Ohne Abo lesbar : Was Sie über das Corona-Virus in SH wissen müssen

Hier gibt es die wichtigsten Infos zum Coronavirus in SH stets aktualisiert im Überblick.

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13. Januar 2021, 11:07 Uhr

Das Coronavirus namens SARS-CoV-2 breitet sich seit Monaten auch in Europa wieder verstärkt aus. In folgender Tabelle zeigen wir die aktuellen Zahlen in SH, weiter unten erfahren Sie alle grundlegenden Informationen zur Krankheit und zu den aktuellen Regelungen.

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Weiterlesen: Täglich aktuelle Zahlen zu Infizierten, Verstorbenen und Genesenen aus Schleswig-Holstein

shz.de stellt Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Informationen über die Krankheit, die Verbreitung und die Konsequenzen in Schleswig-Holstein kostenlos zur Verfügung. Teilen Sie diesen Artikel auch gerne mit Freunden, Ihrer Familie und Kollegen in sozialen Netzwerken.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus finden Sie im Liveticker.

Die Folgen der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein:

Was sind die generellen Regeln?
  • Abstandsgebot: Sofern dies möglich ist, haben Menschen untereinander 1,5 Meter Mindestabstand im privaten Raum und in der Öffentlichkeit zu halten, sofern es keine Viren-Barriere gibt. Wenn der Abstand nicht einhaltbar ist, soll ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Maskenpflicht: Der Aufenthalt in einer Behörde ohne Mund-Nasen-Bedeckung ist seit dem 2. September nicht mehr erlaubt, auch in Geschäften, Supermärkten, Schulen, Freizeitparks, Bussen und Bahnen muss eine Maske getragen werden. In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen gilt die erweiterte Maskenpflicht. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.
  • Kontaktbeschränkungen: Vorerst gilt bis Ende Januar, dass ein Haushalt nur noch eine Person eines anderen Haushalts treffen darf. Auch Kinder und Säuglinge sind von dieser Regelung nicht mehr befreit. In Schleswig-Holstein gibt es allerdings Ausnahmen für die Betreuung von Kindern unter 14 Jahren und für die Pflege von Angehörigen.
  • Eigenverantwortung: Die allgemeinen Anforderungen an die Hygiene- und Kontakteinschränkungen müssen einhalten werden.
  • Kontrollen in Privatwohnungen soll es laut Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in SH nicht geben. Er bittet die Bürger allerdings darum, auch dort keine Feiern zu veranstalten.
Harter Lockdown: Was ist erlaubt – und was nicht?

Die bisher geltenden Bestimmungen des Teil-Lockdowns werden verschärft. Die Corona-Regeln kommen dem Shutdown im Frühling recht nah.

Für alle Kreise und kreisfreie Städte in SH gilt ab Montag den (11. Januar):

  • Grundsätzlich gilt für private Treffen, dass Personen eines Haushalts nur noch eine zusätzliche Person aus einem anderen Haushalt treffen dürfen. Diese verschärfte Regelung gilt diesmal auch für Kinder und Säuglinge. Ausnahmen gibt es zur Sicherstellung der Kinderbetreuung sowie für die Pflege von Angehörigen.
  • Schule und Kita: Kinder sollen bis zum 31. Januar „wann immer möglich zu Hause betreut werden“, appelliert Bildungsministerin Karin Prien an die Eltern in Schleswig-Holstein. Die Schulen bleiben geschlossen und die Präsenzpflicht ausgesetzt. Schüler erhalten Distanzunterricht. Für Schulkinder der Klassenstufe 1 bis 6 wird eine Notbetreuung angeboten, wenn mindestens ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet, wenn ein berufstätiges Elternteil alleinerziehend ist oder eine Betreuung in der Schule aufgrund eines besonderen Bedarfs erforderlich ist. Die Regelungen gelten auch für Kindergärten.
  • Kirchen und Gottesdienste: Zusammenkünfte in Gotteshäusern sollen nur mit begrenzter Teilnehmerzahl und bei Einhaltung des Mindestabstands von eineinhalb Metern erlaubt sein. Es gilt zudem eine Maskenpflicht auch am Platz, das Singen ist verboten. An Bestattungen sowie Trauerfeiern auf Friedhöfen dürfen maximal 25 Personen teilnehmen. Ab einer Inzidenz von über 200 in einem Landkreis wird die Teilnehmerzahl auf 15 begrenzt.
  • Verbot von Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken im öffentlichen Raum für alle Kreise und kreisfreien Städte unabhängig von der Inzidenz.
  • Alten- und Pflegeheime: Pro Bewohner können sich zwei Personen als feste Besucher registrieren lassen. Diese müssen ein höchstens 24 Stunden altes negatives (Schnell-)Testergebnis vorlegen. Testungen sollen auch vor Ort angeboten werden. Es gilt eine Maskenpflicht sowie ein Betretungsverbot für Personen mit akuten Atemwegserkrankungen.
  • Reisen:  Private Reisen in oder nach Schleswig-Holstein sind aktuell verboten, Beherbergungsbetriebe sind geschlossen. Reiserückkehrer sind verpflichtet, sich unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne zu begeben. Außerdem muss höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise nach Deutschland ein Corona-Test vorgenommen werden. Bestimmte Personengruppen sind bei Symptomfreiheit von der Quarantänepflicht ausgenommen.
  • Kreise und Kommunen können bei Überschreiten einer Inzidenz von 200 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen die Bewegungsfreiheit der Einwohner auf einen Radius von 15 Kilometern um den Wohnort herum einschränken.
  • Hilfen für die Wirtschaft: Vom Lockdown betroffene Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler sollen vom Bund weiter finanziell unterstützt werden. Die sogenannte Überbrückungshilfe III, die Zuschüsse zu den Fixkosten vorsieht, soll verbessert werden. Vorgesehen ist etwa ein höherer monatlicher Zuschuss von bis zu einer halben Million Euro.
  • Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder bleiben geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Individualsport, also etwa alleine oder zu zweit joggen gehen, ist weiter erlaubt. Profisport wie die Fußball-Bundesliga ist nur ohne Zuschauer zugelassen.

Gastronomie

  • Gastronomische Betriebe wie Restaurants, Bars, Diskotheken und Kneipen sind geschlossen. Allerdings dürfen die Betriebe weiterhin Essen ausliefern oder einen Abhol-Service anbieten.
  • Das Prosititutionsgewerbe ist nicht erlaubt.

Supermärkte/Geschäfte

Generell bleibt der Einzelhandel bis zum 31. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten etwa für Lebensmittelmärkte, Abhol- und Lieferdienste auch der Gastronomie, Apotheken, Drogerien, Optiker, Tankstellen, Autowerkstätten, Banken, Post und Reinigungen. Der Verkauf von Produkten abseits von Lebensmitteln in Märkten kann eingeschränkt werden.

Friseure, Kosmetikstudios und ähnliche Betriebe bleiben geschlossen, sofern sie nicht medizinisch notwendige Behandlungen vornehmen.

Welche Strafen drohen, wenn man sich nicht an die Corona-Auflagen hält?

Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt auch in Schleswig-Holstein ein Bußgeldkatalog. Im Wiederholungsfall sind Strafen bis zu 25.000 Euro möglich.

Bei Privatpersonen können folgende Vergehen geahndet werden:

Grundlage für den Bußgeldkatalog ist die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 5. Juni 2020. Auf der Website der Landesregierung sind die einzelnen Regelsätze und Verstöße aufgelistet.

Sind Schulen, Kindergärten und Hochschulen wieder geöffnet?

Schulen

Die Schulen bleiben bis zum 31. Januar geschlossen. Schülerinnen und Schüler erhalten Distanzunterricht. Davon ausgenommen sind Abschlussjahrgänge. Für sie finden ab dem 11. Januar Lernangebote in Präsenz unter Einhaltung des Mindestabstandes statt. Eine Maskenpflicht herrscht weiterhin. Gleiches gilt für berufsbildende Schulen.

Kitas

Für Kitas gilt ein Betretungsverbot. Tagesmütter und -väter dürfen weiterhin bis zu fünf Kinder betreuen. Ihnen steht frei, für die Zeit des Lockdowns auf eine Notbetreuung umzustellen oder ganz zu schließen.

Notbetreuung

Für Schulkinder der Klassen 1 bis 6 sowie Kita-Kinder wird eine Notbetreuung angeboten, wenn

  • mindestens ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet
  • ein berufstätiger Elternteil alleinerziehend ist
  • die Betreuung und Pflege einen hohen Aufwand erfordert, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann
  • das Kindeswohl gefährdet ist

Förderzentren

Förderzentren werden aufgrund ihrer individuellen Betreuungsstruktur bei Bedarf weiterhin eine notwendige Betreuung anbieten.

Universitäten

An den Universitäten im Land ist das Wintersemester gestartet. Die Lehre wird vor allem online durchgeführt.

Was müssen Reiserückkehrer aus Risikogebieten beachten?

Reiserückkehrer sind verpflichtet, sich unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne zu begeben und direkt nach der Einreise das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Außerdem müssen Reiserückkehrer höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise nach Deutschland einen Corona-Test absolvieren.

Die Dauer der Quarantäne kann durch die Vorlage eines negativen Testergebnisses verkürzt werden. Dafür muss der Test mindestens fünf Tage nach der Einreise durchgeführt worden sein. Seit dem 16. Dezember 2020 sind Tests für Reiserückkehrer kostenpflichtig.

Von Quarantänepflicht ausgenommen sind bestimmte Personengruppen bei Symptomfreiheit, zum Beispiel Personen, die nur auf Durchreise sind.

Schwanger während der Pandemie – Was muss ich beachten?

Eine Infektion mit dem Coronavirus könnte ersten Datenanalysen zufolge zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen. Bei Covid-19-Patientinnen steige das Risiko für vorzeitige Wehen, so das Ergebnis einer Analyse erster weniger Daten zum Thema des Universitätsklinikums Erlangen. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die Viren während der Schwangerschaft oder durch die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Die Erlanger Frauenklinik berücksichtigte dafür Daten von 18 schwangeren Covid-19-Patientinnen aus den chinesischen Regionen Wuhan und Hubei. „Das sind die einzigen Daten, die wir momentan haben“, erklärte Matthias Beckmann, Direktor der Frauenklinik.

Generell gilt: Bei der Geburt müssen Schwangere auch in Zeiten von Corona nicht alleine sein. Allerdings darf in Schleswig-Holstein aktuell nur eine gesunde, vertraute Person mit den Kreißsaal kommen. Die endgültige Entscheidung über ein Zutrittsrecht der Begleitperson trifft im Einzelfall jedoch das Klinikpersonal. Die Begleitperson muss ihre Kontaktdaten angeben. Die Belegung von Familienzimmern sind in Schleswig-Holstein wieder möglich.

Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft während der Corona-Krise finden Sie hier.

Kann man noch mit dem ÖPNV fahren?

Ja. Der öffentliche Personennahverkehr ist nicht eingeschränkt.

Busse und Bahnen sind ein wichtiger Infrastrukturbereich und systemrelevant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, da diese die notwendige Beförderung sicherstellen (z. B. Weg zur Arbeit, Weg zum Arzt). Die Verkehrsbetriebe treffen Maßnahmen, um im ÖPNV das Infektionsrisiko zu minimieren. Dort gilt zudem eine Maskenpflicht.

Darf noch Blut gespendet werden?

Ja. Allerdings, wenn Sie in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen Sie für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder des besonders betroffenen Gebiets kein Blut spenden.

Wie ist der Tourismus in SH betroffen?

Touristische Reisen nach und in Schleswig-Holstein sind verboten. Beherbergungsbetriebe werden geschlossen und nur noch zu beruflichen, medizinischen (z.B. Begleitung von Kindern bei einem Krankhausaufenthalt) oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken (z.B. Teilnahme an Bestattungen/Trauerfeiern) zugelassen.

Kann ich in SH einen Gottesdienst besuchen?

Ja. Gottesdienste sind mit entsprechenden Hygienekonzepten möglich, allerdings innerhalb eines geschlossenen Raumes auf maximal 50 Teilnehmende begrenzt. Unter freiem Himmel können sich bis zu 100 Gläubige verammeln. Trauerfeiern und Bestattungen auf Friedhöfen können mit bis zu 25 Teilnehmern stattfinden. Bei Überschreitung einer 7-Tage-Inzidenz von 200 wird die Teilnehmerzahl auf 15 begrenzt.

 

Weiterlesen: Absage von Großveranstaltungen – Wacken, Karl-May-Festspiele und Hurricane fallen aus

 

Weitere Fragen und Antworten der Landesregierung finden Sie hier.

Was Sie über die Krankheit wissen müssen:

Was sind die Symptome?

Das Coronavirus kommt bei den Symptomen einer Erkältung nahe. Teilweise haben Infizierte auch keine Symptome bemerkt. Außerdem sind Fieber, Husten und Atemprobleme möglich, die auch bei einer echten Grippe auftreten können. Bei schwereren Verläufen kann das Coronavirus zu einer Lungenentzündung führen. Gefährlich ist das Virus vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Vorerkrankungen und alte Menschen.

Weiterlesen: Coronavirus – Wie die Krankheit verläuft und wer besonders gefährdet ist

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Eine Coronavirus-Imfpung gibt es derzeit nicht und wird noch viele Monate auf sich warten lassen. Um die Ausbreitung der Krankheit auszubremsen, raten Experten zu den gewöhnlichen Hygienemaßnahmen, die Menschen in Zeiten der Grippewelle ohnehin beachten sollten. Dazu zählen unter anderem:

  • regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen – mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk,
  • Desinfektionsmittel verwenden,
  • nur mit gewaschenen Händen ins Gesicht fassen.

Weiterlesen: Die wirksamsten Tipps zum Schutz vor dem Coronavirus

Personen über 60 Jahre und Personen mit chronischen Grunderkrankungen sollten den Impfschutz auf Pneumokokken überprüfen und gegebenenfalls diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Standardimpfung nachholen. Ein Impfschutz gegen Pneumokokken wirkt zwar nicht gegen das Coronavirus, aber er kann potenziell schweren Krankheitsverläufen durch Doppelinfektionen vorbeugen. Denn eine bereits befallene Lunge kann zusätzlich noch von anderen Erregern angegriffen werden. Von Pneumokokken ist bekannt, dass sie sich bevorzugt auf virale Infektionen „aufsetzen“ können.

Auch für Menschen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit gelten, wie bei älteren Menschen, zusätzliche Impfempfehlungen (Indikationsimpfungen). Für sie wird ebenfalls von der STIKO u.a. eine Pneumokokken-Impfungen empfohlen. Die Pneumokokken-Impfung ist außerdem für Personen mit beruflicher Exposition gegenüber Metallrauch (z.B. Schweißer) empfohlen.

Wer ist vom Coronavirus besonders gefährdet?

Das Coronavirus ist besonders gefährlich für:

  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem,
  • Menschen mit Vorerkrankungen und
  • alte Menschen.

Wie bei der Grippe sind vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährdet, vor allem alte und kranke Menschen. Das legt eine Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden nahe. Bei den Todesfällen durch Covid-19 berichteten Ärzte, dass die Verstorbenen unter Vorerkrankungen gelitten hatten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen und Bluthochdruck.

Die Gefahr steigt vor allem mit dem Alter und für Menschen ab 50 Jahre. In der Altersgruppe der Menschen ab 80 Jahren liegt die Sterblichkeit bei 14,8. Das überrascht nicht, denn ältere Menschen bringen oft Vorerkrankungen mit. Außerdem sind Männer mit einer Sterblichkeit von 2,8 Prozent eher gefährdet als Frauen (1,7 Prozent) – eine genaue Erklärung dafür gibt es noch nicht.

Eine neue Studie legt auch nahe, dass die Schwere der Erkrankung von der Blutgruppe abhängig sein kann. Demnach haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen.

Was mache ich, wenn ich befürchte, mich infiziert zu haben?

Wichtig: Wer Sorge hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben und Symptome aufweist, sollte nicht zum Arzt gehen. Dort besteht die Gefahr, das Virus an andere zu übertragen.

Das Kieler Gesundheitsministerium rät, zunächst seinen Hausarzt oder seine Hausärztin anzurufen und telefonisch das weitere Vorgehen zu besprechen.

Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten sich an das ab dem 1. Januar deutlich ausgebaute Angebot unter der Nummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Diese ist auch außerhalb der Sprechzeiten erreichbar und leistet Hilfestellung bei der Entscheidung über weitere Schritte. Damit sollen Patientinnen und Patienten dahin weitervermittelt werden, wo sie am besten aufgehoben sind.

Was sind Risikogebiete?

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Kriterien (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete), exportierte Fälle in andere Länder/Regionen). Die Situation wird jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst.

Welche Orte aktuell als Risikogebiete gelten, finden Sie hier.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Das Robert-Koch-Institut stellt aktuelle Informationen, Krisenpläne und Fallzahl-Meldungen hier zur Verfügung. Außerdem gibt es das sogenannte Covid19-Dashboard, wo die aktuellen Fallzahlen auf einer Karte einsehbar sind.

Das Kieler Gesundheitsministerium informiert auf seiner Homepage regelmäßig über neue Entwicklungen in Schleswig-Holstein. Hier geht es zu der Seite.

Über die Entwicklungen vor Ort berichten auch die einzelnen Kreise auf ihren Webseiten.

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