zur Navigation springen

Kommentar : Computerkriminalität: Diffuse Gefahr

vom

Haben Sie schon einmal überlegt, Ihr Vermögen mit kriminellen Machenschaften zu vergrößern? Welches Verbrechen wäre wohl am lukrativsten und birgt nur ein geringes Risiko, erwischt zu werden? Ein Kommentar von Ralf Henningsen.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 07:18 Uhr

Ein Handtaschenraub, ein Banküberfall oder  ein Autodiebstahl kommt nicht in Frage – die Beute ist bescheiden, die meisten Täter werden überführt. Wer schnell ans große Geld will, nutzt die Anonymität des Internets.

Und könnte schnell auf die Nase fallen. Die Kriminalstatistik sieht nämlich ganz anders aus: Die Aufklärungsquote von Internet-Straftaten liegt mit 60 Prozent über dem Durchschnitt aller registrierten Straftaten (54 Prozent), was für die Arbeit der Ermittler spricht. Und exponentiell gewachsen ist die Zahl der Straftaten im digitalen Neuland auch nicht: 229408 hat das Bundeskriminalamt für 2012 gezählt, etwas mehr als 2009, aber weniger als 2010.

Trotz der vielen Schlagzeilen über die dunkle Seite des Internets, den Berichten von Kinderporno-Ringen, gehackten Mailkonten, gefährdeten Betriebssystemen. Der Ruf nach einer Verstärkung der  strafverfolgenden Behörden ist populär, stößt aber schnell an finanzielle Grenzen.

Sicherheit – die ist uns zwar lieb und teuer, sie darf aber nicht allzuviel kosten. Da ist es in der virtuellen Welt genauso wie in der Welt des Kohlenstoffs: Ein Schutzpolizist an jeder Straßenecke vermittelt ein gutes Gefühl, ist aber immer noch keine hundertprozentige Garantie für einen verbrechensfreien Häuserblock.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen