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„Flensborg Avis“ im TV : Dänisches Fernsehen wird Dauergast in Schleswig-Holstein

vom

Frohe Kunde für die Minderheit: Das Fernsehen berichtet bald auf Dänisch über ganz SH. Auch ein eigener Flaggentag ist im Gespräch.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 12:47 Uhr

Kopenhagen/Flensburg | „Flensborg Avis“ wird in den kommenden drei Jahren über das Fernsehen aus der Grenzregion berichten. Der Südschleswig-Ausschuss des dänischen Parlamentes hat für das Projekt der Zeitung der dänischen Minderheit fast sieben Millionen Kronen (920.000 Euro) bewilligt, berichtet der Sender TV Syd.

Das Geld soll der Anschaffung der technischen Ausrüstung dienen und die Einstellung von drei neuen Mitarbeitern möglich machen. Laut „Avis“-Chefredakteur Jørgen Møllekær werden die Journalisten auf Dänisch aus ganz Schleswig-Holstein berichten. Auf diesem Wege werde im dänischen Fernsehen künftig nicht mehr nur Neues aus Berlin, sondern auch aus dem grenznahen Norddeutschland gezeigt.

Der Ausschuss im Folketing setzte sich auch dafür ein, dass es für die dänische Minderheit einen Flaggentag im Dannebrog geben soll. Man fühle sich von Staatsminister Lars Løkke Rasmussen übergangen, hieß es. Im Januar hatte das Finanzministerium alle öffentlichen Einrichtungen dazu aufgerufen, die Flaggenmasten zu zählen, was für Verwunderung im Lande sorgte. Die Erklärung war dann, dass Flaggen für die Nationalfeiertage Grönlands und der Färöer eingekauft werden sollen. Die Südschleswiger wurden trotz ihrer eigenen Identität aber vergessen. Er habe diesbetreffend seinem Parteikollegen, dem Staatsminister geschrieben, sagte der Ausschussprecher Kim Andersen in einer Pressemitteilung.

Andersen würde den 14. März als Flaggentag für die dänische Minderheit vorschlagen. Am 14. März 1920 war in der Zone 2 über die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich oder zu Dänemark abgestimmt worden – und da die Mehrheit nach Deutschland wollte, entstand die dänische Minderheit.

 

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