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Aktivregion : Skatepark für die Olderuper

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Engagement der jungen Bewohner trägt Früchte – seit fast einem Jahr können sie ihrem Sport auf der eigenen Piste nachgehen.

Olderup | Den Traum von einem eigenen Skatepark hatten die Jugendlichen schon länger, mit Unterstützung des Gemeinderats und der AktivRegion Südliches Nordfriesland ging er schließlich in Erfüllung. Im Juni letzten Jahres übergab Olderups Bürgermeister Thomas Carstensen den neuen Platz mit vier Hindernissen – einer Olliebox, einer Funbox, einem Rail und einer Kickramp – offiziell an die jungen Brettakrobaten.

Jugendliche holten sich das Einverständnis

Die ließen es sich damals nicht nehmen, die Anlage am „Dörplotten“ ausgiebig zu testen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Seitdem trainieren die jungen Skater hier ihre Fähigkeiten regelmäßig.

Ganz besonders stolz war der Bürgermeister auf das Engagement seiner jungen Mitbürger. „Der Antrag war anfangs nicht unumstritten, wurde dann aber einstimmig bewilligt“, so Carstensen. Dass sich das vorbildliche Projekt so erfolgreich umsetzen ließ, ist jedoch keinesfalls selbstverständlich. Um ihrem Wunsch nach dem Skatepark Ausdruck zu verleihen, starteten Daniel Clausen sowie Lennart und Morten Schwerin damals extra eine Unterschriftenaktion.

Nachdem sie von dem Dorfbewohnern grünes Licht erhalten hatten, gingen sie in die Gemeinderatssitzung, um einen entsprechenden Antrag zu stellen. Für alle Sorgen der Anwohner, wie etwa die Lärmbelästigung oder mögliche Konflikte mit dem ebenfalls auf dem „Dörplotten“ stattfindenden Ringreiten, wurden passende Lösungen gefunden. Der Boden des Skateparks etwa ist aus Beton, da so der Geräuschpegel niedrig gehalten wird.

Zum Skaten, das konnten die Jugendlichen schnell feststellen, eignet sich der Untergrund sehr gut. Die Lage am Rand des Dorfplatzes und ein Zaun tragen dazu bei, dass die Skater ihren Treffpunkt nutzen können, ohne die Ringreiter zu stören. Abgeschlossen werden muss die Anlage nicht – Daniel und seine Freunde hatten sich gleich bereit erklärt, selbst regelmäßig nach dem Rechten zu sehen.

Für die Jugendlichen ist es eine positive Erfahrung, dass sich ihr Engagement gelohnt hat. Daniel gibt zu, dass es nicht immer einfach gewesen sei. „Aber wir sind am Ball geblieben und haben uns mit allem, was wir hatten, eingesetzt“, erzählt er stolz. Sogar an der Planung der einzelnen Hindernisse war er beteiligt, damit der Skatepark genau den Bedürfnissen der Olderuper Jugendlichen entspricht.

Und auch der Naturschutz kommt nicht zu kurz: Gemeinsam mit der Jagdgemeinschaft Olderup wurden inzwischen Bäume auf einer Ausgleichsfläche gepflanzt. Für das Projekt war ursprünglich eine Gesamtinvestition von fast 46.000 Euro bei einer Netto-Förderung von 55 Prozent durch die AktivRegion Südliches Nordfriesland angesetzt. Tatsächlich ausgegeben wurden jedoch nur etwa 26.000 Euro.

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