Erhöhte Wachsamkeit : Anschläge auf Ikea-Häuser

Am Freitagabend detonierte in einer Ikea-Filiale in Dresden ein Sprengsatz. Zwei Kunden erlitten ein Knalltrauma. Foto: dapd
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Am Freitagabend detonierte in einer Ikea-Filiale in Dresden ein Sprengsatz. Zwei Kunden erlitten ein Knalltrauma. Foto: dapd

Nach Explosionen in mehreren europäischen IKEA-Filialen hat die Deutschland-Zentrale ihre Möbelhäuser zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

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13. Juni 2011, 02:06 Uhr

In der Dresdner IKEA-Filiale ist am Freitagabend ein Sprengsatz detoniert. Wie ein Polizeisprecher am Sonnabend sagte, erlitten dabei zwei Menschen ein Knalltrauma. Die Explosion beschädigte den Fußboden und Ausstellungsstücke in der Küchenabteilung. Ein Bekennerschreiben oder sonstige Hinweise auf die Täter gab es zunächst nicht.
In den vergangenen Wochen waren bereits Sprengsätze in IKEA-Häusern in Belgien, Frankreich und den Niederlanden explodiert. "Wir wissen nicht, ob es einen Zusammenhang gibt", sagte die Sprecherin von IKEA-Deutschland, Sabine Nold. Die Kriminalpolizei sei dabei, das zu ermitteln. "Wir haben keine Drohung bekommen - weder in der Zentrale noch in dem betroffenen Einrichtungshaus." Es gebe daher bislang auch keinerlei Hinweise auf eine Erpressung. Nach der Explosion habe man "alle Häuser über den Vorfall informiert und sie gebeten, sehr aufmerksam zu sein".
In den Filialen Kiel und Hamburg gab es nach Angaben des Möbelhauses keine Beeinträchtigungen. Eine Verstärkung des vorhandenen Sicherheitspersonal ist vorläufig nicht geplant, da man erst die Ermittlungsergebnisse der Polizei abwarten will. Die Fahnder suchen mit Hilfe eines Phantombilds nach dem Täter. Kunden des Möbelmarktes hatten einen verdächtigen Mann gesehen.
Der mutmaßliche Täter wird als etwa 40 Jahre alter mittelgroßer Mann mit Baseball-Kappe und Brille beschrieben.
(shs)

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