Fehmarn: Wo Radfahren zum Erlebnis wird

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Fehmarn: Wo Radfahren zum Erlebnis wird

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23. April 2013, 11:46 Uhr

Bojendorf/Fehmarn | „Der Tourismus ist wichtig und unverzichtbar für unsere Insel“, erklärt Peter Haltermann überaus engagiert. Zusammen mit Ehefrau Barbara hat Haltermann einen bemerkenswerten Ferien-Bauernhof im Westen Fehmarns aufgebaut, begrüßt dort jedes Jahr viele Gäste in seinen Ferienwohnungen und -häusern aus der gesamten Republik und dem benachbarten Ausland. Das Problem der an sich sonnenreichsten Region Deutschlands, denn das ist Fehmarn, ist aber die nur kurze Sommersaison. „Von daher müssen wir Touristiker uns schon was einfallen lassen, um Gäste außerhalb der Hochsaison hier begrüßen zu können“, ist Haltermann sicher.

Mit Nachdruck hat er daher vor wenigen Jahren das Projekt „Fehmarn-Wege“ initiiert, um ganz besonders Fahrradfahrern ein attraktives Angebot zu machen.

Seit 2011 wurden bereits 30 km neue und naturnahe Radwege geschaffen, die immer durch schöne Natur und in Nähe der Küste verlaufen.

Die privat organisierte Institution „Fehmarn-Wege hat sich erfolgreich zum Ziel gesetzt, verkehrsarme und naturnahe Routen durch die idyllische bäuerlich geprägte Landschaft Fehmarns zu konzipieren und baulich umzusetzen. „Wir wollen unseren Gästen dadurch einen genussvollen, aber auch erlebnis- und bildungsorientierten Urlaub bieten, und ihnen die Insel in ihrer ganzen Schönheit nahebringen“, erläutert Haltermann die Idee hinter den neuen „Fehmarn-Wegen“.

Tatsächlich werden diese neuen Rad-Routen überaus positiv von Feriengästen aber auch Tages-Urlaubern angenommen. Ein wenig unzufrieden sind allerdings die Skater, denn die naturnahen Wege werden nicht asphaltiert, und bieten sich daher nur zum Rad fahren und wandern an. „Wir haben dass bewusst so gemacht, denn wir wollen so wenig wie möglich die Natur verändern“, begründet der Initiator. Daher habe man auch die Naturschutzverbände für dieses Vorhaben gewinnen können.

Tatsächlich wurde diese private Initiative notwendig, weil eine gut ausgebaut Radwege-Infrastruktur unverzichtbar ist, andererseits aber die Kommunen finanziell und rechtlich kaum noch in der Lage sind, erkannten Mangel in diesem Bereich kurzfristig abzuhelfen. „Und darum sind wir eingesprungen“, sagt Peter Haltermann.

Insgesamt sieht die Initiative einen Bedarf von 75 km naturnahen Radwegen. Gut ein Drittel davon ist bereits fertig gestellt, weitere 15 km sind bereits in der Planung. „Es gibt also noch viel zu tun.“

Tatsächlich geht es aber nicht nur um die Neuanlage von Radwegen, sondern auch um deren Ausgestaltung und Flankierung mit zusätzlichen Maßnahmen wie Blühstreifen, Info-Tafeln oder auch Feldsofas. Und auch letztere sind eine Idee von Peter Haltermann. „Die ersten Feldsofas stehen bereits und werden von ermatteten Radfahrern und Spaziergängern gerne genutzt.“

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