Atommeiler im Kreis Dithmarschen : Brandmeldeanlage im AKW Brunsbüttel defekt

AKW_Brunsbuettel

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet.

Aufgrund eines elektronischen Defektes lösten insgesamt 69 Brandmelder im Atommeiler nicht aus.

shz.de von
15. September 2017, 16:36 Uhr

Brunsbüttel | Im Standort-Zwischenlager des abgeschalteten Kernkraftwerks Brunsbüttel ist es bei einer Prüfung an der Brandmeldeanlage zu Störungen gekommen. Insgesamt lösten 69 Brandmelder nicht aus, teilte die schleswig-holsteinische Atomaufsichtsbehörde (Energiewendeministerium)  Freitag mit. Ursächlich ist nach bisherigen Feststellungen der Behörde eine defekte elektronische Baugruppe. Im Falle eines Brandes wäre keine Signalisierung auf der Kraftwerkswarte erfolgt.

Bereits am 19. Juli 2017 war ein Teilausfall der Branderkennung im Kernkraftwerk Brunsbüttel festgestellt worden. Betroffen war seinerzeit der gleiche Baugruppentyp.

Die Atomaufsichtsbehörde hat Brandschutzsachverständige des TÜV NORD beauftragt die Ereignisse aufzuklären. Der Betreiber Vattenfall hat regelmäßige Rundgänge und Videoüberwachung als Sofortmaßnahme angeordnet. Gegebenenfalls sind Prüfungen sämtliche Melder in kürzeren Abständen probeweise auszulösen.

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung wird vorbereitet. Im Standort-Zwischenlager Brunsbüttel werden zurzeit 20 Castor-Behälter mit abgebranntem Kernbrennstoff aufbewahrt.

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