Ohne Abo lesbar : Was Sie über das Corona-Virus in SH wissen müssen

Hier gibt es die wichtigsten Infos zum Coronavirus in SH stets aktualisiert im Überblick.

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03. Juli 2020, 09:30 Uhr

Das neuartige Coronavirus namens SARS-CoV-2 breitet sich seit Dezember weltweit aus. Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt 3182 Fälle in Schleswig-Holstein bekanntgegeben, bislang gibt es 153 Todesfälle. Aktuell gelten noch 55 Schleswig-Holsteiner als akut infiziert. Einen aktuelle Karte mit Zahlen aus ganz Deutschland finden Sie hier.

Weiterlesen: Täglich aktuelle Zahlen zu Infizierten, Verstorbenen und Genesenen aus Schleswig-Holstein

shz.de stellt Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Informationen über die Krankheit, die Verbreitung und die Konsequenzen in Schleswig-Holstein kostenlos zur Verfügung. Teilen Sie diesen Artikel auch gerne mit Freunden, Ihrer Familie und Kollegen in sozialen Netzwerken.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus finden Sie im Liveticker.

Die Folgen der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein:

Welche Regeln wurden mit dem Shutdown im März festgelegt?

Am Sonntag, 22. März, beschlossen Bund und Länder weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus:

  • Die Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den Angehörigen des eigenen Hausstands, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern, besser noch zwei Metern einzuhalten.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Verstößen bestraft werden.
  • Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.
  • Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von Polizei und Ordnungsbehörden überwacht und bei Verstößen sanktioniert werden.
  • Gastronomiebetriebe wurden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoostudios und ähnliche Betriebe wurden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
  • Der Einzelhandel wurde geschlossen, ebenso wie Schulen und Kindergärten

Die Kontaktbeschränkungen wurden Ende Mai noch einmal verlängert und gelten vorerst bis zum 29. Juni. Allerdings mit Lockerungen: Zusammenkünfte zu privaten Zwecken sind wieder mit bis zu zehn Personen möglich. Zudem können sich Angehörige zweier Haushalte treffen – unabhängig von der Personenanzahl.

Großveranstaltungen sind bis zum 31. August weiterhin untersagt.

Übersicht: Was ist inzwischen wieder erlaubt?

Weil sich Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein merklich entspannt hat, wurden inzwischen zahlreiche Lockerungen beschlossen.

Seit dem 29. Juni gelten neue Lockerungen in Schleswig-Holstein:

  • Kinderbetreuungsangebote im Einzelhandel sind wieder möglich. Dazu ist ein Hygienekonzept zu erstellen, die Kontaktdaten sind zu erheben und für vier Wochen zu speichern.
  • Unter Auflagen ist das Singen oder Musizieren mit Blasinstrumenten in geschlossenen Räumen für Berufsmusiker wieder erlaubt. Dabei gilt jeweils ein Mindestabstand von drei Metern, sofern die Übertragung von Tröpfchen nicht durch geeignete Barrieren verringert wird. Zum Publikum muss ein Mindestabstand von sechs Metern eingehalten werden.

Veranstaltungen

  • Veranstaltungen im privaten Wohnraum und dem heimischen Garten sind mit bis zu 50 Personen möglich. Der Gastgebende muss eine Einladung aussprechen und dafür sorgen, dass Hygienestandards sowie das Abstandsgebot eingehalten werden. Zudem muss er die Kontaktdaten der Teilnehmer erfassen und für vier Wochen aufbewahren. 
  • Öffentliche Veranstaltungen mit Gruppencharakter dürfen ab dem 29. Juni auch innerhalb geschlossener Räume wieder stattfinden. Dies gilt zum Beispiel für Museumsführungen. Die Abstands- und Hygieneregeln sind dabei zu beachten. Der Veranstaltende hat unter anderem die Kontaktdaten der Teilnehmenden zu erheben.
  • Veranstaltungen mit Marktcharakter im Freien sind nun mit bis zu 250 Personen zulässig. Innerhalb geschlossener Räume sind solche Veranstaltungen nun mit bis zu 100 Personen erlaubt.
  • Sportdarbietungen bleiben weiterhin auf den Außenbereich beschränkt.

Gastronomie

  • Gastronomische Betriebe dürfen ab dem 29. Juni ebenfalls wieder unbegrenzt öffnen. Essen kann wieder in Buffetform angeboten werden.
  • Die Kontaktdaten der Gäste sind nur noch für vier Wochen aufzubewahren.

Was im vorletzten Lockerungsschritt am 8. Juni für Schleswig-Holstein beschlossen wurde, erfahren Sie hier:

Schulen:
Alle Grundschüler werden wieder im Klassenverband unterrichtet werden – ohne Abstandsregeln.

Freizeit: Besuche in Freibädern und Freizeitparks sind wieder möglich. Auch Hallenbäder dürfen grundsätzlich mit Auflagen wieder öffnen dürfen. Genutzt werden dürfen Becken, die zum Schwimmen zu Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecken geeignet sind.

Hotels: Sie sind wieder für den Tourismus geöffnet und dürfen grundsätzlich auch ihre Wellnessbereiche zugänglich machen. Saunen, Whirlpools oder vergleichbare Einrichtungen wie Dampfbäder dürfen aber nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Hausstandes genutzt werden.

Gaststätten: Sie können bis 23 Uhr öffnen. Bisher müssen sie eine Stunde früher schließen. Autobahnraststätten müssen um 0 Uhr schließen.

Familienfeiern: Sie werden im Freien mit entsprechenden Maßnahmen für bis zu 50 Personen erlaubt. Gleiches gilt für Empfänge und Exkursionen.

Veranstaltungen mit sitzendem Publikum: Theater- und Filmvorführungen sowie Konzerte, Vorträge und Lesungen dürfen im Außenbereich bis zu 250 Gäste haben und in geschlossenen Räumen maximal 100. Der Veranstalter hat die Kontaktdaten der Teilnehmenden zu erheben.

Demonstrationen und andere Versammlungen: Öffentliche und nichtöffentliche Versammlungen mit bis zu 100 Teilnehmern sind wieder erlaubt. Bei Versammlungen in geschlossenen Räumen ist ein Hygienekonzept erforderlich, Teilnehmer müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Alle Versammlungen müssen vorab angemeldet werden.

Messen, Flohmärkte, Landmärkte: Im Freien dürfen sich bis zu 100 Besucher gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten. Ordnungskräfte des Veranstalters müssen die Einhaltung des Abstandsgebots, der Hygienemaßnahmen und der Zugangskontrollen gewährleisten. Es dürfen keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden.

Busreisen zu touristischen Zwecken sind zukünftig wieder zulässig mit einer Belegung von 50 Prozent der Sitzplätze.

Gruppensport: Am 11. Juni wurden zudem Lockerungen im Bereich des Gruppensports bekanntgegeben. Demnach können Mannschaftssportler wieder in Gruppen mit bis zu zehn Teilnehmern trainieren – auch kontaktintensive Sportarten wie Judo und Boxen sind wieder möglich.

Das war bereits vor der letzten Lockerungswelle wieder erlaubt:

  • Geschäfte durften unter Auflagen wieder öffnen
  • Touristen durften wieder nach Schleswig-Holstein reisen – auch auf die Halligen und Inseln. Gleiches gilt für die Besitzer von Zweitwohnungen.
  • Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Campingplätze, Jugendherbergen und ähnliche Einrichtungen durften mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen.
  • Spielplätze sind wieder geöffnet – es gelten auch hier Hygieneregeln.
  • Gottsdienste dürfen unter Auflagen wieder gemeinsam gefeiert werden.
  • Kultureinrichtungen wie Museen und Gedenkstätten wurden unter Auflagen geöffnet.
  • Tierparks konnten unter Auflagen wieder öffnen.
  • Friseursalons und Tattoostudios konnten unter Vorlage und Einhaltung eines Hygienekonzepts wieder öffnen.
  • Sportboothäfen können unter Auflagen wieder genutzt werden.
  • Fitnessstudios konnten unter Auflagen wieder öffnen.
  • Angehörige in Pflegeheimen dürfen wieder besucht werden.
Welche Strafen drohen, wenn man sich nicht an die Corona-Auflagen hält?

Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt auch in Schleswig-Holstein ein Bußgeldkatalog. Im Wiederholungsfall sind Strafen bis zu 25.000 Euro möglich.

Bei Privatpersonen können folgende Vergehen können geahndet werden:

  • Nichteinhalten des Mindestabstands trotz wiederholter Aufforderung durch eine Ordnungskraft (150 Euro)
  • Teilnahme an einer Ansammlung oder privaten Zusammenkunft im öffentlichen Raum (150 Euro)

Grundlage für den Bußgeldkatalog ist die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 5. Juni 2020. Auf der Website der Landesregierung sind die Einzelnen Regelsätze und Verstöße aufgelistet.

Sind Schulen, Kindergärten und Hochschulen wieder geöffnet?

Schulen

Seit dem 8. Juni werden Grundschülerinnen und Grundschüler wieder täglich im Klassenverband und ohne Abstandsregeln unterrichtet.

Bereits seit dem 6. Mai wurden Gründschüler der 4. Klassen und die 6. Jahrgänge der Gymnasien wieder im Klassenzimmer unterrichtet, da diese in diesem Schuljahr noch die Möglichkeit der Querversetzung haben.

Für Schüler aller anderen Schulformen gilt: In der Woche vor den Sommerferien sollen alle Schülerinnen und Schüler tageweise im Klassenverband zusammenkommen.

Abschluss- und Abiturprüfungen wurden unter Einhaltung eines Hygienekonzepts abgenommen.

Die Regelung gilt für alle öffentlichen und privaten Schulen – damit auch für Berufsschulen.

Das Schuljahr 2020/21 soll nach aktuellem Stand für alle Schülerinnen und Schüler regulär am 10. August starten.

Um eventuell während des Corona-Lockdowns entstandene Lernlücken zu schließen, wurde das Angebot „Lernsommer.SH“ ins Leben gerufen. Mindestens jede fünfte Schule im Land bietet benachteiligten Schülern für ein bis zwei Wochen in den Sommerferien Förderung in den Kernfächern an.

Kitas

Seit dem 1. Juni sind die Kitas im Norden von der erweiterten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückgekehrt. Demnach ist für alle Kinder in Schleswig-Holstein wieder ein tageweiser Kita-Besuch möglich, wie am 7. Mai beschlossen wurde.

Konkret bedeutet das:

  • Gruppengröße von in der Regel bis zu 15 Kindern.
  • Alle Kinder mit heilpädagogischem bzw. Sprachförderbedarf sowie Vorschulkinder werden täglich bzw. entsprechend des jeweiligen Betreuungsbedarfes betreut.
  • Alle übrigen Kinder werden grundsätzlich tage- oder wochenweise im Wechsel betreut.
  • Die Notbetreuung wird fortgesetzt.

Nach derzeitigem Stand soll ab dem 22. Juni der Regelbetrieb unter allgemeinen Auflagen zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder ermöglicht werden.

Zuvor wurde für Kinder, deren Eltern in für die Infrastruktur kritischen Berufen arbeiten, eine Notbetreuung gewährleistet. Die Zahl der betreffenden Berufsgruppen wurde dabei stetig erweitert.

Förderzentren

Förderzentren werden aufgrund ihrer individuellen Betreuungsstruktur bei Bedarf weiterhin eine notwendige Betreuung anbieten.

 

Universitäten

An den Universitäten im Land ist das Sommersemester gestartet. Die Lehre wird vor allem Online durchgeführt. Kleine Präsenzveranstaltungen sind aber seit dem 18. Mai wieder möglich. Die Öffnung von Mensen wird unter Auflagen ebenfalls wieder erlaubt.

Gibt es eine Erstattung der Kitagebühren für die Eltern, wenn die Kita zu ist?

Die Landesregierung hat sich darauf geeinigt, die Kita-Gebühren für drei Monate zu erstatten.

Verständigt habe sich die Koalition mit den Sozialdemokraten auf ein Paket über 63 Millionen Euro. Neben 25 bis 30 Millionen Euro für die Kitas seien darin auch zehn Millionen Euro für die Ganztagsbetreuung und 15 Millionen Landesgeld für den Ausbau des digitalen Lernens enthalten.

Was müssen Reiserückkehrer aus Risikogebieten beachten?

Seit dem 15. Juni entfällt in Schleswig-Holstein die pauschale Quarantänepflicht für Einreisende aus Drittstaaten. Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen sich jedoch weiterhin für 14 Tage in Quarantäne begeben. Dazu zählt seit dem 8. Juni auch wieder Schweden.

Eine komplette Liste aller Risikogebiete veröffentlicht das RKI hier.

Schwanger während der Pandemie – Was muss ich beachten?

Eine Infektion mit dem Coronavirus könnte ersten Datenanalysen zufolge zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen. Bei Covid-19-Patientinnen steige das Risiko für vorzeitige Wehen, so das Ergebnis einer Analyse erster weniger Daten zum Thema des Universitätsklinikums Erlangen. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die Viren während der Schwangerschaft oder durch die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Die Erlanger Frauenklinik berücksichtigte dafür Daten von 18 schwangeren Covid-19-Patientinnen aus den chinesischen Regionen Wuhan und Hubei. „Das sind die einzigen Daten, die wir momentan haben“, erklärte Matthias Beckmann, Direktor der Frauenklinik.

Generell gilt: Bei der Geburt müssen Schwangere auch in Zeiten von Corona nicht alleine sein. Allerdings darf in Schleswig-Holstein aktuell nur eine gesunde, vertraute Person mit den Kreißsaal kommen. Die endgültige Entscheidung über ein Zutrittsrecht der Begleitperson trifft im Einzelfall jedoch das Klinikpersonal. Die Begleitperson muss ihre Kontaktdaten angeben. Die Belegung von Familienzimmern sind in Schleswig-Holstein wieder möglich.

Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft während der Corona-Krise finden Sie hier.

Kann man noch mit dem ÖPNV fahren?

Ja. Der öffentliche Personennahverkehr ist nicht eingeschränkt.

Busse und Bahnen sind ein wichtiger Infrastrukturbereich und systemrelevant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, da diese die notwendige Beförderung sicherstellen (z. B. Weg zur Arbeit, Weg zum Arzt). Die Verkehrsbetriebe treffen Maßnahmen, um im ÖPNV das Infektionsrisiko zu minimieren. Dort gilt zudem eine Maskenpflicht.

Schließen die Gerichte? Das Standesamt? Das Bürger- bzw.Ordnungsamt? Die Bundesagentur für Arbeit?

„Die genannten Institutionen werden aktuell nicht geschlossen. Der Publikumsverkehr wird jedoch auch in diesen Institutionen eingeschränkt werden müssen, um eine Verbreitung der Infektion zu verhindern“, heißt es von der Landesregierung. Dringende Anliegen sollten nach Möglichkeit telefonisch oder per E-Mail erledigt werden. Hierfür stehe unter anderem auch die Behördennummer 115 zur Verfügung.

Darf noch Blut gespendet werden?

Ja. Allerdings, wenn Sie in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen Sie für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder des besonders betroffenen Gebiets kein Blut spenden.

Wie ist der Tourismus in SH betroffen?

Das Einreiseverbot für Touristen wurde zum 18. Mai aufgehoben. Gleiches gilt für das Betretungsverbot für Inseln und Halligen. Das wurde am 7. Mai verkündet.

Das Beherbergungsverbot für Ferienwohnungen, Hotels, Ferienhäuser, Ferien-Apartments und Wohnanlagen wird unter Auflagen aufgehoben. Wohnmobilstellplätze können geöffnet werden.

Darf ich wieder nach Dänemark einreisen?

Seit dem 15. Juni ist die Grenze nach Dänemark für Schleswig-Holsteiner wieder geöffnet. Dabei spielt die Art des Besuches keine Rolle, es muss lediglich nachgewiesen werden können, dass man in Schlewsig-Holstein wohne, heißt es.

Wer aus einem anderen Bundesland nach Dänemark einreisen will, kann das nur als Tourist. An der Grenze muss eine Buchung von mindestens sechs Übernachtung vorgewiesen werden können. Was Urlauber noch beachten müssen, erfahren Sie hier.

Weiterlesen: Absage von Großveranstaltungen – Wacken, Karl-May-Festspiele und Hurricane fallen aus

Weitere Fragen und Antworten der Landesregierung finden Sie hier.

Was Sie über die Krankheit wissen müssen:

Was sind die Symptome?

Das Coronavirus kommt bei den Symptomen einer Erkältung nahe. Teilweise haben Infizierte auch keine Symptome bemerkt. Außerdem sind Fieber, Husten und Atemprobleme möglich, die auch bei einer echten Grippe auftreten können. Bei schwereren Verläufen kann das Coronavirus zu einer Lungenentzündung führen. Gefährlich ist das Virus vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Vorerkrankungen und alte Menschen.

