Erlebnisraum Wattenmeer : Gemeinsame Aufgabe im "Wattenmeerhaus" gefunden

Betreut das Haus: Andreas Kobauer. Foto: Henze
1 von 2
Betreut das Haus: Andreas Kobauer. Foto: Henze

Das "Wattenmeerhaus" bietet seit 2011 diverse soziale und ökologische Einrichtungen für die Pellwormer Bürger und Touristen an.

shz.de von
22. Oktober 2012, 06:40 Uhr

Pellworm | "Die Entscheidung für den Kauf und Umbau des Wattenmeerhauses ist uns nicht leicht gefallen", erzählt Andreas Kobauer unter beifälligem Nicken von Ehefrau Karin. Allerdings hätte eine Vielzahl guter Gründe den Entschluss positiv beeinflusst. Zum einen wollte das Paar endlich auf Dauer zusammen leben, denn über lange Zeit lagen ihre Arbeitsplätze gut 150 Kilometer auseinander. Während Andreas als Touristiker bei einem großen Reisekonzern in Hannover arbeitete, war Karin in Hamburg als Wohngruppenleiterin im Rauhen Haus tätig. Zum anderen wollte sie aber auch zurück nach Pellworm, denn Karin stammt von der Insel. Und letztlich wollten sie gerne gemeinsam ein eigenes Projekt auf die Beine stellen.
So kam es ihnen sehr zupass, dass das alte Rotsteingebäude auf der Insel zum Verkauf stand und auf eine neue Verwendung wartete. Einst war das Gebäude ein Schullandheim, stand in dieser Funktion jedoch vor dem Ende. Seit 2011 ist es das "Wattenmeerhaus", das verschiedene soziale und ökologische Einrichtungen für die Pellwormer Bürger und Touristen anbietet. Im Zentrum steht dabei der Erlebnisraum Wattenmeer. Dieses großartige Naturerbe wird dort den Menschen näher gebracht und erlebbar gemacht. Das Kernelement ist die Ausstellung der Schutzstation Wattenmeer. Die Organisation bietet außerdem Veranstaltungen, Vorträge und Seminare an
Die Gemeinde Pellworm unterstützt das neue "Wattenmeerhaus", in dem sie Räume angemietet hat, um dort die "Kinderstuv" unterzubringen - in der sowohl einheimischen als auch Gäste-Kindern ein betreutes Programm angeboten wird. Karin Kobauer organisiert hingegen touristische und gastronomische Dienstleistungen. So gibt es eine Ferienwohnung, aber auch ein Mehrbettzimmer für bis zu acht Personen, das gerne von Radtouristen genutzt wird. Umgeben ist das "Wattenmeerhaus" von einem komfortablen Wohnmobilstellplatz und einer Zeltwiese. Viele Besucher lockt auch das Café mit dem windgeschützten Bauerngarten und der tollen Aussicht an. Höhepunkte im Café sind vor allem Karin Kobauers selbst gebackene Torten. "Da haben wir inzwischen sogar eine erkleckliche Zahl an Stammgästen gewinnen können."
In diesem Jahr ging das von der AktivRegion Uthlande geförderte Pellwormer "Wattenmeerhaus" bereits in die zweite Saison. Alles in allem ist Familie Kobauer sehr zufrieden mit deren Verlauf. "Im nächsten Jahr wird der Wohnmobilstellplatz sicher noch besser angenommen, umso mehr die Fähre für die Gäste mit den rollen-den Ferienwohnungen nur den Pkw-Tarif verlangt", weiß Andreas Kobauer.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen