Spielstätte der SG : Campushalle heißt jetzt Flens-Arena

Neuer Schriftzug: So oder so ähnlich wird die bisherige Campushalle - hier die Rückseite - demnächst aussehen. Foto: FOTO: Montage
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Neuer Schriftzug: So oder so ähnlich wird die bisherige Campushalle - hier die Rückseite - demnächst aussehen. Foto: FOTO: Montage

Nord-Ostsee-Sparkasse tritt kürzer - Flensburger Brauerei steigt als Sponsor ein / Vertrag auf fünf Jahre geschlossen

shz.de von
14. November 2012, 06:49 Uhr

Flensburg | Wächst da zusammen, was zusammen gehört? Die Campushalle heißt ab heute Flens-Arena, die Flensburger Brauerei stieg als neuer Hallensponsor für die Nord-Ostsee-Sparkasse ins Boot, die das Engagement nach zehn Jahren deutlich zurückgefahren hat. Gleichwohl bleibt die Nospa als Rechtsnachfolgerin der Flensburger Sparkasse mit einem kleineren Werbeauftritt an der Außenwand vertreten.

Im Flensburg-Salon der Brauerei herrschte gestern allseits gute und entspannte Laune. Dort informierten die künftigen Partner über die neue Situation: Ellen Eichmeyer (Flensburg) und Aksel Busse (Schleswig-Flensburg) als Vertreter der Besitzgesellschaft, Walter Behrens als Vorsitzender des Aufsichtsrates, auf der anderen Seite Brauerei-Geschäftsführer Andreas Tembrockhaus und Marketing-Direktor Ulrich Beuth für den neuen Hallensponsor. Beide Vertragsparteien waren froh, eine regionale Lösung gefunden zu haben. "Eine Sparkassen-Arena kann überall in Deutschland stehen. Eine Flens-Arena nur in Flensburg." Für die Brauerei ist diese neue Partnerschaft nur die Fortführung ihres seit Inbetriebnahme der Halle andauernden Engagements. "Als Wirtschaftsunternehmen ist es unser Bekenntnis zur Region, aber auch zur SG Flensburg-Handewitt", meinte Tembrockhaus. "Unser Sponsoring stellt einen großen Anteil der Investitionen bereit, die den Betrieb der Halle für den Handball in Zukunft und damit auch für Flensburg sicherstellt."

Über die Höhe dieses zunächst auf fünf Jahre vereinbarten Engagements hatten die neuen Partner Stillschweigen vereinbart. Aufsichtsratsvorsitzender Behrens hätte gerne mehr Einnahmen gehabt, musste aber auch die Fakten zur Kenntnis nehmen: "Veranstaltungshallen sind bundesweit klassifiziert. Selbst die Kieler Sparkassen-Arena ist keine A-, sondern nur noch eine B-Halle. Für Flensburg folgt daraus Kategorie C." Immerhin aber scheint der Beitrag der Brauerei für die Einnahmenseite der hauptsächlich von Stadt und Kreis getragenen Besitzgesellschaft groß genug zu sein, um früher verworfene Pläne wieder reifen zu lassen. Behrens dachte da spontan an eine Überdachung des Treppenbereichs - von Beginn an ein misslicher Planungsfehler, der aus Geldmangel bislang nicht korrigiert werden konnte. "Wir müssen tätig werden", bekräftigte Eichmeyer, "nach zehn Jahren sind wie in jedem Einfamilienhaus die ersten Folgeinvestitionen fällig."

Beide Seiten stehen seit Anfang des Jahres in Verbindung. Laut Eichmeyer waren anfänglich noch zwei weitere Namen im Gespräch, die seien aber sofort wieder verworfen worden. Auch habe man im Flensburger Umfeld abgeklärt, ob die im Frühsommer aufkommenden Überlegungen, auf Handewitter Gebiet privat eine neue und noch größere Halle zu bauen, noch verfolgt werden. Dies, so Eichmeyer, sei nicht der Fall. Walter Behrens kann den Bedarf ohnehin nicht nachvollziehen. "Das Potenzial für eine 10 000er-Halle gibt es hier nicht, und eine Konkurrenzsituation in zehn Kilometern Entfernung wollen wir nicht. Das hatten wir schon im Badbereich."

Die alten Schriftzüge sollen jetzt schrittweise entfernt werden, für die Neubeschriftung veranschlagt Marketing-Chef Ulrich Beuth etwas mehr Zeit. Die großen Schriftzeichen und Embleme werden von innen an der Glaswand angebracht und wollen sorgfältig berechnet sein. Unter hochsommerlichen Bedingungen könnte "Flens" nämlich auf bis zu 160 Grad erhitzt werden. Für den Brauerei-Mann eine unbekömmliche Vorstellung.

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