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Kölln-Reisiek : Pädagogisch und baulich innovativ - der Zukunftskindergarten

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In Kölln-Reisiek soll ein Zukunftskindergarten gebaut werden. Aber was ist das eigentlich?

Kölln-Reisiek | Für Bürgermeisterin Karin Röder und Birger Paulsen, Finanzausschussvorsitzender von Kölln-Reisiek, ist es eine Herzensangelegenheit. Aber es ist auch eine Angelegenheit zur Sicherung kommunaler Prosperität und Steigerung der Attraktivität der kleinen Gemeinde im Umfeld von Elmshorn. Es geht um den so genannten Zukunftskindergarten, der in den nächsten Jahren erbaut werden soll. "Und wir würden dieses Vorhaben wegen der überörtlichen Bedeutung gerne auch als Leuchtturmprojekt im Rahmen der EU-Förderinitiative AktivRegion sehen", betont Birger Paulsen. Vorgeschlagen sei es bereits, die Abstimmung darüber soll bereits im Juni des Jahres erfolgen.
Aber warum Zukunftskindergarten, und was ist das eigentlich? Das Warum ist von Bürgermeisterin Röder schnell beantwortet: "Kölln-Reisiek wächst stark, wir haben jetzt etwa 2800 Einwohner, im Jahr 2013 werden es bereits rund 3000 sein. Und zumeist ziehen junge Familien zu, viele davon mit kleinen Kindern. Und daher reichen die für uns reservierten Kindergartenplätze in Elmshorn nicht mehr aus, und zusätzliche Krippenplätze müssen wir ab 2013 als Gemeinde ohnedies vorhalten."
Zukunftsweisende neue pädagogische Konzepte
"Und wenn wir einen Kindergarten bauen", so Birger Paulsen, "dann wollen wir es schon richtig machen." Und was er unter richtig versteht, fügt er auch gleich an. "Wir wollen zum einen zukunftsweisende neue pädagogische Konzepte einbringen und zum anderen auch baulich das Optimum schaffen."
Die innovativen pädagogischen Konzepte werden sich in Kölln-Reisiek vor allem in der Schaffung ungewöhnlicher Kooperationen wiederfinden. Diese sollen wesentlich dazu beitragen, die Erziehung der Jüngsten breiter anzulegen. Durch die Schaffung praktischer Anteile wie beispielsweise Waldkindergarten-Tage oder auch durch die ökologische Bewirtschaftung eines eigenen Nutz-Gartens sollen sie zudem noch mehr in den Bereich täglicher Lebenserfahrungen eingeführt werden.
Erfahrungen zur Verfügung stellen
Architektonisch soll es bei dem neuen Zukunftskindergarten um ein sogenanntes Energie-Plus-Gebäude handeln, das baulich derart gestaltet ist, dass es in der Lage ist Energie, beispielsweise Wärme, abzugeben. "Der Baukörper soll den jetzt schon abzusehenden Regeln der Bauvorschriften des Jahres 2020 entsprechen", so Paulsen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um einen hochisolierten zweigeschossigen Sechs-Kant-Wabenbau, dessen Bedarf an elektrischer Energie durch eine Bürger-Solaranlage und der Wärmebedarf durch Geothermie erzeugt werden soll. Das Gebäude soll erweiterungsfähig sein, und in der Gemeindevertretung könne man sich auch vorstellen, dass es später durch zusätzliche "Waben" vergrößert werden kann. "Wir halten es durchaus für vorstellbar, dass beispielsweise später eine Senioren-Tagesstation oder ähnliches angebaut wird, ein Konzept, dass sich in anderen Gemeinden durchaus bewährt hat."
Bürgermeisterin Karin Röder und Birger Paulsen sind fest davon überzeugt, dass die Errichtung des Gebäudes zügig nach der Entscheidung, ob es ein Leuchtturmprojekt im Sinne der Förderinitiative AktivRegion wird, gestartet werden kann. "Wir würden unsere Erfahrungen mit dem Bau und Betrieb dieses hochinnovativen Projekts später gerne auch mit interessierten Gemeinden teilen und unser Know-how zur Verfügung stellen", erklären die beiden aus Kölln-Reisiek unisono.

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erstellt am 23.Apr.2012 | 06:54 Uhr

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