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September 2014 : Blitzmarathon: Deshalb dürfen Kinder in SH nicht mitreden

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Aus der Onlineredaktion

Wo fahren Autofahrer besonders oft zu schnell? Die Polizei setzt beim Blitzmarathon auf die Tipps der Bürger - nur nicht in Schleswig-Holstein.

von
erstellt am 02.Sep.2014 | 19:16 Uhr

Kiel | Bundesweit findet am 18. September der zweite Blitzmarathon statt. Doch die Aktion läuft in Schleswig-Holstein anders als in anderen Bundesländern ab. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) und der Präsident der Deutschen Verkehrswacht Kurt Bodewig hatten am Montag in Aachen bekannt gegeben, dass die Orte, an denen die Blitzer aufgestellt werden, von Kindern vorgeschlagen werden können. „Das ist in Schleswig-Holstein nicht der Fall“, erklärt Ove Rahlf, Sprecher des Innenministeriums.

Über die Idee, Kinder zu befragen, sei das Innenministerium gar nicht informiert worden. Man habe nur über die generelle Bürgerbeteiligung gesprochen und sich dagegen entschieden, so Rahlf. Der Grund: Der Aufwand. Alle Zuschriften zu sichten und auszuwerten, dauere zu lange. „Dafür hat die Polizei in Schleswig-Holstein nicht genug Personal“, sagt der Sprecher.

Die Einbindung der Bürger am Blitzmarathon erklärte Jäger am Montag noch für besonders wichtig: „Durch die Unterstützung aus der Bevölkerung erreichen wir ein wachsendes Bewusstseins für die Gefahren von zu schnellem Fahren.“ Kinder seien als schwächere Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet.

In Schleswig-Holstein werden die Blitzer-Standorte stattdessen von der Polizei bestimmt. Geblitzt werden soll an Unfallschwerpunkten und an sensiblen Orten wie Kindergärten, Schulen und Altenheimen. Wo genau, gibt die Polizei in der Woche ab dem 15. September bekannt.

Fest steht aber schon die Anzahl der Blitzer. An 76 Messorten werden 260 Polizisten im Einsatz sein. Beim ersten Blitzmarathon 2013 waren es mit 156 noch knapp doppelt so viele. Zusätzlich kontrollieren die Kommunen mit 21 Personen an zwölf Messstellen.

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