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Prozess um Feuerwehrleute : Bewährungsstrafe und Verwarnungen für Brandstifter in Ahrensburg

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Rund um Ahrensburg brannten immer wieder Strohballen. Als Brandstifter wurden vier Feuerwehrleute festgenommen. Sie wurden am Dienstag verurteilt.

Ahrenburg | Im Prozess gegen vier Feuerwehrleute hat das Jugendschöffengericht Ahrensburg einen Angeklagten wegen Brandstiftung und Anstiftung zur Sachbeschädigung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Vom Vorwurf der gemeinschaftlichen Brandstiftung wurden die drei Mitangeklagte freigesprochen. Gegen zwei von ihnen wurden Verwarnungen ausgesprochen.

Eine Brandserie sorgte in Stormarn und in Lauenburg seit Oktober 2013 für Angst und Verunsicherung. Immer wieder brannten Strohballen. Für einige der Taten stehen die Feuerwehrleute nun vor Gericht.

Alle drei bekamen zudem Geldstrafen. Um sich bei den Löscharbeiten hervortun zu können, haben die zwischen 20 und 22 Jahre Angeklagten nach Ansicht des Gerichts in den vergangenen zwei Jahren Strohballen, Strohlager und einen Dunghaufen angezündet oder von den geplanten Taten gewusst.

Um den Verdacht von sich abzulenken, sollen die Angeklagten in etlichen Fällen zwei Mittäter mit den Brandstiftungen beauftragt und sie auch zu den Tatorten gefahren haben. Die Mittäter - ein damals 20-Jähriger aus Hamburg und ein zur Tatzeit 17-Jähriger aus Ahrensburg - waren bereits im Sommer zu Haftstrafen von zwei Jahren beziehungsweise einem Jahr und zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. 

Die Staatsanwaltschaft hatte für die vier vom Dienst suspendierten Feuerwehrleute Bewährungsstrafen nach dem Jugendstrafrecht zwischen einem Jahr und acht Monaten und zwei Jahren beantragt. Die Verteidiger forderten deutlich geringere Strafen. Bei den Bränden wurde niemand verletzt, es entstand ein Schaden von fast 100.000 Euro.

In dem Prozess, der weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, hatte einer der Angeklagten ein Geständnis abgelegt. Die anderen hätten sich zu den Tatvorwürfen geäußert, jedoch nicht klar gestanden, sagte ein Gerichtssprecher. Wegen der umfangreichen Zeugenvernehmungen waren neun Verhandlungstage statt der ursprünglich geplanten drei Sitzungstage nötig.

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erstellt am 22.Dez.2015 | 11:57 Uhr

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