Überfall : Brutaler Raub – Statt fetter Beute wartet hohe Gefängnisstrafe

Einer der Angeklagten war geständig.
Einer der Angeklagten war geständig.

Mit Komplizen wollte der Täter einen Tresor ausrauben, konnte aber nur 50 Euro erbeuten.

shz.de von
24. Mai 2018, 18:14 Uhr

Kiel | Mit einem Geständnis hat am Donnerstag der Prozess um einen brutalen Raubüberfall auf ein Einfamilienhaus in Hamburg-Norderstedt begonnen.

Ziel der als Paketdienst-Mitarbeiter getarnten Räuber sei ein Tresor mit Hunderttausenden Euro gewesen, sagte einer der Angeklagten, ein 39-Jähriger, am Donnerstag vor dem Kieler Landgericht. Doch kurz nachdem er die Frau eines vietnamesischen Restaurantbesitzers brutal zu Boden gestoßen hatte, wurde er mit nur 50 Euro Beute von zwei Zivilbeamten überwältigt. Zuvor hatte er die Besitzerin geknebelt und an Händen und Füßen gefesselt.

Sein mitangeklagter 21-jähriger Komplize wurde wenig später gestellt. Er wartete demnach im Fluchtwagen vor der Tür. Nach zwei weiteren mutmaßlichen Mittätern wird noch gefahndet.

Die von den Angeklagten zunächst nicht entdeckte Tochter der Familie konnte noch die Polizei rufen, bevor auch sie von einem der flüchtigen Mittäter überwältigt, gefesselt und geknebelt wurde. Beide Frauen seien noch heute traumatisiert, sagte der Staatsanwalt. Die Mutter leide zudem an den Folgen eines Halswirbelbruchs, den sie erlitten habe, als der 39-jährige Angeklagte die nur einen Spalt geöffnete Haustür brutal aufgestoßen habe. Der Prozess wird am 11. Juni fortgesetzt

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