Regionaler Jahresrückblick : Das bewegte uns in SH und HH von April bis Juni 2017

Der Gewinner der Landtagswahl: Daniel Günther kommt in der CDU-Parteizentrale in Berlin an.
Der Gewinner der Landtagswahl: Daniel Günther kommt im Mai in der CDU-Parteizentrale in Berlin an.

Der THW gewinnt den Pokal, SH hat eine neue Regierung und Hamburg schickt Berliner Party-Polizisten nach Hause.

Miriam Richter von
28. Dezember 2017, 15:32 Uhr

Der April 2017

 

9. April: THW Kiel gewinnt DHB-Pokal: Finalsieg über Flensburg-Handewitt

Die Kieler Mannschaft feiert den Gewinn des DHB-Pokals, den Kiels Kapitän, Domagoj Duvnjak, hochreißt.
dpa
Die Kieler Mannschaft feiert den Gewinn des DHB-Pokals, den Kiels Kapitän, Domagoj Duvnjak, hochreißt.
 

Der THW Kiel gewinnt nach drei Jahren Abstinenz und einer komplett titellosen Saison wieder den DHB-Pokal. Das Team von Trainer Alfred Gislason besiegt die SG Flensburg-Handewitt in einem hochemotionalen Finale in Hamburg 29:23 und sichert sich zum zehnten Mal den Cup. Bester Werfer des Rekord-Pokalsiegers ist Kapitän Domagoj Duvnjak mit sieben Toren. Für die SG setzt sich die bittere Endspiel-Bilanz fort: Bei der siebten Endspiel-Teilnahme in Serie hatten die Flensburger bis auf 2015 immer das Nachsehen.

10. April: Neuer Chef für Beate Uhse

Michael Specht übernimmt am 15. April 2017 den vorstandsvorsitz bei Beate Uhse.
Beate Uhse AG/dpa
Michael Specht übernahm am 15. April 2017 den Vorstandsvorsitz bei Beate Uhse.
 

Michael Specht übernimmt den Chefsessel beim Erotik-Händler Beate Uhse. Der 54-jährige Betriebswirt folgt auf Nathal van Rijn, der nur wenige Monate an der Spitze des Unternehmens stand. Specht arbeitete zuvor unter anderem für Foot Locker Germany, The North Face, L'TUR und Starbucks. Beate Uhse kämpft trotz der hohen Bekanntheit seiner Marke seit Jahren mit Image-Problemen, rückläufigen Umsätzen und anhaltenden Verlusten, die die Flensburger nicht in den Griff bekamen. Im Dezember stellt das Unternehmen einen Insolvenzantrag.

15. April: Tödliche Messerattacke in Flensburg

Mert Can wurde in seinem Elternhaus niedergestochen.
Peter Traunstein
Mert Can wurde in seinem Elternhaus niedergestochen.
 

Der Tod des 20-jährigen Mert Can bewegte die Menschen im Land. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde der 20-Jährige von einem Gleichaltrigen nach einem Streit in einer Bar an der Schiffbrücke in Flensburg nach Hause verfolgt. Dort soll ihn sein Verfolger niedergestochen haben. Das Opfer starb im Krankenhaus an seinen inneren Verletzungen. Die Anteilnahme war groß und reichte bis nach Madrid. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter läuft derzeit in Flensburg.

NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten auf Mallorca verprügelt

Dieses Krankenhausbild von Hinnerk Baumgarten twitterte der NDR.
Dieses Krankenhausbild von Hinnerk Baumgarten twitterte der NDR.
 

Er wollte einen Streit schlichten und wurde dabei selbst verletzt. Baumgarten spricht einen Wildpinkler an, nachdem dieser andere Touristen bepöbelt hatte. Der Moderator fordert den Mann auf, den Strand zu verlassen.  Der Pinkler und ein Kumpel rempeln Baumgarten an, er geht zu Boden und wird von den Männern getreten - so schwer, dass er ohnmächtig wird. „Die Aggressivität hat mich erschreckt“, sagte Baumgarten später in einem Interview. Ein Marinesoldat aus Flensburg stellte sich seinen Vorgesetzten und gab an, an der Tat beteiligt gewesen zu sein.

25. April: Polizei stellt mehr als 1500 gestohlene Fahrräder sicher

Die Polizei ermittelte vor der Razzia in Hamburg monatelang.
dpa
Die Polizei ermittelte vor der Razzia in Hamburg monatelang.
 

Bei einer Razzia in Hamburg-Rothenburgsort stellt die Polizei mehr als 1500 gestohlene Fahrräder sicher. Zum Abtransport lassen die Beamten 15 Lastwagen kommen. Der Aktion seien monatelange Ermittlungen vorausgegangen, heißt es. Die Fahrräder werden später katalogisiert. Im Internet und in einer großen Halle können die rechtmäßigen Besitzer nach ihren Fahrrädern suchen.

Der Mai 2017

 

2. Mai: Keine generellen Diesel-Fahrverbote in Hamburg

Hamburgs rot-grüner Senat legt den lange erwarteten Luftreinhalteplan für die Hansestadt vor. Ein generelles Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge wird es demnach nicht geben. Allerdings würden Teile sehr belasteter Straßen für Diesel-Fahrzeuge gesperrt, teilt Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) mit. Das betreffe an der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße Pkw und Lkw, die nicht der Euro 6 Norm entsprechen. Ursprünglich wollte der Senat den schon 2014 gerichtlich angeordneten Plan erst 2018 vorlegen, wurde jedoch wiederum vom Gericht zu einer früheren Präsentation gezwungen.

7. Mai: Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Daniel Günther wird von jubelnden Anhängern begleitet.
dpa
Daniel Günther wird nach der Wahl von jubelnden Anhängern begleitet.
 

Niederlage für die SPD und den Ministerpräsidenten Torsten Albig. Die Partei holt nur noch 27,3 Prozent der Stimmen. Die CDU holt mit ihrem Spitzenkandidaten Daniel Günther 32 Prozent und damit den Wahlsieg.  Die AfD zieht erstmals in den Landtag in Kiel ein. In den folgenden Wochen formiert sich eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und den Grünen.

11. Mai: Hamburg will Großanlage für Phosphor-Recycling bauen

Klärschlamm enthält viel wertvollen Phosphor.
Hamburg Wassser
Klärschlamm enthält viel wertvollen Phosphor.
 

Im Hamburger Klärwerk am Köhlbrandhöft soll die weltweit größte Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser entstehen. Hamburg Wasser will 2018 mit dem Bau beginnen und nach einem Jahr in den Regelbetrieb gehen. Dann könnten jährlich rund 20.000 Tonnen Klärschlammasche genutzt werden, um daraus Phosphorsäure zu gewinnen. Hamburg werde die erste Stadt weltweit sein, die den Phosphor systematisch recycele, erklärt Hamburg Wasser. Deutschland besitzt keine Phosphorreserven und muss den Rohstoff, der vor allem für die Herstellung von Dünger verwendet wird, aus dem Ausland importieren.

12. Mai: Helmut-Schmidt-Universität lässt Bild des Altkanzlers entfernen

Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform: Das Bild hing bislang in der Bundeswehruniversität.
dpa
Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform: Das Bild hing bislang in der Bundeswehruniversität.
 

Altkanzler Helmut Schmidt wird Opfer des neuen Umgangs der Bundeswehr mit ihrer Tradition. Weil ein Bild den 2015 gestorbenen SPD-Politiker in Wehrmachtsuniform zeigt, lässt die nach ihm benannte Bundeswehruniversität Hamburg sein Konterfei aus dem Flur eines Studentenwohnheims entfernen. Das Verteidigungsministerium betont, das Foto hätte nicht unbedingt abgehängt werden müssen. Im Zuge der Affäre des unter Terrorverdacht stehenden rechtsextremen Oberleutnants Franco A. ließ Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Kasernen nach Andenken an die Wehrmacht durchsuchen. Im Juni hängten Studenten das umstrittene Bild wieder auf.

13. Mai: Starkregen sorgt für Überschwemmungen in Tellingstedt

Das Wasser steht nach heftigem Regen in den Straßen, die Feuerwehr ist im Einsatz.
Privat
Das Wasser stand nach heftigem Regen in den Straßen.
 

In Tellingstedt im Kreis Dithmarschen sorgt Starkregen für Überschwemmungen. In einem Sky-Markt stand das Wasser in den Gängen. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor für Samstagnachmittag und -abend in Norddeutschland vor schweren Gewittern gewarnt. Wie die „Dithmarscher Landeszeitung“ berichtet, musste der Supermarkt gegen 14 Uhr geräumt werden. Das Wasser stand knöchelhoch im Laden. Anliegende Straßen standen ebenfalls unter Wasser.

15. Mai: Erster 20.000-TEU-Frachter im Hamburger Hafen

 

Das Containerschiff „MOL Triumph“, eines der größten Schiffe der Welt, macht erstmals im Hamburger Hafen fest. Das 400 Meter lange und 59 Meter breite Schiff der japanischen Reederei Mitsui O.S.K. Lines (MOL) kann bis zu 20.170 Standardcontainer (TEU) transportieren, kommt jedoch wegen der begrenzten Tiefe der Elbe nur gut halb beladen nach Hamburg. Es ist das erste Schiff jenseits der 20.000-TEU-Marke im Hafen. Die Riesenschiffe, die auf den Routen zwischen Asien und Europa fahren, werden von vielen Experten und vor allem in den Häfen kritisch gesehen. Größere Schiffe erfordern immer tiefere Häfen und Flüsse, größere Terminals und Brücken. Sie überlasten die Infrastruktur mancher Häfen durch ihre gewaltigen Ladungsmengen.

23. Mai: Viele Aufträge für deutsche Werften

Ein U-Boot liegt auf dem Gelände der TKMS-Werft in Kiel. /Archiv
Carsten Rehder
Deutsche U-Boote sind besonders im Ausland beliebt. /Archiv
 

Mitten in der schwersten Krise des Weltschiffbaus freuen sich die deutschen Werften über so viele Aufträge wie noch nie. Die Kunden bestellten im vergangenen Jahr 31 Seeschiffe im Wert von 7,8 Milliarden Euro und damit fast 60 Prozent mehr als im Vorjahr, teilt der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) mit. Der Auftragsbestand des deutschen Schiffbaus erhöhte sich um 42 Prozent auf einen Rekordwert von 18,4 Milliarden Euro. Die Aufträge kamen zu 95 Prozent aus dem Ausland, heißt es im VSM-Jahresbericht. Die Kunden orderten zu 85 Prozent Passagierschiffe und Jachten, dazu Fähren und Spezialschiffe.

26. Mai: Regisseur Fatih Akin tritt mit „Aus dem Nichts“ in Cannes an

Beim Filmfestival in Cannes tritt der Hamburger Regisseur Fatih Akin mit „Aus dem Nichts“ im Hauptwettbewerb an. Sein größtenteils in der Hansestadt entstandener Film erzählt von einem Anschlag, bei dem ein Kurde und dessen Sohn ums Leben kommen. Schon bald fällt der Verdacht auf Täter aus der Neonazi-Szene. Zurück bleibt die Frau und Mutter, gespielt von Hollywoodstar Diane Kruger. In Cannes gewinnt Kruger dafür den Preis als beste Schauspielerin. Im August gibt die Auslandsvertretung des Deutschen Films, German Films, bekannt, dass das NSU-Drama für Deutschland ins Rennen um eine Oscar-Nominierung geht. Über die fünf Nominierungen in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film entscheidet die Academy in Hollywood bis zum 23. Januar 2018.

Der Juni 2017

 

1. Juni: Reederei Rickmers insolvent

Die Reederei Rickmers hatte zuletzt Verluste eingefahren.
dpa
Die Reederei Rickmers hatte zuletzt Verluste eingefahren.
 

Die Hamburger Charterreederei Rickmers Group reicht einen Insolvenzantrag ein, weil die HSH Nordbank dem Sanierungskonzept für das Unternehmen die Unterstützung verweigert. Der Vorstand der Bank hielt die Pläne für nicht tragfähig. Daraufhin war das Konzept hinfällig und keine positive Prognose für die Reederei mehr möglich. Die Reederei übernimmt die Insolvenz in Eigenverwaltung und führt den Geschäfts- und Schiffsbetrieb zunächst fort. Die Gläubiger einer 275-Millionen-Euro-Anleihe der Rickmers Group verlieren fast alles.

