AktivRegion Nordfriesland : "Fischteiche" vom Langenberger Forst

Schöne Teiche und alte Baumriesen locken Besucher an.
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Schöne Teiche und alte Baumriesen locken Besucher an.

Es kann kein Zweifel bestehen, aber der Langenberger Forst ist ein absolutes Natur-Kleinod. Allerdings klein ist er nicht.

shz.de von
21. September 2009, 01:57 Uhr

Rund 1000 Hektar ist das Waldgebiet groß, das südlich von Leck liegt und sich bis Enge-Sande und Stadum zieht. Mit seinem abwechslungsreichen Wegenetz gehört dieser Wald zu den schönsten Regionen der schleswig-holsteinischen Landesforsten und lockt viele Menschen zu Wanderungen oder sportlicher Betätigung in der Natur an. Darüber hinaus bietet er aber auch die Möglichkeit, sich auf vielfältige und spannende Weise über die Naturzusammenhänge und kulturelle Spuren vor Ort zu informieren. Sieben gut ausgezeichnete Wanderwege führen durch den Langenberger Forst, sind mit einer maximalen Länge von knapp sieben Kilometern für die meisten Menschen gut zu schaffen. Darüber hinaus verläuft auch ein Stück des Ochsenwegs durch den Forst, einst ein wichtiger Heer- und Handelsweg, der seine Blütezeit zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert erlebte. Bis zu 30.000 Ochsen wurden dort einst von Dänemark auf die Viehmärkte nach Husum oder weiter Richtung Hamburg getrieben.
An einem kleinen Tümpel, in der Nähe des Ochsenweges, ist ein Gedenkstein zu finden. Gewidmet ist er dem früheren Forstdirektor Carl Emeis. Dieser erhielt 1878 von der damaligen Provinzregierung den Auftrag, im waldfreien Nordwesten des Landes neue Wälder zu begründen. Durch gezielte Bodenvorbereitung und die Wahl verschiedener Baumarten entstanden unter schwierigen Bedingungen neue Wälder, darunter auch der Staatsforst Langenberg.
Mit einigem Recht kann Förster Jürgen Lorenzen als legitimer Nachfolger von Emeis in dieser Zeit gelten. Denn er hegt und pflegt mit seinem Personal nicht nur den Wald, sondern auch einen weiteren Natur-Höhepunkt dieserRegion, die so genannten Fischteiche. Eigentlich ist die Bezeichnung "Fischteiche" falsch, denn sie dienten ursprünglich nicht der Fischhaltung. Vielmehr leiteten sie durch ihre terrassenförmige Anlage das Quellwasser der Ahlefelder und Rantzau-Höhe weiter in die Niederung. Doch über die Zeit hatte die landschaftliche Idylle dieser Teiche gelitten, es musste viel Arbeit investiert in den letzten Jahren werden, um die Teiche zu entkrauten und ihre ursprüngliche Terrassenstruktur wieder neu herzustellen. Dies konnte in Zusammenarbeit der AktivRegion Nordfriesland Nord mit Jürgen Lorenzen von den Schleswig-Holsteinischen Staatsforsten auch erreicht werden, so das jetzt wieder sauber-plätscherndes Wasser und mächtige Baumriesen dieses Gebiet auszeichnen. An den Stationen des Naturerlebnispfads, der rund um die Teiche führt, können nicht nur Kinder viel über die Natur erfahren.

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