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Wälder, Felder, Knicks und Eider

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erstellt am 14.Mär.2013 | 00:00 Uhr

Mielkendorf | Es war schließlich die jüngere Generation, die den traditionellen Bauernhof in Mielkendorf zu einem Anziehungspunkt für Jung und Alt umgestaltete. Erst kürzlich konnte das „neue“ Gut Blockshagen einjähriges Jubiläum feiern, was mit vielen Gästen im schönen Hofcafé mit Eierlikör-Kirsch-Torte, Himbeeren auf Vanille, Pflaumenmus-Zimt- oder Kirschen-Mohn-Torte und vielen Kaffeespezialitäten dann auch geschah. Inhaberin Kirsten Seemann, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Diether Mordhorst Gut, Hofladen und –Café betreibt, gibt aber auch gerne zu, dass es ein ordentlich anstrengender Weg war, bis das erste Jubiläum gefeiert werden konnte.

Das Gut war bereits über Generationen in Familienbesitz, war jedoch als landwirtschaftlicher Betrieb wegen der nur geringen Eigenlandflächen ökonomisch nicht mehr konkurrenzfähig. „Wir mussten uns daher was einfallen lassen, um den Betrieb auch für künftige Generationen bewahren zu können“, sagt Kerstin Seemann.

Vor allem hätte zuerst ein großer Investitionsstau abgebaut werden müssen. „Eine Scheune mussten wir schließlich total abreißen, da war nichts mehr zu retten“, so die Gutsbesitzerin weiter.

Zwei Jahre hat es schließlich gedauert, bis aus dem Bauernhof ein ländlicher Gastronomiebetrieb entstanden war, der durch seinen schönen Spielplatz vor allem auch Familien mit Kindern anlockt. „Und viele Radfahrer“, erzählt Kerstin Seemann, „denn das Gut Blockshagen liegt direkt am Eidertalradweg.“

Neben vielen schönen Torten im Café bietet der Betrieb im Hofladen auch regionale Lebensmittel an, „wenn man vom Wein mal absieht.“ Laden und Café entwickelten sich vom ersten Öffnungstag ausschließlich positiv, so dass die Besitzer inzwischen vier Arbeitsplätze schaffen konnten. „Ursprünglich hatten wir mal gedacht, dass wir alles alleine schaffen können.“

Die Gäste des Guts kommen inzwischen aus ganz Schleswig-Holstein, vor allem aber aus den Städten Kiel, Lübeck und Hamburg. „Häufig entdecken die uns über den Hofcaféführer der schleswig-holsteinischen Landwirtschaftskammer“, weiß Kerstin Seemann. Und das würde vor al zu einem enormen Gästeandrang führen. „Dann sitzen viele Besucher auf Picnic-Decken sogar rund um den Spielplatz!“

Wolfgang Henze

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