AktivRegion Steinburg : Versteckt im Wald vor Itzehoe

Lars Bessel vor dem Bismarck-Denkmal. Foto: whe
Lars Bessel vor dem Bismarck-Denkmal. Foto: whe

Die Bismarcksäule im Stadtforst von Itzehoe soll wieder zum touristischen Kleinod werden. Die AktivRegion und ein Förderverein setzen sich dafür ein.

shz.de von
19. Mai 2009, 05:32 Uhr

"Immer wenn ich hier stehe, verbindet sich das mit meiner Kindheit", erklärt Lars Bessel (39) lächelnd, stapft dann weiter in den lichten Wald hinein. Er geht weiter zu auf die Bismarcksäule im Stadtforst von Itzehoe, die dort ab 1901, vermutlich auf einem bronzezeitlichen Grabhügel, erbaut worden ist. Aus grob behauenen schwarzen und grauen Granitblöcken besteht die Säule, die einst als bevorzugtes touristisches Nahziel der Itzehoer galt. Am Fuß ein Kiosk - Kaffee für Mama, ein Bier für Papa -, in 18 Metern Höhe dann die Aussichtsplattform mit wunderschönem Weitblick bis zur Elbe, nach Neumünster und Hohenlockstedt."Besonders an den Wochenenden war hier immer was los", erzählt Bessel, der es sich zum Ziel gesetzt hat, den Turm zu restaurieren und die Anlage neu zu beleben.
Ausgehend den 1970er Jahren wurden die Itzehoer jedoch von anderen Zielen zum Wochenendausflug angelockt, die Besucher blieben weg, die Säule wurde geschlossen, der Kiosk entfernt: Dornröschenschlaf legte sich über die Anlage, die einst zum Andenken Otto von Bismarcks erbaut worden war. Im Jahr 2005, zum 100. Geburtstag der Säule, gründete Bessel den Förderverein "Bismarcksäule Itzehoe", der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, das Denkmal zu restaurieren und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Mit Unterstützung der Initiative AktivRegion und einem Zuschuss von der Landesdenkmalpflege sollen zuzüglich vereinseigener Mittel insgesamt rund 35.000 Euro zur Reparatur der Säule eingesetzt werden. "Und", so Bessel, "wir können demnächst beginnen." Er hofft aber, dass seine Initiative auch künftig finanziell von den Bürgern unterstützt wird. "Wir verkaufen jetzt symbolisch sogar Treppenstufen des Turms. Ab 250 Euro kann dadurch jeder Privatmann oder auch jede Firma die Restaurierung des Denkmals unterstützen." Spätestens am 13. September, zum Tag des Denkmals, wird der Turm wieder geöffnet. Bereits am 4. Juli soll jedoch die Veranstaltungsreihe "Kultur an der Säule" starten. "Die Theatergruppe Steife Brise wird dann am Bismarck-Denkmal für Unterhaltung sorgen", so Lars Bessel.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen