Ohne Abo lesbar : Was Sie über das Corona-Virus in SH wissen müssen

3G-Regel, Schule, Veranstaltungen: Hier gibt es die wichtigsten Infos zum Coronavirus in SH stets aktualisiert im Überblick.

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22. Dezember 2021, 11:28 Uhr

Das Coronavirus namens SARS-CoV-2 hält seit Beginn des Jahres 2020 die Welt in Atem. In folgender Tabelle zeigen wir die aktuellen Zahlen in SH, weiter unten erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Regelungen.

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shz.de stellt Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Informationen über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein kostenlos zur Verfügung. Teilen Sie diesen Artikel auch gerne mit Freunden, Ihrer Familie und Kollegen in sozialen Netzwerken.

Was ist in SH erlaubt, was ist verboten?

Die Landesregierung hat sich auf die Eckpunkte für eine Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung verständigt, die am 22. November 2021 zunächst für vier Wochen in Kraft tritt. Es gelten, in Ergänzung mit den Ergebnissen des Corona-Gipfels vom 21. Dezember, folgende Regeln:

Mehr dazu: Einschränkungen auch für Geimpfte und Genesene – Diese Regel gelten ab 28. Dezember in SH

Allgemeine Regeln

Seit 22. November gilt bei fast allen Freizeit- und Sportaktivitäten im Innenbereich die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Statt Abstandsgebot und Maskenpflicht wird dann lediglich eine Empfehlung ausgesprochen.

Ab 28. Dezember 2021 werden aufgrund der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante die Regeln wieder bis mindestens 18. Januar verschärft, siehe Kontaktbeschränkungen. Die maximale Größe von Veranstaltungen wird auf 1000 reduziert, in Diskotheken herrscht Maskenpflicht, auch beim Tanzen.

Im ÖPNV gilt die 3G-Regel, gleiches gilt für den Arbeitsplatz und berufliche Veranstaltungen.

Überall dort, wo die 2- oder 3G-Regeln nicht umgesetzt werden können, gelten weiter diese grundlegenden Regeln:

  • Maskenpflicht: In Geschäften, Supermärkten, Schulen, Bussen und Bahnen muss eine Maske getragen werden.
  • Kontaktbeschränkungen: Nur noch maximal zehn Geimpfte oder Genesene dürfen ab 28. Dezember zusammenkommen. Bei Ungeimpften gilt: Ein Haushalt darf sich höchstens mit zwei weiteren Personen eines weiteren Haushalts privat treffen. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.
  • Eigenverantwortung: Die allgemeinen Anforderungen an die Hygiene- und Kontakteinschränkungen müssen eingehalten werden.
Bußgelder

Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt auch in Schleswig-Holstein ein Bußgeldkatalog. Im Wiederholungsfall sind Strafen bis zu 25.000 Euro möglich.

Bei Privatpersonen können folgende Vergehen geahndet werden:

  • Nichteinhalten des Mindestabstands trotz wiederholter Aufforderung durch eine Ordnungskraft (150 Euro)
  • Teilnahme an einer Ansammlung oder privaten Zusammenkunft im öffentlichen Raum (150 Euro)
  • Vorsätzliche Verstöße gegen die Maskenpflicht (150 Euro)
  • Vorsätzliche Falschangabe von Kontaktdaten (1000 Euro)
  • Entgegennahme einer Leistung ohne den erforderlichen Testnachweis (150 Euro)
  • Falsche Angaben in einer Selbstauskunft (150 Euro)

Grundlage für den Bußgeldkatalog ist die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 25. Juni 2021. Auf der Website der Landesregierung sind die einzelnen Regelsätze und Verstöße aufgelistet.

ÖPNV

In Bussen und Bahnen in Schleswig-Holstein gilt die 3G-Regel. Mitfahren können damit nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete.

Diskotheken

In Diskotheken gilt seit dem 22. November ebenfalls die 2G-Regel. Spätestens bei einer Inzidenz über 350 müssen Bars und Clubs schließen. Ab 28. Dezember „2Gplus“-Regeln. Die maximale Teilnehmerzahl wird auf 1000 halbiert. Es gilt eine Maskenpflicht – auch beim Tanzen. Gäste dürfen Getränke oder Speisen ausschließlich an ihrem festen Steh- oder Sitzplatz an Tischen verzehren und nicht während sie sich in der Disko frei bewegen. Hier mehr dazu.

Einzelhandel

Im Einzelhandel gilt ab Samstag, 4. Dezember, die 2G-Regel. Ungeimpfte haben keinen Zutritt. Davon ausgenommen sind Geschäfte, die Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen. Dazu zählen zum Beispiel Supermärkte, Buchläden oder Drogerien.

Eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung muss weiterhin getragen werden.

Freizeiteinrichtungen

Für Freizeiteinrichtungen im Innenbereich gilt unabhängig von der Inzidenz die 2G-Regel. Zutritt haben als nur Geimpfte oder Genese. Ausnahmen gibt es für Bibliotheken und Archive.

Für Veranstaltungen im Außenbereich mit großem Besucherandrang wie etwa Weihnachtsmärkte empfiehlt die Landesregierung ebenfalls die Einhaltung von 2G.

Gastronomie

Auch in der Gastronomie gilt, unabhängig von der jeweiligen Inzidenz, die 2G-Regel. Zusätzlich können auch noch Tests vorgeschrieben werden (2G plus). Der Verzehr in der Innengastronomie (Speisen und Getränke) ist ab 28. Dezember nur noch an festen Sitz- oder Stehplätzen mit Tischen möglich.

Eine bundesweite Schließung von Restaurants ist aktuell nicht geplant. Regional sollen aber "zeitlich befristete" Schließungen durch eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes wieder möglich gemacht werden. Das gilt auch für mögliche Alkoholverkaufsverbote.

Grenzpendler

Grenzpendler und Reisende aus Schleswig-Holstein können ohne Test- oder Impfnachweis die Grenze passieren. Da Deutschland in Dänemark als "gelbes" Land gelistet ist, müssen Dänemark-Reisende aus anderen Gebieten nur mit Nachweis einreisen. An der Grenze soll es stichprobenartige Kontrollen geben. Wer sich als Ungeimpfter länger als 24 Stunden in Dänemark aufhält, gilt als Tourist und muss nach Rückkehr in Quarantäne.

Kitas

Die bisherige Regelung zum eingeschränkten Regelbetrieb der Kitas wurde aus der Verordnung gestrichen. Alle Kinder werden dauerhaft in ihrer Kita betreut.

Eltern von Kita-Kindern erhalten vom Land kostenfrei einen für Kleinkinder geeigneten und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassenen Selbsttest. Damit haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder zweimal wöchentlich auf freiwilliger Basis zu testen.

Körpernahe Dienstleistungen

2G gilt ab dem 22. November auch für körpernahe Dienstleistungen. Es wird jedoch empfohlen, weiterhin eine Maske zu tragen. Ausnahmen bleiben Friseure und medizinische sowie pflegerische Dienstleistungen.

Private Treffen

An privaten Zusammenkünften, zum Beispiel Partys,  dürfen ab einer Inzidenz von 350 noch maximal 50 geimpfte oder genesene Personen teilnehmen. In Außenbereichen gilt eine Obergrenze von 200.

Nimmt ein Ungeimpfter an einem privaten oder öffentlichen Treffen teil, sind neben dem eigenen Haushalt maximal zwei Personen aus einem weiteren Haushalt erlaubt. Eine Ausnahme gilt für Kinder bis 14 Jahren.

Pflegeheime

Besucher müssen künftig unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen. Für angestellte sowie externe Mitarbeiter wird auch für geimpfte und genesene Personen ein regelmäßiges Testregime eingeführt. Diese Mitarbeiter sind spätestens alle 72 Stunden auf das Vorliegen einer Corona-Infektion zu testen. Für nicht immunisierte Mitarbeiter besteht eine tägliche Testpflicht.

Neue Änderung: Im Pflegebereich gilt, wie bereits in den Krankenhäusern, dass Besucherinnen und Besucher auch mit einer akuten Atemwegserkrankung eine Einrichtung betreten dürfen, wenn dies beispielsweise aus sozialethischen Gründen erforderlich ist. Das deckt insbesondere den Fall einer Sterbebegleitung ab.

