Ein Verletzter : Brand in Heide: Wieder Feuer im ehemaligen Schwesternwohnheim

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Dunkler Rauch steigt aus dem Keller auf.

Dunkler Rauch steigt aus dem Keller auf.

Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an und bringt die Flammen im Keller unter Kontrolle.

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10. Juli 2019, 08:51 Uhr

Heide | Bei einem Kellerbrand in einem Mietshaus an der Norderstraße ist am späten Dienstagabend ein Hausbewohner leicht verletzt worden. Die Rettungskräfte brachten ihn vorsorglich in das Westküstenklinikum, das er aber nach einer Untersuchung bald verlassen konnte. Die weiteren Bewohner fanden zuvor selbst den Weg ins Freie.

Schon wieder war es ein Vorfall im ehemaligen Schwesternwohnheim, wo ein Mieter die Feuerwehr, die Polizei und den Rettungsdienst auf den Plan gerufen hatte. „Feuer der Kategorie YR1, Großeinsatz, Menschenleben in Gefahr“ – unter diesem Stichwort verständigte die Einsatzleitstelle die Kräfte kurz nach 23 Uhr, nachdem ein Feuer im Kellerbereich des Hauses Nummer 107 gemeldet wurde.

Sogar Kräfte des Rettungsdienstes Pinneberg rückten an und auch die Wehr raste sofort mit mehreren Fahrzeugen zum Unglücksort. Unter anderem kam der Hubretter mit seiner Drehleiter zum Einsatz. Das Mobil verfügt über einen Korb und kann Menschen aus großer Höhe bergen.

„Das Gebäude ist uns von anderen Einsätzen bekannt“, erklärte Wehrführer André Eichert auf Nachfrage.

Wir sind bereits mehrfach hierher gerufen worden. Wehrführer André Eichert
 

Und immer wieder ist es offenbar der gleiche Mann, der Anwohner in Schrecken versetzt. Die Situation verlief glücklich: Das Feuer im Untergeschoss konnte dank des schnellen Eingreifens der Löscheinheiten rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Rauchverschluss: Schutz vor Stichflammen

Das Anbringen eines Rauchverschlusses im Flur verhinderte größeren Sachschaden in dem Gebäude. Der Verschluss besteht aus feuerfestem Material und ähnelt einem Duschvorhang. Er wird am Türrahmen befestigt und sorgt dafür, dass vom Brandort kein Rauch nach außen dringt.

Den Feuerwehrleuten bietet er zusätzlich Schutz vor möglichen Stichflammen. Da der Rauchverschluss nicht entflammbar ist, können sie sich dahinter in Sicherheit bringen und sich so vor Verletzungen schützen. Ein weiterer Vorteil: Verschlüsse dieser Art senken die Sanierungskosten, denn gewöhnlich sorgen Rauch und Ruß für erhebliche Gebäudeschäden und Nutzungsausfall des Hauses.


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