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AKW in Geesthacht : Alle abgebrannten Brennelemente aus Krümmel jetzt im Zwischenlager

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Circa 1000 Brennelemente wurden in Castor-Behältern in das Zwischenlager gebracht.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 14:01 Uhr

Geesthacht | Aus dem abgeschalteten Atomkraftwerk Krümmel sind jetzt alle bestrahlten Brennelemente im Standort-Zwischenlager. Wie die Atomaufsicht in Kiel am Freitag mitteilte, wurde die Aktion nach mehr als einem Jahr am Vortag abgeschlossen. Rund 1000 Brennelemente aus dem früheren Reaktorbetrieb wurden demnach vom Betreiber Vattenfall aus dem Brennelemente-Lagerbecken geholt, in 20 Castor-Behälter eingeladen und in das Zwischenlager gebracht.

Damit ist nach Angaben des Energieministeriums eine wesentliche Voraussetzung für Stilllegung und Abbau des Kraftwerks erfüllt. „Nun ist das zweite Kernkraftwerk in Schleswig-Holstein frei von Brennelementen“, sagte Minister Robert Habeck (Grüne). Das andere ist Brunsbüttel. Mit der Einlagerung der Brennelemente in Zwischenlagern könnten die Kraftwerke sicherer und mit weniger Strahlenbelastung für das Personal zurückgebaut werden, sagte Habeck. Insgesamt sind in dem für 80 Castor-Behälter konzipierten Lager jetzt 41 Behälter mit 2081 Brennelementen, die aus dem Betrieb des Kraftwerks Krümmel stammen.

Die Aufbewahrung im Standortzwischenlager ist für 40 Jahre genehmigt. Im Brennelementlagerbecken befinden sich laut Vattenfall noch zwölf unbestrahlte Brennelemente, die verkauft werden sollen. Außerdem seien dort noch 78 einzelne sogenannte Sonderbrennstäbe sowie ein Brennelement, dessen Zerlegung in einzelne Brennstäbe zu weiteren 76 Sonderbrennstäben führe. Für diese werde ein spezieller Köcher für den Castor-Behälter benötigt, für den es noch keine Zulassung gebe.

Vattenfall rechnet damit, dass das Kraftwerk Krümmel frühestens 2019 völlig frei von Kernbrennstoffen sein wird.

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