2. Juni: Dirigent Sir Jeffrey Tate stirbt mit 74 Jahren

Der Chefdirigent der Hamburger Symphoniker, Sir Jeffrey Tate, stirbt im Alter von 74 Jahren im italienischen Bergamo an einem Herzinfarkt. Tate zählte zu den renommiertesten und vielseitigsten Dirigenten seiner Generation. Neben den Musikdramen Richard Wagners bildeten die Werke Mozarts und Richard Strauss' Schwerpunkte in seinem vielfältigen Repertoire. „Hamburgs Musik ist heute ärmer und stiller geworden“, sagt Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Tate sei nicht nur ein Glücksfall für die Symphoniker, sondern auch ein wunderbarer Botschafter der Musikstadt Hamburg in der ganzen Welt und einer ihrer Großen gewesen.

6. Juni: Easyjet zieht sich weitgehend vom Hamburger Flughafen zurück

130 Arbeitsplätze gehen durch den Rückzug in Hamburg verloren.
Hannibal Hanschke
130 Arbeitsplätze gehen durch den Rückzug in Hamburg verloren.
 

Die Billig-Fluglinie Easyjet kündigt an, sich vom Hamburger Flughafen weitgehend zurückzuziehen. Die bislang stationierten Jets würden abgezogen, rund 130 Arbeitsplätze in Hamburg gingen verloren, teilt die Fluglinie mit. Aktuell gebe es keine Änderungen im Flugplan, doch 2018 würden die Kapazitäten um rund 70 Prozent verringert. Gegenwärtig fliegen jährlich rund 1,5 Millionen Passagiere mit Easyjet von und nach Hamburg. 2018 sollen es noch eine halbe Million sein. Hintergrund für die Entscheidung seien Überkapazitäten auf verschiedenen Strecken am Hamburger Airport.

17. Juni: G20-Gegner machen mobil

Die Gegner des G20-Gipfels in Hamburg läuten die „heiße Phase“ ihres Protests ein. Bei einer Aktionskonferenz im linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora im Schanzenviertel kommen hunderte Aktivisten zusammen, um Demonstrationen gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli vorzubereiten. Die Redner der verschiedenen Demonstrationen betonen, sie würden keine Auseinandersetzungen mit der Polizei suchen. Der Anwalt Andreas Beuth von der Demo „G20 - Welcome to Hell“ am 6. Juli bekräftigt aber: „Wenn wir angegriffen werden, (...) dann werden wir uns natürlich auch zur Wehr setzen mit Mitteln, die wir uns selbst suchen.“

19. Juni: Vor G20-Gipfel: Brandanschläge auf Bahnanlagen

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
dpa
Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
 

Knapp drei Wochen vor dem G20-Gipfel legen Unbekannte in Hamburg und in mehreren anderen Bundesländern Feuer in Bahnanlagen. Im Norden ist der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck nach Angaben der Deutschen Bahn in beiden Richtungen unterbrochen. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei nimmt die Ermittlungen auf. Laut Bundespolizei werden in der Nacht zwölf Anschläge verübt sowie zwei verhindert. Angezündet werden vor allem Kabel an Bahnstrecken. Menschen werden nicht verletzt.

19. Juni: Ex-SPD-Sprecher Ciftlik zu Haftstrafe verurteilt

Bülent Ciftlik. /Archiv
Maurizio Gambarini
Bülent Ciftlik. /Archiv
 

Der ehemalige SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Bülent Ciftlik wird unter anderem wegen der Vermittlung einer Scheinehe und Anstiftungen zu Falschaussagen zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Sechs Monate davon gelten aufgrund der langen Verfahrensdauer bereits als vollstreckt. „Es ging dem Angeklagten darum, das Ziel, als Politiker Erfolg zu haben, zu verteidigen“, begründet der Vorsitzende Richter die Entscheidung des Hamburger Landgerichts. Der Fall hat eine lange Vorgeschichte: Bereits 2010 wurde Ciftlik wegen des Scheinehe-Vorwurfs zu einer Geldstrafe verurteilt. Es kam zu einem Revisionsprozess, der aber platzte.

