Unterricht in Herkunftssprachen : Bildungsministerin Karin Prien will Sprachunterricht reformieren

Prien: Wer seine Herkunftssprache nachhaltig erlerne, festige die eigene Sprachkompetenz und lerne schneller Deutsch.

Prien: Wer seine Herkunftssprache nachhaltig erlerne, festige die eigene Sprachkompetenz und lerne schneller Deutsch.

In Kiel und Lübeck beginnen die ersten Schulen mit ihren ersten Lerngruppen für herkunftssprachlichen Türkischunterricht.

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28. August 2019, 17:05 Uhr

Kiel | Schleswig-Holstein will das Modell des Konsulatsunterrichtes abschaffen und stattdessen einen staatlich organisierten Unterricht in den wichtigsten Herkunftssprachen an den Schulen anbieten können – so unter anderem in Türkisch und Russisch.

Zweisprachigkeit sei gerade im Zeitalter der Globalisierung „ein Geschenk“, erklärte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Mittwoch im Landtag. Wer seine Herkunftssprache nachhaltig erlerne, festige die eigene Sprachkompetenz und lerne schneller Deutsch. Das belegten viele Studien, so Prien. Der Anfang sei bereits gemacht:

Im laufenden Schuljahr bieten wir an zwei Pilotschulen erstmals herkunftssprachlichen Unterricht in staatlicher Verantwortung an. Karin Prien, Bildungsministerin
 

Die Theodor-Storm-Schule in Kiel und die Gotthard-Kühl-Schule in Lübeck beginnen spätestens nach den Herbstferien mit ihren ersten Lerngruppen für herkunftssprachlichen Türkischunterricht. Bislang wird Unterricht in Türkisch, Kroatisch, Spanisch und Portugisisch über die jeweiligen Konsulate organisiert.

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