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Meiler im Kreis Steinburg : Atomaufsicht stimmt zu: Atomkraftwerk Brokdorf darf wieder ans Netz

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Das Kernkraftwerk Brokdorf war am 4. Februar 2017 vom Netz genommen worden. Der Grund: Rost an Brennstäben.

Kiel | Das im Februar wegen rostiger Brennstäbe vom Netz genommene Atomkraftwerk Brokdorf (Kreis Steinburg) darf wieder hochgefahren werden. Die Atomaufsicht des Landes Schleswig-Holstein hat die Zustimmung am Samstagabend erteilt, wie das Energieministerium in Kiel am Sonntag mitteilte. Allerdings gelten Beschränkungen. So wird die Leistung des AKW zunächst auf 88 Prozent reduziert. Später darf sie maximal 95 Prozent erreichen. Voraussetzung dafür ist, dass die mittlere Kühlmitteltemperatur abgesenkt wird.

Im Zuge der Jahresrevision war Rost an Brennstäben festgestellt worden, der nicht nur dicker war, sondern auch schneller und an anderen Stellen auftrat als erwartet. Experten fanden heraus, dass zu der auffälligen Oxidation der Brennstäbe außer dem Hüllrohrmaterial auch die im Jahr 2006 erhöhte Leistung und ein immer häufigeres schnelles Hoch- und Herunterfahren des Reaktors geführt hatten.

Am Sonnabend demonstrierten rund 80 Atomkraftgegner gegen das Wiederanfahren des Meilers. Die Organisatoren der Demonstration forderten einen Verzicht auf die rostanfälligen M5-Brennstäbe. Außerdem solle die Leistung des AKW an der Unterelbe um 20 Prozent und nicht wie geplant nur um 5 Prozent abgesenkt werden, verlangten die Initiatoren des Protests, die Initiativen Brokdorf-akut und Anti-Atomkraft Gruppe Dithmarschen. Die Anlage hat eine Restlaufzeit bis 2021.

 

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erstellt am 30.Jul.2017 | 11:45 Uhr

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