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AktivRegion Schlei-Ostsee : Gemeinsam stark für die Region

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AktivRegion zieht positive Bilanz nach der zweiten EU-Förderperiode.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 14:51 Uhr

Schleswig | Die zweite Förderperiode ist im vergangenen Jahr zu Ende gegangen, aber einige Projekte laufen natürlich noch“, erklärt Hans-Werner Berlau, Vorsitzender der AktivRegion Schlei-Ostsee e.V. „Wir blicken auf eine spannende und erlebnisreiche Zeit zurück.“ In der Tat kann sich das Portfolio der AktivRegion sehen lassen. Über 60 beeindruckende Projekte konnten innerhalb der zweiten Förderperiode, 2006 bis 2013, realisiert beziehungsweise begonnen werden. Das löste in der Region Investitionen in Höhe von zehn Millionen Euro aus.

Der Vielfältigkeit der geförderten Projekte waren scheinbar kaum Grenzen gesetzt, denn die Themen erstreckten sich über die Bereiche Landschaft, Wirtschaft, Tourismus, das kulturelle Erbe und das Gemeinwesen. Der Grundgedanke hinter allen Projekten ist es, die integrative und nachhaltige Entwicklung der Region zu unterstützen. Schwerpunkt ist die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Das beginnt bei energetischen Sanierungen von Schulgebäuden, wie es zum Beispiel an der Grundschule Nübel geschehen ist, reicht über den Wohnmobilstellplatz am Stadthafen und bezieht auch solche Ziele mit ein, die eine besondere Leuchtkraft über das Land hinaus aufweisen. Unter die sogenannten Leuchtturmprojekte fallen Danewerk und Haithabu, deren Antrag auf den Titel Welterbe der UNESCO durch Projekte der AktivRegion befördert wurde.

Bewegen etwas für die Region: Cornelia Plewa,  Hans-Werner Berlau und Svenja Linscheid (v.l.) setzten sich in den vergangenen Jahren intensiv für die Aktiv Region Schei-Ostsee ein.
Bewegen etwas für die Region: Cornelia Plewa, Hans-Werner Berlau und Svenja Linscheid (v.l.) setzten sich in den vergangenen Jahren intensiv für die Aktiv Region Schei-Ostsee ein. Foto: Kleimann-Balke

Neben den vielen großen Investitionen gibt es auch zahlreiche kleinere, die dennoch für die Region große Bedeutung haben und nachhaltig wirken werden: „Mit diesen Projekten schafft man regionale Identität“, weiß Cornelia Plewa, die die Arbeitsgruppe durch Projekt- und Prozessentwicklung unterstützt: „Natürlich möchten wir auch den Tourismus nach vorne bringen. Das ist ein großer Punkt“, erklärt sie.

Hier half die AktivRegion mit verschiedenen Konzepten, von der Erstellung eines Tourismuskonzeptes über die Entwicklung eines Erlebnisraumdesigns bis zur Umgestaltung der Ausstellung im Stadtmuseum und der Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur. Fünfzehn Rundgänge erklären historische Orte und leiten in Form von Flyern Besucher zu den regionalen Sehenswürdigkeiten – eine vergleichsweise geringe Investition mit großer Wirkung für den Tourismus.

Die Waldemarsmauer: Nis Hardt vom Danevirkemuseum vor der zum Danewerk gehörenden Ziegelmauer aus dem 12. Jahrhundert.
Die Waldemarsmauer: Nis Hardt vom Danevirkemuseum vor der zum Danewerk gehörenden Ziegelmauer aus dem 12. Jahrhundert. Foto: Kleimann-Balke
 

Das Gebiet der AktivRegion Schlei-Ostsee erstreckt sich über 42 Kilometer, reicht von Schleimünde, Kappeln und Arnis bis nach Schleswig. Dabei trennt der Meeresarm der Ostsee Schwansen von Angeln: „Zumindest war das lange Zeit in den Köpfen der Menschen. Inzwischen denken wir ganz anders, denn die Schlei trennt nicht – sie verbindet“, betont Hans-Werner Berlau ausdrücklich.

 Zu Recht weist er auf diese Entwicklung hin, denn es ist schon erwähnenswert, dass sich 77 Gemeinden und drei Städte an einen Tisch setzten, um gemeinsam Ziele zu erreichen: „Das ist eigentlich das, was mich bei meiner Arbeit für die AktivRegion am meisten beeindruckt hat“, fasst Svenja Linscheid ihre positiven Erfahrungen aus zahlreichen Gesprächen und Arbeitsgruppen zusammen, „sich zusammenzusetzen um über Themen zu reden, die uns alle bewegen, ist für uns heute selbstverständlich – das ist ein großer Gewinn!“

Kulturelles Erbe im Dorf: Bürgermeister Ralf Feddersen auf dem begehbaren Teil des Danewerks in Busdorf.
Kulturelles Erbe im Dorf: Bürgermeister Ralf Feddersen auf dem begehbaren Teil des Danewerks in Busdorf. Foto: Kleimann-Balke

 

Regionaler Fokus: Gute Wege weitergehen

 

Die Region hat viel Potenzial und die AktivRegion hat noch viel vor. Längst ist der Blick auf die dritte EU-Förderperiode gerichtet, die von 2014 bis 2020 angesetzt ist. Der regionale Fokus steht erneut im Mittelpunkt des Interesses: „Es gibt vier Schwerpunktbereiche, die wir in den nächsten Jahren bearbeiten werden: Klimawandel und Energiewende, nachhaltige Daseinsvorsorge, Wachstum und Innovation, sowie Bildung“, erklärt Cornelia Plewa die Vorgaben der EU. Die Aufgabe der Arbeitsgruppen wird es nun sein, passende Projekte zu eruieren.

Das Thema Wikinger verspricht Kontinuität

„Als letztes Projekt der alten Förderperiode baut Bootsbauer Kai Zausch am Ufer unweit der Wikingersiedlung in Haithabu ein Boot. Wie vor 100 Jahren und ganz ohne Maschinen. Im Herbst soll es in der Schlei zu Wasser gelassen werden“, erzählt Svenja Linscheid.

Weitere Projekte werden ab Januar 2015 folgen: „Zum Beispiel möchten wir das kulturelle Erbe mehr in die Zentren der Gemeinden rücken. So, wie es im letzten Jahr in Busdorf mit dem Danewerk geschehen ist. Dort steht das Denkmal mitten im Dorf und wird nun deutlicher wahrgenommen, man kann es sogar begehen. Es wurde regelrecht in Wert gesetzt“, findet Cornelia Plewa.

Erfreulich ist auch, dass der Punkt Bildung etwas mehr in den Vordergrund gerückt wird. Ob es um die energetische Sanierung der Schulgebäude geht, oder um die Installierung von Familienzentren. Auch dem Problem des Fachkräftemangels möchte die AktivRegion mit Hilfe von Messen und speziellen Programmen zu Leibe rücken.

Das Großprojekt Welterbe steht weiter ganz oben auf der Liste: „Da bleiben wir dran!“, sind sich alle Drei einig. Und so geht es in die dritte Förderperiode, in der sich die Motivation und das Engagement aller Beteiligten wieder in einem Satz zusammenfassen lässt: „Wir bewegen etwas für die Region!“

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