zur Navigation springen

Mangel an Fachkräften und fehlende A20 : An der Westküste in SH sind Fachkräfte und Azubis knapp

vom

Die Unternehmen an der Westküste Schleswig-Holsteins fühlen sich in ihrem wirtschaftlichen Handeln behindert.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2016 | 13:29 Uhr

Husum | An der Westküste Schleswig-Holsteins sind Fachkräfte und Azubis knapp. Die Unternehmen haben Mühe, offene Stellen zu besetzen, wie eine Umfrage des Unternehmensverbands Westküste ergab. 58 Prozent der Unternehmen leiden unter dem Mangel an Fachkräften, sagte Geschäftsführer Ken Blöcker am Montag in Husum. „Nur noch 15 Prozent der Befragten gaben an, eine offene Stelle binnen 30 Tagen ersetzen zu können.“

Dabei ergab die Umfrage, dass die Unternehmen an der Westküste vergleichsweise wenige Frauen beschäftigen. Der Anteil der Frauen liegt danach bei durchschnittlich nur 41 Prozent. Bundesweit sind es 46 Prozent. „Unsere Region kann es sich nicht erlauben, das Potenzial von motivierten und ausgebildeten Frauen nicht mit aller Kraft zu nutzen“, sagte Blöcker. „Gesellschaftliche Hürden müssen abgebaut werden und Frauen und ihre Bedürfnisse von den Unternehmen gezielt in den Fokus genommen werden.“

Ähnlich schwierig sei die Suche nach Lehrlingen. „Jedes vierte Unternehmen beklagt sich über fehlende Ausbildungskräfte“, sagte Blöcker. Die Lücke zwischen Ausbildungsanforderungen und dem Können der Bewerber klaffe immer weiter auseinander. „Auch wenn viele Ausbildungsbetriebe bereits ihre Erwartungshaltung gegenüber den jungen Menschen verändert haben, müssen immer häufiger Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben, weil es an geeigneten Bewerbern mangelt.“

Neben dem Mangel an Fachkräften und Auszubildenden belastet die Unternehmen „nach wie vor“ der Bürokratieaufwand, sowie die fehlende Autobahn 20 mit westlicher Elbquerung, betonte Blöcker.

Der Unternehmensverband vertritt rund 400 mittelständische und zum Teil unternehmergeführte Betriebe sowie die Industrie zwischen List auf Sylt und Norderstedt. Er ist nach eigenen Angaben mit rund 37.000 Arbeitsplätzen der größte regionale Arbeitgeberverband in Schleswig-Holstein. An der Befragung nahmen rund 130 Betriebe in den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Steinburg und Pinneberg sowie der Region Norderstedt teil.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen