Aktivregion : EU-Millionen für Dithmarschen

Ein Fingertipp, und die Info-Tafel gibt Auskunft über Sehenswertes in und um Wesselburen.
Foto:
Ein Fingertipp, und die Info-Tafel gibt Auskunft über Sehenswertes in und um Wesselburen.

AktivRegion löst hohe Investitonen für 75 Projekte in Dithmarschen aus. Der Neue Förderzeitraum von 2015 bis 2020 ist in Vorbereitung.

shz.de von
24. Juni 2014, 00:00 Uhr

Dithmarschen  | Eine beachtliche Erfolgsbilanz legt die AktivRegion Dithmarschen vor. Mit 4,47 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln konnten im Förderzeitraum 2007 bis 2013 Investitionen in Höhe von 12,6 Millionen Euro ausgelöst werden.

Sichtbar ist das Ergebnis der EU-Förderstrategie an vielen Orten in Dithmarschen. Nach Büsum beispielsweise flossen über die AktivRegion rund 575.000 Euro; das Investionsvolumen betrug mehr als eine Million Euro. So konnte die Sandstrand-Anlage in der Familienlagune Perlebucht verbessert werden. Unterstützt wurde ebenso der Bau von neuen Promenaden mit Aufenthaltsbereichen und Veranstaltungsflächen. Das Projekt ist  in die Neugestaltung der Büsumer Wasserkante eingebettet, die teilweise aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein finanziert wird. Auch hieran ist die EU erheblich beteiligt. Ziel in Büsum ist die Erhaltung des Sandstrandes und die konsequente Verbindung zwischen dem Büsumer Norden und dem Weltnaturerbe Wattenmeer.

„Den Sportplatzumbau in Meldorf fördern wir mit 100.000 Euro“, weist Regionalmanager Helge Haalck auf ein weiteres der rund 75 realisierten Projekte hin. Bauherr ist die Stadt Meldorf. „Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete“ ist auf einer Stellwand an der Baustelle zu lesen. Eine mindestens 50-prozentige Beteiligung der Projektträger ist Voraussetzung für die Förderung. In Meldorf übersteigt die ausgelöste Investitionssumme von nahezu 650.000 Euro die EU-Mittel erheblich. 

Europa-Mitteln verdankt Wesselburen die Modernisierung der Tourist-Information einschließlich öffentlicher Sanitäranlage.  Ein Novum: Auch außerhalb der Bürozeiten der Tourist-Information können sich Besucher jetzt an einer übersichtlichen Schalttafel über  die Region erkundigen. Vom Stadtrundgang über das Hebbelmuseum, Eidersperrwerk oder Katinger Watt  – neun umfangreiche Informationen sind abrufbar.

In Wesselburen liegt die Wiege für Europas größtes Kohlanbaugebiet. Seit 1891 wird auf dem Betriebsgelände des Kohlosseums schon Sauerkraut produziert. Tourismus und Kohlanbau, diese Dithmarscher Stärken fügen sich im Kohlosseum zusammen. 237.000 Euro wurden in den Umbau der Krautwerkstatt mit Bauernmarkt und Museum investiert, wovon die AktivRegion 33000 Euro aus EU-Mitteln überwies.

Weitere Mittel flossen unter anderem in den ländlichen Wegebau, in Gebäudesanierungen, in so genannte Leuchtturmprojekte und den Sportstättenbau sowie im  Förderbereich Diversifizierung in den Neubau einer Reithalle.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen