Ohne Abo lesbar : Was Sie über das Corona-Virus in SH wissen müssen

Das Coronavirus breitet sich auch in SH weiter aus. Hier gibt es die wichtigsten Infos stets aktualisiert im Überblick.

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03. April 2020, 17:30 Uhr

Das neuartige Coronavirus namens SARS-CoV-2 breitet sich seit Dezember weltweit aus. Bis Freitagabend wurden insgesamt 1568 Fälle in Schleswig-Holstein bekanntgegeben, bislang gibt es 17 Todesfälle. Eine aktuelle Karte finden Sie hier.

shz.de stellt Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Informationen über die Krankheit, die Verbreitung und die Konsequenzen in Schleswig-Holstein kostenlos zur Verfügung. Teilen Sie diesen Artikel auch gerne mit Freunden, Ihrer Familie und Kollegen in sozialen Netzwerken.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus finden Sie im Liveticker.

Die Folgen der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein:

Welche Regeln gelten während der Corona-Krise?

Am Sonntag, 22. März, beschlossen Bund und Länder weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus:

  • Die Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den Angehörigen des eigenen Hausstands, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern, besser noch zwei Metern einzuhalten.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Verstößen bestraft werden.
  • Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.
  • Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von Polizei und Ordnungsbehörden überwacht und bei Verstößen sanktioniert werden.
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoostudios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

Diese Regeln sollen bis mindestens 19. April gelten. Wie es danach weitergeht, will die Politik nach Ostern entscheiden.

Welche Strafen drohen, wenn man sich nicht an die Corona-Auflagen hält?

Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt seit dem 3. April auch in Schleswig-Holstein ein Bußgeldkatalog.

Im Wiederholungsfall sind Strafen bis zu 25.000 Euro möglich.

  • Wer sich im öffentlichen Raum aufhält mit mehr als einer nicht im Haushalt lebenden Personen muss zum Beispiel 150 Euro bezahlen.
  • Die Einreise nach Schleswig-Holstein aus touristischem Anlass, zu Freizeit- oder Fortbildungszwecken oder zur Entgegennahme von vermeidbaren oder aufschiebbaren Maßnahmen der medizinischen Versorgung, Vorsorge oder Rehabilitation kann jeden Einreisenden 150 bis 500 Euro kosten.
  • Nehmen Hotel oder Pensionen Gäste auf oder sind Gaststätten geöffnet, sind 4000 Euro für den Betreiber fällig.
  • Wer an einer öffentlichen oder privaten Veranstaltung, Zusammenkunft oder Ansammlung mit mehr als einer nicht im selben Haushalt lebenden Personen teilnimmt, muss 150 bis 500 Euro bezahlen.

Grundlage für den Bußgeldkatalog ist die allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), die hier auf der Webseite der Landesregierung zu finden ist.

Wie lange fallen Schule, Kindergarten oder Hochschule aus?

Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag, 16. März, bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium in Kiel mit.

Die Regelung gilt für alle öffentlichen und privaten Schulen – damit auch für Berufsschulen.

Eine Notbetreuung ist möglich, wenn ein Elternteil in einer Gesundheits- oder Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst arbeitet. Für die anderen Bereiche der kritischen Infrastruktur wie beispielsweise den Energiesektor, den Ernährungsbereich oder den öffentlichen Nahverkehr gilt weiter: Kinder werden betreut, wenn beide Elternteile beziehungsweise Alleinerziehende keine Alternativbetreuung ihrer Kinder organisieren können.

Förderzentren werden aufgrund ihrer individuellen Betreuungsstruktur bei Bedarf weiterhin eine notwendige Betreuung anbieten.

In Schleswig-Holstein wird der Lehrbetrieb an den Hochschulen ausgesetzt.

Auch Hamburg lässt die Schulen bis zum 19. April ausfallen.

Gibt es eine Erstattung der Kitagbühren für die Eltern, wenn die Kita zu ist?

Eltern in Schleswig-Holstein können wegen der Corona-bedingten Kita-Schließungen mit einer Rückerstattung der Gebühren rechnen. Die Kommunen sollen dafür 50 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm erhalten. Dies beschlossen die Koalitionsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bei einer Kabinettssitzung am Samstag gemeinsam mit der SPD-Fraktion und dem SSW im Landtag.

Mit dem Geld sollen die Beiträge für die Betreuung von kleinen Kindern in den Tagesstätten für zwei Monate erstattet werden. Die genauen Einzelheiten würden kurzfristig mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Landtagsfraktionen.

Wann finden Prüfungen statt?

Die Abitur-Prüfungen im Land starten nach den Osterferien. Das teilte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am 27. März in einem offenen Brief an alle Schüler mit.

Demnach beginnen die Prüfungen an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe am 21. April mit den Profilfächern. Am 24. April folgen die Kernfächer Fremdsprachen (außer Französisch), am 28. April Kernfach Französisch, am 30. April Kernfach Deutsch und am 5. Mai Kernfach Mathematik.

Die Sprechprüfungen im Kern- und Profilfach Englisch sind für den 26. und 27. Mai angesetzt, ein Zusatztag für Sprechprüfung Englisch ist der 28. Mai.

Die Prüfungen für den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) und den Mittleren Schulabschluss (MSA) sollen nach Worten von Prien im Mai starten. Hier sei die große Herausforderung, dass die letzten Unterrichtswochen zur Vorbereitung der Prüfungen in den Schulen fehlten. Die Prüfungen müssten daher verschoben werden, damit zunächst eine angemessene Vorbereitung erfolgen könne, so die Ministerin. 

An den beruflichen Gymnasien ist der Prüfungsablauf wie folgt vorgesehen: 21. April im Fach Deutsch, 24. April im Fach Mathematik, am 27. und 28. April im fachrichtungsbezogenem Prüfungsfach und am 30. April im Fach Englisch. 

An der Berufsoberschule werden die schriftlichen Abschlussprüfungen ab dem 27. April stattfinden und die mündlichen Prüfungen ab dem 25. Mai.  

Welche Regeln gibt es für die Kinderbetreuung in der Tagespflege?
  • Das Betreuungsverbot gilt nicht für die erlaubnispflichtige Kindertagespflege, wenn in diesem Rahmen maximal 5 fremde Kinder betreut werden.
  • Ebenso nicht erfasst von dem Verbot sind die sonstigen Angebote der Kindertagespflege bei einer Betreuung von maximal 5 fremden Kindern.
  • Eigene Kinder der Kindertagespflegepersonen zählen nicht mit zu der Anzahl "maximal 5 fremde Kinder" und können somit zusätzlich betreut werden.
  • Neuaufnahmen sind im Geltungszeitraum des Erlasses nicht gestattet.
  • Die Betreuung von Kindern in Rahmen einer Kooperation von zwei Kindertagespflegepersonen mit mehr als fünf fremden Kindern insgesamt in einem Gebäude sowie gemeinsam genutzten Neben- und Funktionsräumen ist nicht erlaubt. Davon kann dann abgewichen werden, wenn es sich um Kinder von Eltern aus den Bereichen der Kritischen Infrastruktur handelt (Achtung: BEIDE Eltern müssen in diesen Bereichen arbeiten und dort maßgeblich für die Aufrechterhaltung der Strukturen sein).
  • Grundsätzlich steht es der Tagespflegeperson selbst natürlich frei, ihr Angebot zu schließen. Sie kann in keiner Weise gezwungen werden, ihr Angebot offen zu halten.
Kann ich weiter einkaufen?

Der Einzelhandel muss seit dem 18. März dicht machen. Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Ärzte und Handwerksbetriebe sind ausdrücklich ausgenommen.

Die Regelungen gelten vorerst bis zum 19. April.

„Außerhausverkauf und Lieferservice sind von den Vorgaben nicht betroffen. Unser primäres Ziel ist es, die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten“, betonte Ministerpräsident Daniel Günther.

Seit dem 3. April müssen auch mobile Verkaufsstände schließen. Das betrifft zum Beispiel mobile Würstchenstände, Eis- oder Kaffeewagen. Wochenmärkte sind davon ausgenommen, also weiterhin erlaubt.

Was müssen Reiserückkehrer aus Risikogebieten beachten?

Reiserückkehrer aus Risikogebieten und allen laut RKI besonders betroffenen Gebieten ist der Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen bis auf Weiteres untersagt. Auch Rückkehrern aus alpinen Skigebieten wird dieses Verhalten dringend empfohlen.

Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Welche Regeln gibt es für Besuch in Krankenhäusern?

An den Kliniken im Land herrscht ein vorläufiges Besuchsverbot, planbare Aufnahmen sollen verschoben werden, um Kapazitäten für Covid-19-Patienten bereitzuhalten.

Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Erste Kliniken in SH sprechen Besuchsverbot für Väter nach der Geburt aus

Schließen die Gerichte? Das Standesamt? Das Bürger- bzw.Ordnungsamt? Die Bundesagentur für Arbeit?

"Die genannten Institutionen werden aktuell nicht geschlossen. Der Publikumsverkehr wird jedoch auch in diesen Institutionen eingeschränkt werden müssen, um eine Verbreitung der Infektion zu verhindern", heißt es von der Landesregierung. Dringende Anliegen sollten nach Möglichkeit telefonisch oder per E-Mail erledigt werden. Hierfür stehe unter anderem auch die Behördennummer 115 zur Verfügung.

Welche Regeln gibt es für öffentliche und private Veranstaltungen?

Alle öffentlichen Veranstaltungen werden bis 19. April untersagt.

Von dem Verbot sind Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kino und Museen, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Saunen und Angebote der Volkshochschulen, Musikschulen und andere öffentliche und private Bildungseinrichtungen betroffen. Gleiches gilt für Zusammenkünfte in Sportvereinen, Freizeiteinrichtungen und Spielhallen sowie das Prostitutionsgewerbe.

Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern oder Grillabende sowie Ansammlungen von Personen im öffentlichen Raum sind allesamt ab einer Teilnehmerzahl von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben.

Dürfen Restaurants noch öffnen?

Alle Restaurants müssen in Schleswig-Holstein schließen. Nur Essen außer Haus darf noch verkauft werden.

Kann man noch mit dem ÖPNV fahren?

Ja. Der öffentliche Personennahverkehr ist nicht eingeschränkt.

Busse und Bahnen sind ein wichtiger Infrastrukturbereich und systemrelevant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, da diese die notwendige Beförderung sicherstellen (z. B. Weg zur Arbeit, Weg zum Arzt). Die Verkehrsbetriebe treffen Maßnahmen, um im ÖPNV das Infektionsrisiko zu minimieren.

Darf noch Blut gespendet werden?

Ja. Allerdings, wenn Sie in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen Sie für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder des besonders betroffenen Gebiets kein Blut spenden.

In Neumünster wurde ein landesweites Blutspendezentrum engerichtet: Ab Mittwoch, 18. März, bis Freitag, 27. März, können gesunde Menschen von 14 bis 18 Uhr in der Holstenhalle 2 Blut spenden (Eingang Foyer Süd).

Dürfen Campingplätze noch geöffnet sein?

Nein, auch Campingplätze müssen mindestens bis zum 19. April geschlossen bleiben, denn die Infektionsgefahr, die in Gemeinschaftsräumen und insbesondere in den Wasch- und Toilettenanlagen besteht, ist vergleichbar mit Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Wie ist der Tourismus in SH betroffen?

Die Landesregierung hat am 16. März weitreichende Beschlüsse gefasst:

Danach müssen alle Touristen die Beherbergungsbetriebe am 18. März verlassen. Hotels werden geschlossen. Eine Ausnahme gilt lediglich für Geschäftsreisende oder Einsatzkräfte, etwa der Polizei.

Auf die Inseln an Nord- und Ostsee dürfen nur noch dort Angestellte und Bewohner mit Erstwohnsitz reisen.

Einen Rückzieher hat das Land am 23. März für diejenigen gemacht, die sich derzeit (!) an ihrem Zweitwohnsitz in Schleswig-Holstein befinden. Diese Personen sollten eigentlich ausreisen, dürfen nun aber bleiben. Eine Wiedereinreise ist jedoch untersagt.

Öffnen Geschäfte jetzt auch sonntags?

Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs sei gesichert, sagte Ministerpräsident Daniel Günther. Dazu sollen die Sonntagsverkaufsverbote für Einzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Apotheken, Sanitätsläden, Drogerien und Tankstellen aufgehoben werden. Darunter fallen auch Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Waschsalons, Reinigungen, der Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenbaubetriebe sowie Tierbedarfsmärkte und Großmärkte. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen.

Weitere Fragen und Antworten der Landesregierung finden Sie hier.

Was Sie über die Krankheit wissen müssen:

Was sind die Symptome?

Das Coronavirus kommt bei den Symptomen einer Erkältung nahe. Teilweise haben Infizierte auch keine Symptome bemerkt. Außerdem sind Fieber, Husten und Atemprobleme möglich, die auch bei einer echten Grippe auftreten können. Bei schwereren Verläufen kann das Coronavirus zu einer Lungenentzündung führen. Gefährlich ist das Virus vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Vorerkrankungen und alte Menschen.

Weiterlesen: Coronavirus – Wie die Krankheit verläuft und wer besonders gefährdet ist

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Eine Coronavirus-Imfpung gibt es derzeit nicht und wird noch viele Monate auf sich warten lassen. Um die Ausbreitung der Krankheit auszubremsen, raten Experten zu den gewöhnlichen Hygienemaßnahmen, die Menschen in Zeiten der Grippewelle ohnehin beachten sollten. Dazu zählen unter anderem:

  • regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen – mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk
  • Desinfektionsmittel verwenden
  • nur mit gewaschenen Händen ins Gesicht fassen.

Weiterlesen: Die wirksamsten Tipps zum Schutz vor dem Coronavirus

Personen über 60 Jahre und Personen mit chronischen Grunderkrankungen sollten den Impfschutz auf Pneumokokken überprüfen und gegebenenfalls diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Standardimpfung nachholen. Ein Impfschutz gegen Pneumokokken wirkt zwar nicht gegen das Coronavirus, aber er kann potenziell schweren Krankheitsverläufen durch Doppelinfektionen vorbeugen. Denn eine bereits befallene Lunge kann zusätzlich noch von anderen Erregern angegriffen werden. Von Pneumokokken ist bekannt, dass sie sich bevorzugt auf virale Infektionen „aufsetzen“ können.

Auch für Menschen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit gelten, wie bei älteren Menschen, zusätzliche Impfempfehlungen (Indikationsimpfungen). Für sie wird ebenfalls von der STIKO u.a. eine Pneumokokken-Impfungen empfohlen. Die Pneumokokken-Impfung ist außerdem für Personen mit beruflicher Exposition gegenüber Metallrauch (z.B. Schweißer) empfohlen.

Wer ist vom Coronavirus besonders gefährdet?

Das Coronavirus ist besonders gefährlich für:

  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Menschen mit Vorerkrankungen
  • alte Menschen
  • Männer

Wie bei der Grippe sind vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährdet, vor allem alte und kranke Menschen. Das legt eine Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden nahe. Bei den Todesfällen durch Covid-19 berichteten Ärzte, dass die Verstorbenen unter Vorerkrankungen gelitten hatten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen und Bluthochdruck.

Die Gefahr steigt vor allem mit dem Alter und für Menschen ab 50 Jahre. In der Altersgruppe der Menschen ab 80 Jahren liegt die Sterblichkeit bei 14,8. Das überrascht nicht, denn ältere Menschen bringen oft Vorerkrankungen mit. Außerdem sind Männer mit einer Sterblichkeit von 2,8 Prozent eher gefährdet als Frauen (1,7 Prozent) – eine genaue Erklärung dafür gibt es noch nicht.

Was mache ich, wenn ich befürchte, mich infiziert zu haben?

Wichtig: Wer Sorge hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben und Symptome aufweist, sollte nicht zum Arzt gehen. Dort besteht die Gefahr, das Virus an andere zu übertragen.

Das Kieler Gesundheitsministerium rät, zunächst seinen Hausarzt oder seine Hausärztin anzurufen und telefonisch das weitere Vorgehen zu besprechen.

Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten sich an das ab dem 1. Januar deutlich ausgebaute Angebot unter der Nummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinung wenden. Diese ist auch außerhalb der Sprechzeiten erreichbar und leistet Hilfestellung bei der Entscheidung über weitere Schritte. Damit sollen Patientinnen und Patienten dahin weitervermittelt werden, wo sie am besten aufgehoben sind.

Wo bekomme ich telefonisch noch weitere Hilfe?

Neben der Notrufnummer 116 117, über die der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen rund um die Uhr ärztliche Hilfe vermittelt, gibt es noch weitere Hotlines.

Allgemeines Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriu+49 30-346 465 100

Bürgertelefon des Landesgesundheitsministeriums:431-7970001 (werktäglich von 8-18 Uhr)

Telefon-Hotline des Infektionsschutzes des Kreises Segeberg: 04551-951 9833

Bürgertelefon in Neumünster: 04321 3322-888

Was sind Risikogebiete?

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Kriterien (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete), exportierte Fälle in andere Länder/Regionen). Die Situation wird jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst.

Welche Orte aktuell als Risikogebiete gelten, finden Sie hier.

Soziale Kontakte meiden – Wie bekomme ich meine Medikamente?

Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente sollen ssoweit wie möglich telefonisch beim Arzt angefordert werden. Die Arztpraxen sollen die Rezepte dann an die Stammapotheken der Patienten faxen.

Die Kassenärztliche Vereinigung riet Patenten zudem, das Angebot von Botendiensten der Apotheken anzunehmen.

Wo gibt es bestätigte Corona-Fälle in Schleswig-Holstein und Hamburg?

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Fällen finden Sie hier.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Das Robert-Koch-Institut stellt aktuelle Informationen, Krisenpläne und Fallzahl-Meldungen hier zur Verfügung.

Das Kieler Gesundheitsministerium informiert auf seiner Homepage regelmäßig über neue Entwicklungen in Schleswig-Holstein. Hier geht es zu der Seite.

Über die Entwicklungen vor Ort berichten auch die einzelnen Kreise auf ihren Webseiten.

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