Reisen in SH

Bei Übernachtungen zu touristischen Zwecken gilt in Beherbergungsbetrieben ebenfalls die 2G-Regel.
 

Bei dienstlichen Reisen und Übernachtungen gilt die 3G-Regel.

Bei besonders hoher Inzidenz kann es jedoch regional zu Einschränkungen bei Hotelübernachtungen kommen.

Bei Reisen nach Dänemark gilt wieder eine Pflicht zur Vorlage eines aktuellen Corona-Tests.

Reiserückkehrer

Hier gelten bundeseinheitliche Regeln:

  • Seit dem 1. August sind alle Einreisenden verpflichtet, bei Einreise über einen Impf-, Test- oder Genesenennachweis zu verfügen. Dies gilt nicht für Kinder unter zwölf Jahren
  • Bereits vor der Einreise muss die digitale Einreiseanmeldung via www.einreiseanmeldung.de vorgenommen werden, wenn Sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben.
  • Wenn Sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Virusvariantengebiet eingestuften Territorium aufgehalten haben, müssen Sie sich direkt nach der Ankunft für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben.
  • Nach Aufenthalt in einem einem Hochrisikogebiet (dazu zählt aktuell Dänemark) beträgt die Absonderungszeit für Ungeimpfte zehn und für Kinder unter zwölf Jahren fünf Tage. Geimpfte müssen in diesem Fall nicht in Quarantäne. Die häusliche Isolation kann durch negativen PCR-Test auf fünf Tage verkürzt werden.
Schulen

Die Maskenpflicht in Schulen gilt weiterhin. Masken müssen auch am Platz weiterhin getragen werden.

Außerdem müssen sich alle, die nicht geimpft oder genesen sind, zwei Mal wöchentlich testen.

Ist ein Schüler inzifiert, kommen in der Regel nur noch direkte Sitznachbarn und enge Schulfreunde in Quarantäne. Sollte es in einer Lerngruppe zu einem Infektionsfall kommen, müssen sich die Kinder für einen Zeitraum von fünf Tagen täglich selbst testen und auch wieder Masken im Unterricht tragen.

Sport

Sport im Innenbereich kann nur unter Einhaltung der 2G-Regel erfolgen.

Veranstaltungen und Versammlungen

In Innenbereichen ist zudem die 2G-Regel einzuhalten. Kinosäle oder Konzerte dürfen unter Einhaltung der 2G-Regel wieder voll ausgelastet werden.

Die Teilnehmerzahl für überregionale Sport-, Kultur und vergleichbare Großveranstaltungen wird deutlich eingeschränkt. In Zukunft dürfen maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen sind maximal 5000 Gäste erlaubt, im Freien sind es bis zu 15.000 Teilnehmer.  

Fußballspiele

Zu Fußballspielen sind wegen der aktuellen Corona-Lage vorerst nur noch maximal 15.000 Zuschauer zugelassen. In Stadien dürfen höchstens 50 Prozent der Kapazität genutzt werden. In Sporthallen dürfen sich maximal 5000 Zuschauer aufhalten. Es gelten eine Maskenpflicht und die 2G-Regel.

Auch ein aktueller Coronatest kann zusätzlich eingefordert werden.

Absagen und Geisterspiele sind bei besonders hoher Inzidenz nicht ausgeschlossen.

 

Weitere Fragen und Antworten der Landesregierung finden Sie hier.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Das Robert-Koch-Institut stellt aktuelle Informationen, Krisenpläne und Fallzahl-Meldungen hier zur Verfügung. Außerdem gibt es das sogenannte Covid19-Dashboard, wo die aktuellen Fallzahlen auf einer Karte einsehbar sind.

Das Kieler Gesundheitsministerium informiert auf seiner Homepage regelmäßig über neue Entwicklungen in Schleswig-Holstein. Hier geht es zu der Seite.

Über die Entwicklungen vor Ort berichten auch die einzelnen Kreise auf ihren Webseiten.

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