Konkurrenz für Andrea Nahles und Simone Lange : Auch Dirk Diedrich aus Dithmarschen will für SPD-Vorsitz kandidieren

Dirk Diedrich ist stellvertretender Kreisvorsitzender in Dithmarschen.
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Dirk Diedrich ist stellvertretender Kreisvorsitzender in Dithmarschen.

Diedrich ist mit der Nominierung von Andrea Nahles nicht einverstanden und wirft seinen eigenen Hut in den Ring.

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14. Februar 2018, 10:46 Uhr

Heide | Nicht nur die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange tritt als Kandidatin gegen die SPD-Fraktionsführerin Andrea Nahles um den SPD-Vorsitz an. Ein weiterer Kandidat kommt aus dem Kreis Ditmarschen.

Dirk Diedrich, stellvertretender Kreisvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand, erklärt, als Bundesvorsitzender zu kandidieren und begründet dies mit der Art und Weise, der Normierung von Andrea Nahles durch den Ex-Parteichef. „Wenn Mar­tin Andrea zu sein­er Nach­fol­gerin erk­lärt, ohne dass die Partei eine echte Auswahl hat, dann trete ich gegen sie an“, schreibt Diedrich in einem Beitrag auf seiner Webseite. „Wer eine Kon­tra­po­si­tion bezieht, der sollte diese eben auch in aller Kon­se­quenz bis zum Ende durch­denken. Nein, ich will diese Art der ,Wahl' nicht. Darum werfe ich meinen Hut in den Ring.“

Es gehe ihm nicht um die Person, sondern um das „WIE“ schrieb Diedrich weiter. Am Mittwoch sagte er: „Ein Beweggrund ist, dass wir in Deutschland eine gelebte Demokratie haben“. Der Erneuerungsprozess seiner Partei dürfe nicht bedeuten, „dass per Akklamation von oben der nächste Kandidat festgelegt wird.“ Der 50 Jahre alte Studienrat („Ich bin begeisterter Lehrer“) unterrichtet an einer beruflichen Schule in Elmshorn Physik und Materialtechnik.

Schulz hatte am Dienstag seinen Rücktritt erklärt. Daraufhin nominierten Vorstand und Präsidium Nahles jeweils einstimmig als neue Bundesvorsitzende. Sie soll von einem Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden gewählt werden. Bis dahin wird Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz die Partei kommissarisch führen.

Mit Material der dpa

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