Autoren, Verleger und privat ein Paar

Tarot im Strandkorb:  Evelin Bürger und Johannes Fiebig 1989 im Jahr der   Verlagsgründung.
1 von 4
Tarot im Strandkorb: Evelin Bürger und Johannes Fiebig 1989 im Jahr der Verlagsgründung.

Sie sind Esoterik- und Tarot-Experten: Evelin Bürger und Johannes Fiebig haben in 25 Jahren insgesamt 1,6 Millionen Tarot-Bücher in 30 Länder der Erde verkauft. Vor zwanzig Jahren, am 8.8.1989, wurde außerdem ihr Königsfurt-Verlag in Klein Königsförde gegründet. Sabine Sopha sprach mit dem Unternehmer- und Ehepaar.

shz.de von
08. August 2009, 03:59 Uhr

Haben Sie vor 25 Jahren schon Tarot-Karten gelegt?

Evelin Bürger: Ja, ich habe sie für mich persönlich genutzt. Dann haben wir zu Silvester in einer großen Gruppe die Karten gelegt und waren überrascht, wie gut die Aussagen für jeden einzelnen passten. Das hat uns gefestigt, auf diesem Weg weiter zu machen.

Wie kamen Sie auf die Idee, ein Buch über Tarot zu schreiben?

Johannes Fiebig: Die Idee hat uns eher gefunden, als das wir nach ihr gesucht hätten. Auf einmal war sie im Frühjahr 1984 da.

Wie war vor 25 Jahren die Situation auf dem Buchmarkt?

Bürger: Damals gab es nur drei Tarot-Bücher auf dem deutschen Markt. Tarot-Karten gab es nur in wenigen Spielwarenläden. Parallel jedoch - aus der Frauen- und der Alternativbewegung heraus - gab es eine große Masse von Menschen, die sich auf eine historisch neue Art die Karten legten.

Ihr erstes Buch heißt "Tarot - Spiegel deiner Möglichkeiten". Weshalb dieser Titel?

Fiebig: Für die meisten Menschen ist das Interesse am Kartenlegen konkreter und seriöser als es die "Schmuddel-Wahrsager" in manchen TV-Sendern suggerieren: Man legt sich die Karten und schaut dadurch quasi in einen Spiegel.

Bürger: Wenn ich wissen will, wie ich in eine andere Stadt komme, brauche ich eine Landkarte. Wenn ich aber wissen will, ob sich der Weg für mich in diese Stadt lohnt, ob ich um einen neuen Beruf kämpfen will oder nicht, dann helfen solche Werkzeuge wie die Tarot-Karten, die eigene Intuition besser wahrzunehmen und davon zu profitieren.

Warum haben Sie Ihren Verlag ausgerechnet in der Provinz - in Klein Königsförde in der Gemeinde Krummwisch - gegründet?

Bürger: Wir haben in Köln gelebt. Aber das ist für Kinder nicht so geeignet. Außerdem bin ich Kielerin. Als wir das Haus hier auf dem Land gesehen haben, war es Liebe auf den ersten Blick.

Fiebig: Und ich habe bei einem Besuch den Ostseestrand und viele der Holsteinischen Seen kennen gelernt und mir gewünscht: Da ziehen wir hin.

Königsfurt, so heißt ja auch die Straße, an der Sie wohnen ...

Bürger: Ja, sie führt zum Kanal hin. Eine Furt ist ja eine Stelle, an der man einen Fluss überqueren kann. Eine Köngisfurt ist demnach der königliche Überweg. Dazu passt, was Sigmund Freud gesagt hat: "Die Traumdeutung ... ist der Königsweg zur Erforschung des Unbewussten im Seelenleben."

Welche Rolle spielt die Traumdeutung für Sie?

Fiebig: Es ist uns sehr wichtig, die Prinzipien der Traumdeutung zu übertragen, dass man die Bilder des Tarot benutzt, als wären es Bilder aus einem Traum.

Welches Buchprojekt planen Sie als nächstes?

Bürger: Als Autoren - unser Buch- und Kartenset "Tarot Basics Deluxe", das im September erscheint ...

Fiebig: ... und als Verlag freuen wir uns auf den großen Internationalen Tarot-Kongress, der vom 27. bis 29. November in Hamburg stattfindet.

Wie sehen Ihre persönlichen Wünsche aus?

Bürger: … einfach "gute Karten" auch im Privaten - und Zeit für meinen Garten!

Fiebig: Ich habe in den letzten Jahren nur wenig gesungen und Posaune gespielt, das soll sich bald wieder ändern.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen