Bündnis von CDU und Linken : Daniel Günthers Vorstoß: Kieler Koalitionspartner bleiben gelassen

Steffen Regis und Heiner Garg sind der Meinung, dass die CDU dieses Thema unter sich ausmachen müsse.

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13. August 2018, 13:49 Uhr

Kiel | Auf die Gedankenspiele von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zu einer Zusammenarbeit von CDU und Linken in Ostdeutschland haben die Koalitionspartner in Schleswig-Holstein zurückhaltend reagiert. Das Thema müsse die CDU mit sich selbst ausmachen, sagten die Landesvorsitzenden von Grünen und FDP, Steffen Regis und Heiner Garg, am Montag.

Günther hatte in einem Interview auf die schwierige Regierungsbildung in den östlichen Bundesländern hingewiesen und gesagt: „Wenn Wahlergebnisse es nicht hergeben sollten, dass gegen die Linke eine Koalition gebildet wird, muss trotzdem eine handlungsfähige Regierung gebildet werden. Da muss die CDU pragmatisch sein.“ Auf scharfe Kritik aus seiner Partei versicherte Günther später, seine Äußerungen hätten sich auf die konkrete Diskussion in der Union für den Fall bezogen, dass nach einer Landtagswahl keine Mehrheiten gegen Linke und AfD möglich seien. „Eine Koalition mit der Linkspartei lehne ich entschieden ab“, fügte er hinzu.

Günther habe die Lage im Osten ganz realistisch eingeschätzt und ja auch nicht gesagt, er wolle dort Koalitionen mit der Linken, sagte Grünen-Landeschef Regis. Die Reaktionen aus der CDU machten deutlich, wie aufgeregt die Situation in der Partei vor der Landtagswahl in Bayern sei. „Für die FDP gibt es keinerlei Veranlassung, ihre Haltung gegenüber der Linkspartei zu ändern“, sagte der FDP-Landesvorsitzende Garg zu der von Günther ausgelösten Debatte.

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