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Erlebte Sicherheit: DLRG am Strand von Pelzerhaken

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erstellt am 23.Apr.2013 | 11:50 Uhr

Pelzerhaken | Das alte Wachgebäude in Pelzerhaken war auf. Bereits in den 1960er Jahren erbaut, entsprach es den baulichen und ökologischen Anforderungen der heutigen Zeit kaum noch und die Unterbringung für die Wachteams der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) war längst nicht mehr zeitgemäß. Wäre die Unterbringung der Rettungsschwimmer in Vier-Bett-Zimmern vielleicht noch für ein paar Jahre hinnehmbar gewesen, so war es die Mehrfach-Nutzung des Wachleiter-Zimmers als Sanitätsraum und Schlafstatt sicher nicht mehr. Es reifte also der Plan, ein neues Wachgebäude am schönen Strand von Pelzerhaken zu errichten. Dieser wurde dann nach einer exakten Bedarfsanalyse und unter Mitwirkung aller Beteiligten in den letzten Jahren auch umgesetzt. Und so verfügt Pelzerhaken jetzt bereits seit einem Jahr über das schönste und praktikabelste DLRG-Wachgebäude an Deutschlands Küsten, und darüber, so Tourismus-Chef Stephan Reil: „Sind wir auch sehr froh.“

Tatsächlich hat sich vor allem in den letzten Jahren ein deutlicher Wandel an den Stränden der Republik vollzogen. So wächst die Zahl der Nichtschwimmer unter Kindern und Jugendlichen, aber auch unter Senioren, deutlich an. Darüber hinaus steigt aber die Zahl von Wassersportevents und herausfordernden wassersportlichen Aktivitäten wie Kite- oder Windsurfen. Gleichzeitig sinkt aber die Zahl der zum Ehrenamt bereiten Jugendlichen, die darüber hinaus über eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer verfügen. „Wir müssen zum einen also die Sicherheit an unseren Stränden verbessern, uns gleichzeitig aber auch engagiert um ehrenamtliches Personal bemühen“, erklärt Stephan Reil.

Das neue DLRG-Haus in Pelzerhaken bietet also nicht nur eine deutlich bessere Erst-Versorgung von verunglückten Badegästen oder Wassersportlern und garantiert damit auch eine verbesserte „gefühlte Sicherheit“, sondern bietet auch den Rettungsschwimmern angenehmere Arbeits- und Unterkunftsbedingungen.

Das Seebad Pelzerhaken ist ohnedies in der glücklichen Situation, sich seit Jahrzehnten während der Badesaison auf engagierte Rettungsschwimmer aus Bonn, Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Osnabrück verlassen zu können. „Und die haben wir natürlich auch bei der Planung des neuen Gebäudes mit einbezogen“, so Reil.

In der Hochsaison sind ständig 23 Rettungsschwimmer vor Ort, die für Sicherheit an den Stränden von Pelzerhaken und Rettin sorgen. Und nach Dienstschluss haben die jetzt auch deutlich schönere Unterkünfte zur Verfügung, die die Entscheidung für ehrenamtliches Engagement deutlich erleichtern. „Wir haben hier keinen Luxus gebaut, sondern ein vernünftiges Gebäude, in dem es Spaß macht, freiwillig einer so verantwortungsvollen Tätigkeit nachzugehen“, erklärt überzeugend Tourismus-Chef Reil.

Wolfgang Henze

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