (19) und ein weiterer Insasse (21) wurden schwer verletzt. Sie stammen aus Saustrup und aus Mohrkirch. Schon früher gab es an dieser Stelle Unfälle.

28. Dezember: Knut Kiesewetter ist tot

Der Schriftsteller und Liedermacher Knut Kiesewetter stirbt im Alter von 75 Jahren völlig unerwartet in seinem Wohnhaus in Garding im Kreis Nordfriesland. Noch vor Weihnachten hatte Kiesewetter an einer Adventsveranstaltung in seiner Heimatgemeinde teilgenommen. Pastor Ralf-Thomas Knippenberg bestätigte den Tod Kiesewetters gegenüber dem sh:z und zeigte sich betroffen: „Knut Kiesewetter gehörte zum Stadtbild dazu. Man sah ihn immer wieder singend in der Feldmark.“ Seine Karriere startete Kiesewetter schon als Schüler: So stand er mit 15 Jahren erstmals als Musiker auf einer Bühne, und trat mit 18 im Hamburger „Indra“ gemeinsam mit den damals noch weithin unbekannten Beatles auf. Mit 19 veröffentlichte er seine erste Single.

 
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