Weiterlesen: Coronavirus – Wie die Krankheit verläuft und wer besonders gefährdet ist

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Eine Coronavirus-Imfpung gibt es derzeit nicht und wird noch viele Monate auf sich warten lassen. Um die Ausbreitung der Krankheit auszubremsen, raten Experten zu den gewöhnlichen Hygienemaßnahmen, die Menschen in Zeiten der Grippewelle ohnehin beachten sollten. Dazu zählen unter anderem:

  • regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen – mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk
  • Desinfektionsmittel verwenden
  • nur mit gewaschenen Händen ins Gesicht fassen.

Weiterlesen: Die wirksamsten Tipps zum Schutz vor dem Coronavirus

Personen über 60 Jahre und Personen mit chronischen Grunderkrankungen sollten den Impfschutz auf Pneumokokken überprüfen und gegebenenfalls diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Standardimpfung nachholen. Ein Impfschutz gegen Pneumokokken wirkt zwar nicht gegen das Coronavirus, aber er kann potenziell schweren Krankheitsverläufen durch Doppelinfektionen vorbeugen. Denn eine bereits befallene Lunge kann zusätzlich noch von anderen Erregern angegriffen werden. Von Pneumokokken ist bekannt, dass sie sich bevorzugt auf virale Infektionen „aufsetzen“ können.

Auch für Menschen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit gelten, wie bei älteren Menschen, zusätzliche Impfempfehlungen (Indikationsimpfungen). Für sie wird ebenfalls von der STIKO u.a. eine Pneumokokken-Impfungen empfohlen. Die Pneumokokken-Impfung ist außerdem für Personen mit beruflicher Exposition gegenüber Metallrauch (z.B. Schweißer) empfohlen.

Wer ist vom Coronavirus besonders gefährdet?

Das Coronavirus ist besonders gefährlich für:

  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Menschen mit Vorerkrankungen
  • alte Menschen
  • Männer

Wie bei der Grippe sind vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährdet, vor allem alte und kranke Menschen. Das legt eine Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden nahe. Bei den Todesfällen durch Covid-19 berichteten Ärzte, dass die Verstorbenen unter Vorerkrankungen gelitten hatten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen und Bluthochdruck.

Die Gefahr steigt vor allem mit dem Alter und für Menschen ab 50 Jahre. In der Altersgruppe der Menschen ab 80 Jahren liegt die Sterblichkeit bei 14,8. Das überrascht nicht, denn ältere Menschen bringen oft Vorerkrankungen mit. Außerdem sind Männer mit einer Sterblichkeit von 2,8 Prozent eher gefährdet als Frauen (1,7 Prozent) – eine genaue Erklärung dafür gibt es noch nicht.

Eine neue Studie legt auch nahe, dass die Schwere der Erkrankung von der Blutgruppe abhängig sein kann. Demnach haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen.

Was mache ich, wenn ich befürchte, mich infiziert zu haben?

Wichtig: Wer Sorge hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben und Symptome aufweist, sollte nicht zum Arzt gehen. Dort besteht die Gefahr, das Virus an andere zu übertragen.

Das Kieler Gesundheitsministerium rät, zunächst seinen Hausarzt oder seine Hausärztin anzurufen und telefonisch das weitere Vorgehen zu besprechen.

Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten sich an das ab dem 1. Januar deutlich ausgebaute Angebot unter der Nummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinung wenden. Diese ist auch außerhalb der Sprechzeiten erreichbar und leistet Hilfestellung bei der Entscheidung über weitere Schritte. Damit sollen Patientinnen und Patienten dahin weitervermittelt werden, wo sie am besten aufgehoben sind.

Was sind Risikogebiete?

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Kriterien (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete), exportierte Fälle in andere Länder/Regionen). Die Situation wird jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst.

Welche Orte aktuell als Risikogebiete gelten, finden Sie hier.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Das Robert-Koch-Institut stellt aktuelle Informationen, Krisenpläne und Fallzahl-Meldungen hier zur Verfügung.

Das Kieler Gesundheitsministerium informiert auf seiner Homepage regelmäßig über neue Entwicklungen in Schleswig-Holstein. Hier geht es zu der Seite.

Über die Entwicklungen vor Ort berichten auch die einzelnen Kreise auf ihren Webseiten.

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