SH:Z-Aktion „Tier des Tages“ : Seehund Pletje stibizt im Westküstenpark Heringe

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Wie es den Tierparks im Norden und ihren Bewohnern im Lockdown geht und wie man helfen kann, sehen Sie im Video.

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22. Januar 2021, 21:00 Uhr

In einer neuen Serie stellen wir jeden Tag ein Tier aus einem Tierpark in Schleswig-Holstein oder Hamburg vor. Wir haben die Tierparks besucht und die Pfleger gefragt: Wie geht es den Tieren? Wie kommen die Tierparks mit Schließungen und fehlenden Einnahmen zurecht?

Die kleine Pletje ist der Frechdachs unter den Seehunden im Westküstenpark in St. Peter Ording. Gerade mal ein halbes Jahr alt, versteht sie es bestens, den großen Seehunden bei der Fütterung, die Heringe zu stibitzen. Das erklärt auch ihr stattliches Fettpolster, welches sie, gerade jetzt im Winter, gut vor der Kälte schützt. Neben Pletje werden im Westküstenpark jeden Tag 800 weitere Tiere versorgt und durch den Lockdown fehlen die dafür nötigen Einnahmen. Wer helfen möchte kann spenden oder Tierpatenschaften übernehmen. Alle Infos dazu auf: www.Tierpark-westkuestenpark.de

 

Blesswild im Wildpark Eekholt

Im Wildpark Eekholt leben mehr als 700 Tiere von über 100 Arten. Darunter auch solche, die nahezu ausgestorben sind, wie das Blesswild. Blesshirsche sind eine Farbvariation der Rothirsche mit weißer Blesse und meist weißen Läufen. Vermutlich hält der Wildpark die letzten Exemplare, darunter die besonders neugierige Blesswild-Dame Lilly, die von Tierpflegerin Joy Wilken betreut wird.  

Der Wildpark Eekholt erhält keine  staatliche Förderung, daher sind finanzielle Hilfen und Patenschaften willkommen. Weitere Infos: www.wildpark-eekholt.de/unterstuetzung

Hohe Verluste bei Hagenbecks Tierpark

Das Albino-Seebärenbaby Elsa wurde im Juni 2020 im Tierpark Hagenbeck geboren – Sie ist ein echter Albino. Mit ihrem weißen Fell und ihrer neugierigen Art ist das Seebärenbaby ein echter Hingucker. Neben Elsa müssen im Hamburger Tierpark noch über 1850 weitere Tiere versorgt werden. Coronabedingt beläuft sich der bisherige Verlust des Tierparks auf sechs Millionen Euro.

Durch die fehlenden Besucher mangelt es an wichtigen Einnahmen für die Versorgung der Tiere. Tierfreunde können durch die Übernahme von Tierpatenschaften über die Vereinshomepage helfen. Alle Infos dazu unter: www.hagenbeck.de

Video: Lippmann/Hagenbeck

Eisbär Vitus mag am liebsten Honigmelonen

Vitus hat einen Faible für Honigmelonen. Satt wird er davon aber nicht. Der 21-jährige Eisbär aus dem Tierpark Neumünster bringt es auf stolze 800 Kilogramm. So ein Gewicht hält man nicht vegan, deshalb muss täglich Fisch her – in rauen Mengen. Neben Vitus müssen noch 700 weitere Tiere versorgt werden. Das kostet täglich etwa 4000 Euro. Durch den Lockdown fehlen dem Tierpark die Einnahmen und langsam wird es eng. Wer helfen möchte, kann spenden, Tierpatenschaften übernehmen oder Jahreskarten erwerben. 

 

Katta-Lemuren im Tierpark Gettorf

Im Tierpark Gettorf ist die Frauenquote kein Thema – zumindest nicht bei den Katta-Lemuren. Bei den aus Madagaskar stammenden Primaten mit dem unverwechselbaren geringelten Schwanz gibt Anführerin Kirindy den Ton an. Die Katta-Chefin lässt sich jedoch gern von der Biologin des Tierparks, Gabriele Ismer, auf den Arm nehmen. 850 Tiere in 150 Arten erwarten in den Gettorf die Besucher, die zurzeit nicht kommen dürfen. Wer helfen will, Spenden sind herzlich willkommen.

 

Arche Warder und das hungrige Sattelschwein Sirius

Sirius hat eigentlich immer Hunger. Der Angler Sattelschwein-Eber lebt zusammen mit zwei älteren Weibchen in einem Gehege der Arche Warder, in der es Corona-bedingt zur Zeit sehr ruhig ist. Zootierpflegerin Nora Peiker und ihre Kolleginnen haben trotzdem alle Hände voll zu tun, denn neben Sirius müssen täglich etwa tausend weitere Tiere gefüttert und versorgt werden.

Durch die fehlenden Eintrittsgelder braucht die Arche Warder dringend Unterstützung. Wer helfen möchte kann spenden, Tierpatenschaften übernehmen oder Fördermitglied werden. Alle Infos dazu auf: www.arche-warder.de

 
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