22. Juni: Tod von Schlager- und Countrysänger Gunter Gabriel

Der Country- und Schlagersänger Gunter Gabriel ist tot. Er stirbt im Alter von 75 Jahren in Hannover, wie seine Agentur mitteilt. Gabriel, der auf einem Hausboot im Harburger Binnenhafen lebte, sei am Abend vor seinem 75. Geburtstag (11. Juni) auf einer Steintreppe gestolpert und habe einen dreifachen Bruch des ersten Halswirbels erlitten, heißt es. Im Krankenhaus sei er dreimal operiert worden. „Doch er schaffte es nicht. Heute Vormittag hat das Herz eines großen Musikers aufgehört zu schlagen“, teilt die Agentur mit. Gabriel war in den 70er Jahren mit Hits wie „Er ist ein Kerl (Der 30 Tonner Diesel)“ oder „Hey Boss, ich brauch mehr Geld“ bekannt geworden. Er pflegte sein Image als Fernfahrer-Idol, Malocher-Musiker und Stimme des „kleinen Mannes“. Für seine Fans war er der „deutsche Johnny Cash“.

24. Juni: 66. Karl-May-Spiele von Bad Segeberg eröffnet

Mit der Premiere von „Old Surehand“, viel Applaus und einem Feuerwerk starten die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg in ihre 66. Saison. Als Titelheld begeistert Ex-„DSDS“-Castingshowgewinner und Musicaldarsteller Alexander Klaws (33) die 7500 Zuschauer im ausverkauften Open-Air-Theater am Kalkberg. Schauspieler Jan Sosniok, der seinen fünften Sommer als Apachenhäuptling Winnetou bestreitet, gehört erneut zu den Publikumslieblingen. Mit einem Rekord endet die Spielzeit am 3. September: Mehr als 372.000 Besucher zählten die Veranstalter. Damit waren die Karl-May-Spiele das besucherreichste Theater-Open-Air Deutschlands. 2018 wird das Abenteuer „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“ gezeigt.

24. Juni: Traditionsschiffer protestieren bei Windjammerparade der Kieler Woche

Beim Höhepunkt der Kieler Woche, der Windjammerparade fehlen zunächst viele der Hauptakteure, nämlich die Windjammer. Der Hintergrund: Mit der Aktion protestieren die Traditionsschiffer gegen die vom Bundesverkehrsministerium geplante Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe. Die neuen Auflagen sind für die Betreiber mit sehr hohen Kosten verbunden und so teilweise nicht finanzierbar. Ende 2017 wurden die neuen Sicherheitsrichtlinien dann doch gelockert.

26. Juni: Party, Sex und Waffen - Hamburg schickt Berliner G20-Polizisten heim

Die Party der Berliner Polizisten sorgte bundesweit für Schlagzeilen.
Tim Brakemeier/dpa
Die Party der Berliner Polizisten sorgte bundesweit für Schlagzeilen.
 

26. Juni  Wegen skandalösen Benehmens werden mehr als 220 Berliner Polizisten, die zum bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg waren, zurückgeschickt. In der Unterkunft auf einem Kasernengelände in Bad Segeberg habe eine Minderheit der Berliner Beamten ein „unangemessenes und inakzeptables Verhalten“ gezeigt, teilt ein Sprecher der Hamburger Polizei mit. Die jungen Polizisten sollen in ihren Containerunterkünften exzessiv gefeiert und sich total daneben benommen haben. Bereits Anfang Juni begann die Hamburger Polizei mit ihren Großeinsatz. Der Führungsstab für mehr als 15.000 Beamte nimmt seine Arbeit auf. „Es wird der größte Einsatz in der Geschichte der Hamburger Polizei“, kündigte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer zuvor an. Grund des frühen Einsatzbeginns sind Aktivitäten von Gipfelgegnern.

26. Juni: Großfeuer in Jacobs-Kaffeefabrik in Elmshorn

 

Großeinsatz für die Feuerwehren in Elmshorn und Umgebung: Teile der Kühlanlage auf dem Dach der Jacobs-Kaffeefabrik geraten in Brand.  Mehr als 240 Feuerwehrkräfte waren zeitweise im Einsatz. Zwei Kameraden wurden verletzt. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

mit Material der dpa

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