Ohne Abo lesbar : Was Sie über das Corona-Virus in SH wissen müssen

Hier gibt es die wichtigsten Infos zum Coronavirus in SH stets aktualisiert im Überblick.

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03. Mai 2021, 10:00 Uhr

Das Coronavirus namens SARS-CoV-2 hält nun seit über einem Jahr die Welt in Atem. In folgender Tabelle zeigen wir die aktuellen Zahlen in SH, weiter unten erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Regelungen.

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shz.de stellt Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Informationen über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein kostenlos zur Verfügung. Teilen Sie diesen Artikel auch gerne mit Freunden, Ihrer Familie und Kollegen in sozialen Netzwerken.

Was ist in SH erlaubt, was ist verboten?

Bis zum 9. Mai 2021 gilt in Schleswig-Holstein eine aktualisierte Corona-Bekämpfungsverordnung. Zusätzlich greift die sogenannte Bundes-Notbremse, wenn die Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 100 liegt. Schleswig-Holstein legt in einigen Bereichen strengere Maßnahmen an, als in der Bundes-Notbremse definiert. Was im Norden aktuell erlaubt ist und was nicht, welche Regeln gelten und welche Konsequenzen bei Verstößen drohen, erfahren Sie hier:

Mehr dazu: Wann und wo die Corona-„Notbremse“ auch im Norden greift – und was das bedeutet

Allgemeine Regeln
  • Abstandsgebot: Sofern dies möglich ist, haben Menschen untereinander 1,5 Meter Mindestabstand im privaten Raum und in der Öffentlichkeit zu halten, sofern es keine Viren-Barriere gibt. Wenn der Abstand nicht einhaltbar ist, soll ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Maskenpflicht: Der Aufenthalt in einer Behörde ohne Mund-Nasen-Bedeckung ist seit dem 2. September 2020 nicht mehr erlaubt, auch in Geschäften, Supermärkten, Schulen, Freizeitparks, Bussen und Bahnen muss eine Maske getragen werden. Seit dem 25. Januar muss eine medizinische Maske (N95/KN95) oder FFP2-Maske getragen werden. Eine Stoffmaske ist nicht mehr erlaubt. 
  • Kontaktbeschränkungen: Fünf Personen können sich treffen, allerdings aus maximal zwei Haushalten. Paare mit getrennten Wohnsitzen gelten als ein Haushalt. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Liegt die Sieben-Tages-Inzidenz unter dem Wert von 35, sind Treffen mit bis zu zehn Personen aus drei Haushalten erlaubt.
  • Eigenverantwortung: Die allgemeinen Anforderungen an die Hygiene- und Kontakteinschränkungen müssen eingehalten werden.
Alkoholverbot

An öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, sind der Ausschank und der Verzehr alkoholischer Getränke verboten. Für welche Bereiche dies gilt, wird von den Gesundheitsämtern der einzelnen Kreise festgelegt.

Wird in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von 100 überschritten, ist der Ausschank und Verkehr alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum komplett untersagt.

Im Außenbereich von Gaststätten ist der Ausschank und der Verzehr alkoholhaltiger Getränke zwischen 21 Uhr und 6 Uhr nicht erlaubt.

Ausgangssperren

Wenn ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von 100 überschreitet, greift die Bundesnotgrenze. Demnach gelten zwischen 22 und 5 Uhr Ausgangsbeschränkungen. Nur in Ausnahmefällen (u.a. Notfälle, Ausübung des Berufes, Ausführen des Hundes) dürfen Bürger in dieser Zeit die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück verlassen. Auch eine Durchfahrt dieser Regionen ist verboten.

Beerdigungen

Bei Bestattungen und Trauerfeiern auf Friedhöfen und in Bestattungsunternehmen sind maximal 25 Teilnehmende erlaubt. Während der gesamten Bestattung muss eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Teilnehmer aus unterschiedlichen Haushalten müssen während der gesamten Zeremonie einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten.

In Regionen mit einer Inzidenz von über 200, in denen kein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen herrscht, ist die Zahl der Teilnehmenden auf 15 begrenzt.

Bußgelder

Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt auch in Schleswig-Holstein ein Bußgeldkatalog. Im Wiederholungsfall sind Strafen bis zu 25.000 Euro möglich.

Bei Privatpersonen können folgende Vergehen geahndet werden:

  • Nichteinhalten des Mindestabstands trotz wiederholter Aufforderung durch eine Ordnungskraft (150 Euro)
  • Teilnahme an einer Ansammlung oder privaten Zusammenkunft im öffentlichen Raum (150 Euro)
  • Verzehr von Alkohol im öffentlichen Raum trotz Aufforderung zur Unterlassung (150 - 1000 Euro)
  • Vorsätzliche Verstöße gegen die Maskenpflicht (150 Euro)
  • Vorsätzliche Falschangabe von Kontaktdaten (1000 Euro)
  • Vorsätzliche Falschangaben über den Zweck einer Beherbergung (1000 Euro)

Grundlage für den Bußgeldkatalog ist die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 9. April 2021. Auf der Website der Landesregierung sind die einzelnen Regelsätze und Verstöße aufgelistet.

Einzelhandel

Die Landesregierung bewertet abhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz von Woche zu Woche neu, in welchem Umfang der Einzelhandel in den Kreisen und kreisfreien Städten öffnen darf. Das sind die Grenzwerte:

  • Inzidenz über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen: Einkaufen ist nur noch mit gebuchtem Termin und negativem Corona-Test möglich. Nur eine Person pro Haushalt darf den Laden betreten, Kinder bis 14 Jahre sind von dieser Regelung ausgenommen.
  • Inzidenz über 150: Geschäfte müssen schließen, das Abholen bestellter Waren bleibt zulässig.
  • Inzidenzunabhängig öffnen dürfen Supermärkte, Futtermittelangebote, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Poststellen, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Buchhandlungen sowie der Großhandel.
Freizeiteinrichtungen

Spaß- und Schwimmbäder sowie Freizeitparks bleiben geschlossen. Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Tier- und Wildparks, Aquarien, Botanische Gärten und Angelteiche dürfen mit begrenzter Personenzahl und unter Angabe von Kontaktdaten wieder öffnen.

Überschreitet ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Inzidenz von 100, greift die Bundesnotbremse. Gewerbliche Freizeiteinrichtungen müssen dann schließen. Ausnahmen gelten für die Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten. Diese können unter Vorlage eines negativen Corona-Tests weiterhin besucht werden.

Gastronomie

Die Außengastronomie in Schleswig-Holstein darf bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 öffnen. Gäste müssen vorab einen Termin reservieren, ihre Kontaktdaten hinterlassen und auf einem festen Platz sitzen. Auch in der Gastronomie gelten die Kontaktbeschränkungen. Zwischen 21 und 6 Uhr darf kein Alkohol ausgeschenkt werden.

In den touristischen Modellregionen Eckernförde und Nordfriesland darf auch die Innengastronomie für Besucher mit aktuellem negativen Corona-Test wieder öffnen. Die Schlei-Region verzichtet vorerst auf entsprechende Öffnungsschritte.

Auch der Außer-Haus-Verkauf bleibt gestattet. Zwischen 23 und 6 Uhr gilt auch hier ein Verkaufsverbot von Alkohol.

Gottesdienste

Gottesdiensten sind mit bis zu 100 Teilnehmern unter freiem Himmel und 50 Teilnehmern innerhalb geschlossener Räume gestattet. Auch am Platz herrscht dabei eine Maskenpflicht, ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Besuchern ist einzuhalten. Auch müssen die Kontaktdaten aller Teilnehmer erfasst werden.

Gesang ist nur bei Gottesdiensten im Freien erlaubt.

Grenzpendler

Menschen, die beruflich aus Dänemark nach Schleswig-Holstein pendeln, müssen bei jeder Einreise einen negativen Schnelltest vorlegen. Gleiches gilt für Deutsche, die zum Arbeiten nach Dänemark pendeln.

Schleswig-Holsteiner mit Wohnsitz in der Grenzregion können auch ohne triftigen Grund unter Vorlage eines negativen Testergebnisses nach Dänemark einreisen. Allerdings besteht in Dänemark eine zehntägige Quarantänepflicht. Ausnahmen gelten für Arbeitspendler sowie Personen, die Angehörige in Dänemark besuchen.

Kitas

Immer Mittwochs bewertet die Landesregierung auf Basis der Inzidenzwerte in den einzelnen Regionen, in welchem Umfang Kindertagesstätten geöffnet werden können.

Im Perspektivplan zur Öffnung der Kindertagesstätten der Landesregierung sind drei Schritte vorgesehen:

  • Regelbetrieb (unter Pandemiebedingungen): Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz an 21 aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 oder sieben Tage in Folge unter 50, so dürfen alle Kinder die Einrichungen besuchen. Dabei gelten weiterhin die Hygienemaßnahmen.
  • Eingeschränkter Regelbetrieb: Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 werden alle Kinder betreut, bei denen beide Elternteile berufstätig sind sowie Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden. Auch Kinder mit einem besonderen Schutz- oder Förderbedarf sowie Vorschulkinder dürfen die Einrichtungen besuchen.
  • Notbetreuung: Die Betreuung ist auf Kinder beschränkt, von denen mindestens ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet, sowie Kinder von alleinerziehenden Arbeitnehmern. Kinder mit besonderem Schutz- oder Förderbedarf haben ebenfalls Anpruch auf Notbetreuung.  Die maximale Gruppengröße ist auf zehn Kinder beschränkt.
Körpernahe Dienstleistungen

Dienstleistungen mit Körperkontakt sind erlaubt. Darunter fallen etwa Friseursalons, Tattoostudios oder die Fuß- und Nagelpflege. Zuvor müssen Kontaktdaten erhoben werden.

Überschreitet die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 100, so greift die Bundesnotbremse. Körpernahe Dienstleistungen sind dann weitgehend verboten. Geöffnet bleiben medizinisch, therapeutisch, pflegerisch oder seelsorgerisch notwendige Dienstleistungen, darunter fallen auch Friseure und die Fußpflege. Kunden müssen ein aktuelles negatives Testergebnis vorlegen.

Kultureinrichtungen

Kinos und Theater müssen geschlossen bleiben. Ausnahmen gelten für 13 Kultur-Modellprojekte, die vorübergehend wieder für Besucher öffnen dürfen. Welche Institutionen das sind, lesen Sie hier.

Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken oder Archive dürfen mit entsprechendem Hygienekonzept und begrenzter Besucherzahl öffnen. Besucher müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlegen.

Bei einer Inzidenz über 100 an drei Tagen am Stück greift die Bundesnotbremse. Dann müssen Museen und Gedenkstätten wieder schließen.

Private Treffen

In Schleswig-Holstein sind Treffen zwischen einem Haushalt sowie einem weiteren Hausstand erlaubt, wenn die maximale Teilnehmerzahl fünf Personen nicht überschreitet. Ausgenommen sind Kinder bis 14 Jahre.

Überschreitet ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt die Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen, greift die Bundesnotbremse. Dann dürfen sich die Angehörigen eines Haushaltes nur noch mit einer weiteren Person treffen. Auch hier sind Kinder bis 14 Jahren ausgenommen.

Pflegeheime

Die Corona-Impfkampagne in Alten- und Pflegeheimen in Schleswig-Holstein ist abgeschlossen – deshalb dürfen Heimbewohner wieder mehr Besucher empfangen. Besucher dürfen Heime nur unter Vorlage eines negativen Testergebnisses betreten. Ausnahmen gelten für Personen mit einem ausreichenden Impfschutz.

Reisen

Privates Reisen in oder nach Schleswig-Holstein ist nicht verboten. Jedoch sind in den meisten Teilen des Landes die Beherbergungsbetriebe für Touristen geschlossen. Ausnahmen gelten nur zu beruflichen und medizinischen Zwecken sowie beispielsweise für Beerdigungen.

Im Rahmen der touristischen Modellprojekte ist das Beherbergungsverbot derzeit in der Schlei-Region und Eckernförde, sowie in Nordfriesland aufgehoben. Büsum folgt voraussichtlich am 10. Mai. In der Region Lübecker Bucht wurde das Projekt wegen hoher Inzidenzwerte vorerst ausgesetzt.

Reiserückkehrer

Reiserückkehrer sind verpflichtet, sich unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne zu begeben und direkt nach der Einreise das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Außerdem müssen Reiserückkehrer höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise nach Deutschland einen Corona-Test absolvieren.

Die Dauer der Quarantäne kann durch die Vorlage eines negativen Testergebnisses verkürzt werden. Dafür muss der Test mindestens fünf Tage nach der Einreise durchgeführt worden sein. Seit dem 16. Dezember 2020 sind Tests für Reiserückkehrer kostenpflichtig.

Von Quarantänepflicht ausgenommen sind bestimmte Personengruppen bei Symptomfreiheit, zum Beispiel Personen, die nur auf Durchreise sind.

Schulen

Die Landesregierung entscheidet auf Basis der Inzidenzwerte jeden Mittwoch, in welchem Umfang der Unterricht in einer Region stattfinden kann.

Anders als in der Bundesnotbremse festgesetzt, orientiert sich die Landesregierung an einer stabilen Inzidenz von 100 und mehr, ab der Schüler in den Distanzunterricht wechseln müssen. Für Abschlussjahrgänge gelten auch dann Lern- und Vorbereitungsangebote in Präsenz.

Schüler und Lehrer in Schleswig-Holstein müssen zweimal in der Woche einen Schnelltest vornehmen.

Sport

Außerhalb geschlossener Räume darf Sport ohne Körperkontakt von Gruppen mit bis zu zehn Personen ausgeübt werden. Kinder unter 14 Jahren dürfen unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern trainieren.

Die Bundesnotbremse greift ab einer Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Dann dürfen Kinder nur noch maximal zu fünft Sport treiben.

Sportanlagen sind wieder geöffnet. In geschlossenen Räumen dürfen pro Raum nur Personen eines Hausstandes oder maximal zwei Personen aus verschiedenen Haushalten Sport treiben.

Ausnahmen gelten für sieben Modellprojekte im Bereich Sport. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Profisport bleibt weiter möglich, Zuschauer sind nicht erlaubt.

 

Weitere Fragen und Antworten der Landesregierung finden Sie hier.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Das Robert-Koch-Institut stellt aktuelle Informationen, Krisenpläne und Fallzahl-Meldungen hier zur Verfügung. Außerdem gibt es das sogenannte Covid19-Dashboard, wo die aktuellen Fallzahlen auf einer Karte einsehbar sind.

Das Kieler Gesundheitsministerium informiert auf seiner Homepage regelmäßig über neue Entwicklungen in Schleswig-Holstein. Hier geht es zu der Seite.

Über die Entwicklungen vor Ort berichten auch die einzelnen Kreise auf ihren Webseiten.

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