Baubeginn unklar : Angela Merkel bekennt sich zu Fehmarnbelt-Tunnel

Fehmarnbelt_Tunnel
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Die Dänen tragen allein die Kosten für den Tunnel zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rødbyhavn in Dänemark.

Der Bau des Fehmarnbelt-Querung soll zügig vorankommen – muss aber auch rechtlich sauber sein, sagt Kanzlerin Merkel.

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12. April 2018, 19:49 Uhr

Berlin/Kiel | Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar zu dem mit Dänemark vereinbarten Bau eines Tunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland bekannt. Sie sagte nach einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen am Donnerstag in Berlin, man sei sich einig gewesen, „dass wir die Fehmarnbelt-Querung, die für Dänemark ja von großer Bedeutung ist, jetzt so zügig, wie das rechtlich möglich ist, voranbringen wollen.“

Merkel sprach mit Rasmussen auch über die Verzögerungen bei dem umstrittenen Milliardenprojekt. Insgesamt sei die bilaterale Zusammenarbeit gerade zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein sehr gut und intensiv, sagte die Kanzlerin. Die dänische Minderheit im nördlichsten Bundesland „gehört natürlich für uns auch zu Schleswig-Holstein dazu“.

Der 19 Kilometer lange Tunnel sollte eigentlich schon in diesem Jahr fertig sein, doch noch immer ist unklar, wann der Bau überhaupt beginnen kann. Erst vor drei Wochen hatte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) eine weitere Verzögerung in den Planungen einräumen müssen. Der Planfeststellungsbeschluss soll demnach statt im Sommer nun erst Ende des Jahres vorliegen. Laut Buchholz sind schwierige umweltrechtliche Fragen zu klären.

Gegen die bisherigen Planungen waren in Deutschland weit mehr als 10.000 Einwendungen vorgebracht worden. Es wird damit gerechnet, dass Umweltschützer und Fährbetreiber gegen den Planfeststellungsbeschluss vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.

Die Dänen tragen allein die Kosten für den Tunnel zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rødbyhavn in Dänemark. Deutschland muss nur für die Hinterlandanbindung auf der eigenen Seite zahlen. Die Befürworter erhoffen sich von dem Großvorhaben kräftige wirtschaftliche Impulse. Die Gegner befürchten Schäden für die Natur und Nachteile für den Tourismus in Ostholstein gerade während der mehrjährigen Bauzeit.

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